Martin van Elten: Hallo und willkommen zum Aue-Podcast.
Martin van Elten: Heute mit Feuer 95, heute wieder mit mir Martin. Hi und Florian.
Florian Dawin: Glück auf zusammen.
Martin van Elten: Ja und Tobias müssen wir leider entschuldigen, wir nehmen nämlich heute kurzfristig
Martin van Elten: auf, kurzfristig mit einer Sonderfolge. Ihr habt es ja wahrscheinlich schon alle mitbekommen.
Martin van Elten: Christoph Dabrowski ist nicht mehr Cheftrainer des FC Erzgebirge Aue.
Martin van Elten: Genauso Michael Tarnath, nicht mehr Sportdirektor, beide freigestellt oder jetzt
Martin van Elten: in Trennung befindlich. Und natürlich sprechen wir darüber gleich.
Martin van Elten: Aber Florian, wir fangen erst mal mit etwas Religiösem an. Diese Woche ist ja
Martin van Elten: die sogenannte Heilige Woche.
Martin van Elten: Und ja, in vielen Ländern ist das ja eine Bezeichnung für die Karwoche.
Martin van Elten: Die Karwoche, wo man natürlich Gründonnerstag hat und Karfreitag und auch den
Martin van Elten: Karsamstag. Und natürlich, was fällt hier auch direkt an bei Heiliger Woche?
Florian Dawin: Bei der Heiligen Woche fällt mir natürlich Radsport technisch die Frühjahrsklassiker
Florian Dawin: in Flandersfield und Duarsdorf Landern und Tour auf Flanders, was ja heute war, ein.
Florian Dawin: Und das ist für viele Belgier die Heilige Woche.
Martin van Elten: Ja, das ist natürlich auch ganz, ganz cool, dass man das so adaptiert.
Martin van Elten: Und ja, wir gucken ja beide gerne Radsport. Was ist denn dein Lieblingsfrühjahrsklassiker?
Florian Dawin: Paris-Roubaix, also der, der nächsten Sonntag kommt.
Martin van Elten: Was macht das für dich aus?
Florian Dawin: Es ist ja ...
Florian Dawin: 270 Kilometer ungefähr, 260 und davon sind halb 70 Kilometer Kopfsteinpflaster
Florian Dawin: auf 13 Stücken und das ist für mich wirklich so Wahnsinn,
Florian Dawin: wie die da über dieses Kopfsteinpflaster rüberballern mit ihrem riesen Tempo,
Florian Dawin: das ist wirklich faszinierend.
Florian Dawin: Also ich denke mal, wer mal jetzt da sich ein bisschen informieren will,
Florian Dawin: weil er das noch nie mitbekommen hat,
Florian Dawin: der sollte sich einmal nur bei YouTube, soll er eingeben, Wald von Ahrenberg
Florian Dawin: und dann mal ein Clip sich da reinziehen oder Carrefour de Labre. Das ist sensationell.
Martin van Elten: Ich glaube auch so, das Besondere ist die Atmosphäre, dass es natürlich ein
Martin van Elten: Event ist, was öffentlich zugänglich ist, was kostenlos ist und was natürlich
Martin van Elten: auch einfach von seiner Atmosphäre sehr lebt.
Martin van Elten: Also gerade jetzt heute bei der Ronde von Flandere, da war es einfach eine überragende
Martin van Elten: Stimmung, das ist ja wie auf einem Fußballplatz.
Martin van Elten: Also in Belgien ist das ja glaube ich auch so in Flandern das größte Ding des
Martin van Elten: Jahres, in der Wallonie ist dann eher noch das V1-Rennen in Spa das größere Ding.
Martin van Elten: Aber das ist einfach so ein Volksfest, auch gerade in den Niederlanden gibt
Martin van Elten: es ja auch dann in zwei Wochen Amstel Gold Race, da freue ich mich auch schon
Martin van Elten: sehr drauf und das ist schon überragend.
Martin van Elten: Ein bisschen schade, dass in Deutschland so die Radsport-Tradition nicht besteht,
Martin van Elten: wobei es natürlich auch die Friedenspart gerade in Ostdeutschland gab,
Martin van Elten: als alten DDR-Klassiker und das ja auch so ein richtig kulturelles Event auch
Martin van Elten: ist, wo es ja jetzt auch letztes Jahr eine Neuauflage gab rund um Chemnitz,
Martin van Elten: weiß nicht, ob du das mitbekommen hast.
Florian Dawin: Ja doch, das habe ich über den Instagram-Feed von Jan Ullrich mitbekommen,
Florian Dawin: der ja da auch eine Etappe oder mehrere Etappen als Schirmherr begleitet hat.
Martin van Elten: Genau, die Etappe nach Chemnitz.
Florian Dawin: Das ist wirklich schade, dass das hier nicht so ist.
Florian Dawin: Ich bin ja auch da sehr großer Fan von und war ja auch letztes Jahr bei Paris-Roubaix
Florian Dawin: und vor Ort. Und das ist eben das Besondere, dass es umsonst ist.
Florian Dawin: Man kann dann da an den Rand fahren und auch vor bei der Team-Präsentation kommt
Florian Dawin: man den Fahrern sozusagen hautnah, kann auch noch ein Foto schießen, wenn man nett fragt.
Florian Dawin: Das ist eine ganz eigene Atmosphäre. Und jetzt auch bei der Ronde von Flandern
Florian Dawin: haben sie jetzt ja auch teilweise die Veranstalter vom Tomorrowland mit ins
Florian Dawin: Boot geholt, diesem großen Techno-Elektro-Festival.
Florian Dawin: Und es ist halt wirklich wie so eine Party, ja, Kirmes.
Martin van Elten: Auf jeden Fall ein mega cooles Event und jeder, der mal in die Nähe vielleicht
Martin van Elten: kommt oder mal so ein Wochenende im Frühjahr machen will oder natürlich auch
Martin van Elten: im Sommer zur Tour de France nach Frankreich fahren will,
Martin van Elten: kann man glaube ich allen Sportbegeisterten empfehlen, gerade wenn ich auch
Martin van Elten: ein bisschen die Lust an Sport vergangen ist auf Grundlage von unserem Verein.
Martin van Elten: Ich glaube, das ist eine schöne Abwechslung mal.
Martin van Elten: Ja, Florian, wir sind natürlich jetzt nicht nur hier, um schöne Sachen zu besprechen,
Martin van Elten: wie jetzt heute die Ronde von Flanderen.
Martin van Elten: Wir müssen auch darüber sprechen, was es für Entscheidungen gab nach der 3 zu
Martin van Elten: 5 Heimliederlage gegen die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim 2.
Martin van Elten: Ich glaube, heute sind wir alle mit Überraschungen aufgewacht.
Martin van Elten: Beziehungsweise mittags kam ja dann die Mitteilung, dass es einen sportlichen Wechsel gibt.
Martin van Elten: Der Vorstand hat nach dem erschreckenden Auftritt im Heimspiel die Konsequenzen gezogen.
Martin van Elten: Der Cheftrainer Christoph Dabrowski und Co-Trainer wurden im persönlichen Gespräch
Martin van Elten: mit sofortiger Wirkung entbunden.
Martin van Elten: Ausschlaggebend waren die Entscheidungen, vier Entscheidungen waren die sportlichen
Martin van Elten: Leistungen der vergangenen Rückrunde ohne Sieg und mit nur zwei Punkten aus
Martin van Elten: neun Spielen unter Regie.
Martin van Elten: Und es gab wohl Meinungsverschiedenheiten mit Tarnath, der dann in der Konsequenz
Martin van Elten: mit seiner enttäuschenden Bilanz, wird der jetzt zitiert, das Erzgebirge verlässt.
Martin van Elten: Und es übernehmen jetzt für die restliche Saison der Nachwuchsleiter Xavi Schubitice
Martin van Elten: und Enrico Kern zwei ehemalige bekannte Zweitligaspieler für uns.
Martin van Elten: Und die werden in der Kaderplanung von dem neuen Chef-Scout Steffen Ziffert
Martin van Elten: unterstützt und haben dann die Verantwortung mit dem Sportvorstand Jens Haustein.
Martin van Elten: Ich glaube nochmal als Vorgeschichte muss man auch sagen, dass am Mittwoch war
Martin van Elten: es glaube ich ja auch die Entscheidung war, dass man die Kaderplanung auch in
Martin van Elten: die Hände von Michael Tarnath geben wollte.
Martin van Elten: Da hat er dann eine Mitteilung auch gemacht, dass Steffen Ziffert neuer Chef-Scout
Martin van Elten: ist und die Nachfolge von Mirko Reichel antritt,
Martin van Elten: der aus gesundheitlichen Gründen leider ausscheidet.
Martin van Elten: Aber was ich an der Entscheidung schon so komisch fand, es wurde nicht klar
Martin van Elten: kommuniziert, ob das dann auch für die nächste Saison gilt oder ob die dann
Martin van Elten: nicht im Sommer dann auch gehen müssen.
Martin van Elten: Ich weiß nicht, wie hast du es insgesamt wahrgenommen?
Florian Dawin: Ich finde das in seiner Entstehung eine sehr komische Kommunikation und du hast
Florian Dawin: die Chronologie ja schon angerissen.
Florian Dawin: Es ist halt seltsam, dass man dann sagt, die sollen jetzt...
Florian Dawin: Dann den Kader für die nächste Saison planen, aber wir wissen noch nicht,
Florian Dawin: ob sie dann auch verantwortlich sind im nächsten Spieljahr.
Florian Dawin: Das ist ja irgendwie ganz komisch, weil ich meine, jeder ist an seinen Arbeitsvertrag
Florian Dawin: gebunden und wird da ja möglichst gut und professionell arbeiten.
Florian Dawin: Aber jeder, der mal in der Situation war, dass er einen beruflichen Wechsel
Florian Dawin: hatte, der weiß ja, dass dann, wenn man eben Entscheidung fällt für nach seinem Vertragsende,
Florian Dawin: dass man da ganz anders arbeitet, dass man da schon durchaus anders rangeht
Florian Dawin: und ja dann auch gar nicht mehr unbedingt die Konsequenzen vor Augen geführt
Florian Dawin: bekommt von seinen Entscheidungen.
Florian Dawin: Und ja, das war für mich sehr seltsam, dass man das so gemacht hat.
Florian Dawin: Eigentlich hätte man dann meiner Meinung nach auch sagen müssen,
Florian Dawin: okay, Michael Tarnath, Steffen Ziffert,
Florian Dawin: Schubidice übernehmen das, Jens Haustein und sind dann auch im Spieljahr 2026,
Florian Dawin: 2027 für die Planung zuständig.
Martin van Elten: Ja, also erstmal, das ist das Grundsätzliche, aber es passt natürlich in den
Martin van Elten: Schlingerkurs, den es schon jetzt über Monate gibt,
Martin van Elten: dass man auf der einen Seite sagt, ja, wir wollen jetzt was komplett Neues,
Martin van Elten: wir wollen jetzt den, wir holen erst Lars Fuchs,
Martin van Elten: der holt dann Tarnat und Tarnat holt Trabowski, die sich alle aus Hannover kennen
Martin van Elten: und die Hannover Connection ist jetzt das, was uns retten soll.
Martin van Elten: Und man stellt jetzt aber fest, oh, wir sind jetzt so kurz vorm Abgrund.
Martin van Elten: Es gibt keine Argumente mehr, mit ihnen weiterzumachen. Weil das ist doch die
Martin van Elten: Frage, die mir jetzt heute stellt.
Martin van Elten: Was hat denn nach so einer Leistung wie am Samstag überhaupt noch für das Duo
Martin van Elten: oder das Trio, wie man es auch immer sieht, was hat denn überhaupt noch für
Martin van Elten: die aktuellen sportliche Führungen gesprochen?
Florian Dawin: Das ist eine sehr gute Frage, die aber man eigentlich auch schon auf zwei,
Florian Dawin: drei Spieltage zuvor werfen kann und sagen kann, was hat denn eigentlich dafür noch gestimmt,
Florian Dawin: dass man nach einem Heimspiel gegen Aachen oder auch einer sehr enttäuschenden
Florian Dawin: ersten Halbzeit bei Rot-Weiß-Essen noch weiter an diesem Team festgehalten hat.
Florian Dawin: Also im Trainerteam kann man vielleicht noch ein Argument finden,
Florian Dawin: aber ich hätte ehrlich gesagt gedacht, dass man dann auch schon Mitte März sagt,
Florian Dawin: also mit dir, Michael Tarnert, geht es leider nicht weiter.
Florian Dawin: Wir suchen uns eine andere Lösung.
Florian Dawin: Und ja, das war dann auch für mich so ein bisschen.
Florian Dawin: Jetzt hat man dann Steffen Ziffert dazu geholt.
Florian Dawin: Man hat Schubidize, wollte man mit reinnehmen, Haustein, also vier Leute,
Florian Dawin: wo wieder vier Leute verschiedene Meinungen haben und am Ende vielleicht für gewisse Leute,
Florian Dawin: Entscheidung für Spieler oder eben für, ja, dass man keine Spieler bekommen
Florian Dawin: hat, bestimmte Spieler bekommen hat, keiner die für Verantwortung übernimmt.
Martin van Elten: Geht es aber nicht vielleicht auch einfach darum, die Verantwortung jetzt nochmal
Martin van Elten: nachträglich zu vermitteln?
Martin van Elten: Sozusagen zu verteilen, dass der Vorstand dann immer sagen kann,
Martin van Elten: ja wir haben ja alles probiert, aber es hat mit dem nicht funktioniert und mit
Martin van Elten: dem nächsten nicht und eigentlich ist ja vielleicht die grundsätzliche falsche Entscheidung,
Martin van Elten: dass man Jens Hertel festgehalten hat, mehrmals, also jetzt ja nicht nur im
Martin van Elten: Dezember, sondern ja auch schon im September, wo klar war, dass das mit,
Martin van Elten: Jörg Emmerich vielleicht nicht passt, wo auch vielleicht klar war,
Martin van Elten: dass es mit Matze Heidrich nicht passt und Und ja,
Martin van Elten: mal zu halte ich kann man natürlich auch dann, noch muss man ja auch noch in
Martin van Elten: die Verantwortung für den Kader nehmen, dass der Kader vielleicht nicht rund
Martin van Elten: war, dass die Spieler vielleicht nicht gut genug sind und dass man sich vielleicht
Martin van Elten: ein bisschen naiv darauf verlassen hat, dass Marcel Bär irgendwann wieder gesund ist.
Florian Dawin: Ja, oder vielleicht ist es auch einfach jetzt nochmal der Impuls, dass man sagt, okay,
Florian Dawin: da geht es jetzt nicht weiter, also was ist nicht weiter, da verbessert sich jetzt nichts,
Florian Dawin: jetzt sind wir uns wirklich klar darüber,
Florian Dawin: dass wir diese Aufholjagd nicht mehr starten können nach diesem Spiel und jetzt
Florian Dawin: versucht man wieder sich so auf die alten Tugenden, die Wismut-DNA und mit Schubiditze,
Florian Dawin: einen alteingesessenen Spieler, der nun eben Trainer,
Florian Dawin: den Trainerschein hat erstmal,
Florian Dawin: aber auch Kompetenzen in dem Bereich hat, dass man wieder an vergangene Jahre
Florian Dawin: anknüpft und die Leute, die damals in Verantwortung waren, wieder zurückholt
Florian Dawin: und die sich dann auch mit dem,
Florian Dawin: besser mit der Regionalliga Nordost auskennen, in die wir ja jetzt absteigen
Florian Dawin: werden und wo wir ja auch Scouting-technisch bestimmt die Spieler herbekommen müssen.
Florian Dawin: Wir werden ja Spieler aus der Region irgendwie bekommen.
Florian Dawin: Wir werden ja kaum noch Spieler irgendwie aus dem Westen großartig bekommen oder aus dem Süden.
Florian Dawin: Gibt es ja auch für die Spieler keine Argumente dann hier hin zu wechseln.
Martin van Elten: Ist das Folklore oder ist das...
Martin van Elten: Und geht es auch wieder darum, dass man es dem Tarnath nicht zutraut.
Martin van Elten: Also ich zum Beispiel hätte mich jetzt gefragt, also hätten wir jetzt am Mittwoch
Martin van Elten: aufgenommen, welche Kompetenz hat denn Tarnath im Bereich der Regionalliga Nord-Ost?
Martin van Elten: Ich meine, dieses Ost-West-Ding ist nochmal eine andere Sache,
Martin van Elten: aber er hat doch einfach auch nicht auf dem Niveau der vierten Liga gearbeitet,
Martin van Elten: genauso wenig wie auf dem Niveau der dritten Liga.
Martin van Elten: Er war halt im Nachwuchs bei Hannover 96 vor ein paar Jahren und weiß ich nicht,
Martin van Elten: was er danach gemacht hat.
Martin van Elten: Man schreibt ihm natürlich immer ein Netzwerk zu, weil es natürlich auch ein
Martin van Elten: guter Spieler war und er natürlich auch ein ehemaliger Nationalspieler ist,
Martin van Elten: also sicherlich ein Fußballfachmann,
Martin van Elten: aber so aus meiner Sicht sind halt die Mannschaften erfolgreich in der Regionalliga Nordost,
Martin van Elten: die auch den Markt irgendwie kennen und die natürlich auch wissen,
Martin van Elten: welche Spieler sind hungrig, welche Spieler können vielleicht nochmal einen
Martin van Elten: Sprung machen, kennen auch die Liga, können auf dem Niveau mithalten.
Martin van Elten: Weil wir haben ja normalerweise immer Spieler geholt, die vielleicht sogar eine
Martin van Elten: Liga oder zwei niedriger gespielt haben.
Martin van Elten: Aber jetzt werden wir ja wahrscheinlich auch einfach vermehrt auf Regionalligaspieler
Martin van Elten: setzen, die halt auch gestanden sind.
Martin van Elten: Alleine, wenn man jetzt auch das Budget dafür hat, gute Regionalligaspieler halt zu bezahlen.
Martin van Elten: Ja, ich weiß es nicht. Also ich würde schon die erste Entscheidung diese Woche
Martin van Elten: infrage stellen. gerade in der Kombination dass der Kurs natürlich jetzt sehr
Martin van Elten: schlingerhaft aussieht.
Florian Dawin: Wir spekulieren ja jetzt ja immer nur und du hast ganz recht,
Florian Dawin: wir brauchen jemanden, der sich mit der Regionalliga Nordost auskennt,
Florian Dawin: die Spieler, die wir dafür brauchen.
Florian Dawin: Vielleicht hat man auch mittlerweile so in den letzten zwei,
Florian Dawin: drei Wochen schon intern gesehen,
Florian Dawin: dass Michael Tarnath nicht so ganz mit den perfekten Ideen da um die Ecke kam
Florian Dawin: oder wo dann der Vorstand oder der Aufsichtsrat oder auch der Ehrenrat vielleicht,
Florian Dawin: wenn sie schon involviert waren in bestimmte Prozesse,
Florian Dawin: gesagt haben, ja, damit willst du jetzt in der Regionalliga Nordost was reißen. Das wird nichts.
Florian Dawin: Ich könnte mir einfach vorstellen, dass da auch in diesem ganzen Bereich des
Florian Dawin: Vorstands, des Aufrichtsrats sehr unterschiedliche Meinungen waren.
Florian Dawin: Es aber noch kein Übergewicht dafür gab, dass man sagt, wir beenden jetzt schon
Florian Dawin: die Personalie Michael Tarnert, denn man hat ihn ja auch geholt.
Florian Dawin: Irgendwer oder irgendwelche Leute haben sich ja im Dezember dafür ausgesprochen,
Florian Dawin: ihn zu verpflichten und vielleicht ist jetzt einfach wirklich klar geworden,
Florian Dawin: das wird nichts mehr und haben sich die Gewichtverhältnisse im Vorstand,
Florian Dawin: im Aufsichtsrat, in den entscheidenden Gremien eben dann verändert.
Martin van Elten: Du sagst das ja wieder, die Gremien.
Martin van Elten: Ich finde es dieses Mal bemerkenswert, dass in der Mitteilung explizit der Vorstand drinsteht.
Martin van Elten: Der Vorstand will sich als handelnde Person, glaube ich, darstellen.
Martin van Elten: Also ist ja auch richtig, haben wir ja auch besprochen, dass der Aufsichtsrad
Martin van Elten: ja eigentlich für die längeren Linien verantwortlich ist.
Martin van Elten: Und wir hatten ja auch in der Vergangenheit kritisiert, dass das Referieren
Martin van Elten: auf die Gremien dazu führt, dass nicht klar ist, ob das jetzt der Vorstand oder
Martin van Elten: der Aufsichtsrat ist und noch weniger klar ist, welche Personen das in den Gremien denn sind.
Martin van Elten: Und ich finde auch, zumindest ist in der aktuellen Mitteilung klar,
Martin van Elten: dass es um den Vorstand geht und vor allen Dingen um den Sportvorstand Jens
Martin van Elten: Haustein, der sich damit ja auch sozusagen die Verantwortung anreißt, die er ja auch hat.
Martin van Elten: Also das finde ich schon mal gut,
Martin van Elten: aber klar, wir spekulieren jetzt, aber man könnte es durchaus so interpretieren,
Martin van Elten: dass man sich Mitte der Woche nicht eingestehen wollte, es klappt vielleicht mit Tarnat nicht,
Martin van Elten: aber man ist jetzt durch die sportlichen Entwicklungen halt so unter Handlungsdruck,
Martin van Elten: dass man auch keinen mehr verkaufen kann, dass der bleibt, bleiben sollte.
Florian Dawin: Ja, ich glaube, das ist ein Prozess und dieser Prozess ist jetzt scheinbar am
Florian Dawin: Ende seiner Negativspirale,
Florian Dawin: aber zumindest haben wir jetzt diesen Prozess beendet im Sinne,
Florian Dawin: dass er, Michael Tharnath,
Florian Dawin: eben nicht mehr weiter bei uns arbeiten wird.
Florian Dawin: Und dann können wir eigentlich nur hoffen, dass die Leute, die jetzt die Kaderplanung
Florian Dawin: für nächstes Jahr übernehmen, wirklich gute Entscheidungen treffen.
Florian Dawin: Denn wir brauchen nächstes Jahr eine gute Mannschaft.
Florian Dawin: Wir können uns nicht, oder eigentlich wollen wir so schnell wie möglich aufsteigen
Florian Dawin: wieder in die dritte Liga.
Florian Dawin: Denn wir wissen alle, wenn alle Vereine, die länger in der Regionalliga drin
Florian Dawin: bleiben, da muss man dann finanziell sehr schnell sehr weit runterfahren.
Florian Dawin: Und viele Vereine kämpfen da ums finanzielle Überleben.
Martin van Elten: Lass uns nochmal auf die Rückrunde sportlich blicken.
Martin van Elten: Ich glaube, die Ausgangslage war natürlich mehr als schwierig. 20.
Martin van Elten: Spieltag, man hat direkt bei Hansa in der Nachspielzeit verloren.
Martin van Elten: Da wurde vielleicht auch noch vieles übertüncht davon, dass das Ergebnis natürlich
Martin van Elten: unglücklich war, aber natürlich auch null Punkte.
Martin van Elten: Dann hatte man das blutleere Spiel gegen den SSV Ulm, 0 zu 3 zu Hause,
Martin van Elten: da hat auch noch P-Pitch ein Tor gemacht und dann eben das 1 zu 3 in Havelsevoj,
Martin van Elten: wo wir ja auch anwesend waren und damit hatte man ja schon zwei Sechspunkte-Spiele verloren.
Martin van Elten: Dann kam Christoph Dabrowski, holt ein 0-0 gegen Saarbrücken,
Martin van Elten: wo man natürlich auch sicher hätte gewinnen müssen und ein 2-2 gegen Fortuna Köln.
Martin van Elten: Und seitdem sind wir punktlos.
Florian Dawin: Ja, das ist halt eine niederschlagende Bilanz.
Florian Dawin: Das ist rein von den Punkten niederschlagend. Das ist, wenn man so in jedes
Florian Dawin: Spiel reinguckt und sich daran erinnert, gibt es immer Situationen,
Florian Dawin: wo man denkt, das kann ja nicht sein.
Florian Dawin: Minus Pepe schießt ein Tor. Gut, das ist jetzt eine andere Sache,
Florian Dawin: aber da fällt mir gleich die rote Karte für Ryan Malone ein.
Florian Dawin: Havelse, wir führen 1-0 zur Halbzeit, richtig, ne? 1-0.
Martin van Elten: Da war ja noch nicht Training, ja.
Florian Dawin: Ja, aber so vom, und dann lassen wir uns das Spiel, geben wir das Spiel ab,
Florian Dawin: also durch leichte Tore.
Florian Dawin: Saarbrücken wirklich nicht doll gespielt, Viktoria Köln auch erst hinten gelegen
Florian Dawin: und auch glücklich, sag ich mal, zurückgekommen, den Rückstand aufgeholt.
Florian Dawin: Osnabrück gleich, auch wenn Osnabrück natürlich jetzt auch einfach alle Spiele
Florian Dawin: holt, aber du kannst in viele Spiele einfach hier reingucken und du hast immer
Florian Dawin: individuelle Fehler, immer Dinge, wo du denkst, das kann nicht sein.
Florian Dawin: Die erste Halbzeit gegen Essen, wo die Mannschaft gefühlt nicht auf dem Platz
Florian Dawin: stand und froh sein kann, dass sie noch das 3-1 mit quasi mit dem Halbzeitpfiff,
Florian Dawin: schießt und dadurch überhaupt erst die Möglichkeit hatte, wieder ranzukommen,
Florian Dawin: Das ist niederschlagend und einfach eine Katastrophe.
Martin van Elten: Aber wo ist der Anteil vom Trainer? Könnte man ja ketzerisch fragen.
Florian Dawin: Das ist immer eine schwere Frage.
Florian Dawin: Ich denke, dass er schon viele Dinge versucht hat.
Florian Dawin: Aber auch, dass Ruder nicht mehr rumreißen kann. Natürlich steht die Mannschaft
Florian Dawin: da auch in der Verantwortung.
Florian Dawin: Wir haben ja oft genug über Führungsspieler gesprochen, die wir im Moment nicht
Florian Dawin: haben. beziehungsweise die im Moment in vielen Spielen einfach in der Krise sind.
Florian Dawin: Aber man hat sich natürlich auch oft von Christoph Dabrowski,
Florian Dawin: der ja ein ganz anderes Auftreten hat als Jens Hertel.
Florian Dawin: Jens Hertel ein sehr ruhiger Zeitgenosse, Christoph Dabrowski ein sehr aufbrausender Zeitgenosse.
Florian Dawin: Aber irgendwie hat das auch nicht gefruchtet.
Martin van Elten: Ja, ich meine natürlich eine Bilanz. Zwei Punkte in neun Spielen sind 0,22 Punkte.
Martin van Elten: Ist mit Abstand der schlechteste Trainer natürlich in den letzten Jahren.
Martin van Elten: Sogar schlechter als Thomas Letsch, weiß ich nicht, wahrscheinlich.
Martin van Elten: Thomas Letsch hat ja kein Ligaspiel gemacht. Doch, oder eins, weiß ich gar nicht mehr.
Florian Dawin: Eins meine ich. Egal.
Martin van Elten: Es ist ja auch egal. Ich würde aber sagen, vielleicht der Fehler oder einer der letzten Fehler ist,
Martin van Elten: dass du jetzt natürlich das Gefühl hattest mit der Umstellung auf Dreierkette
Martin van Elten: im Spiel gegen Hoffenheim, dass das auch nochmal so jetzt das Fass zum Überlaufen bringt.
Martin van Elten: Also sowas, dass du das Gefühl hast, dass die Mannschaft ja,
Martin van Elten: gibt es das gegen den Trainerspielen?
Martin van Elten: Nein, aber dass die Mannschaft halt auch einfach ja, Auflösungserscheinungen hat.
Florian Dawin: Also vielleicht nochmal durch diese Umstellung nochmal deutlicher verunsichert
Florian Dawin: war, weil sie selber nicht gut mit diesem System klarkamen.
Florian Dawin: Vielleicht ist das die Entscheidung.
Florian Dawin: Und man muss fairerweise auch sagen, natürlich hat Dabrowski auch keine Trainingslage
Florian Dawin: gehabt, keine komplette Saisonvorbereitung mit. und jetzt viele englische Wochen.
Florian Dawin: Aber ja, diese Umstellung ist vielleicht dann irgendwie der Tropfen auf dem heißen Stein.
Martin van Elten: Ja, aber das erinnert mich so wie damals das Spiel gegen Verl mit Dotschef oder
Martin van Elten: das Spiel Schuster mit Paderborn.
Florian Dawin: 3-8.
Martin van Elten: Das sind diese Spiele. Danach kannst du halt keinen mehr verkaufen,
Martin van Elten: dass jemand in einem Amt bleibt. und da ist einfach der Druck auf dem Kessel,
Martin van Elten: zu hoch. Ich meine, wir haben auch schon darüber diskutiert,
Martin van Elten: in den letzten Monaten, die Leute sind vielleicht ja sogar zu wenig auf den Barrikaden.
Martin van Elten: Sie nehmen es halt hin oder man hat sich dran gewöhnt.
Martin van Elten: Der Abstieg wird da jetzt ein bisschen auch zu, ja, weiß ich nicht,
Martin van Elten: es wäre jetzt auch übertrieben, wie man sagt, der wird zur Kenntnis genommen,
Martin van Elten: aber ich finde, es ist schon nochmal deutlich ruhiger in dem Umfeld bei uns
Martin van Elten: als bei anderen Vereinen, da wird die Hütte noch mehr brennen.
Florian Dawin: Ja, ich habe mich gestern Abend gefragt, während ich hier das Spiel Hertha BSC
Florian Dawin: gegen Dynamo geguckt habe.
Florian Dawin: Bei einem der beiden Vereine hätte die Mannschaft schon längst irgendwann mal
Florian Dawin: nach dem Spiel das Trikot abgeben müssen, symbolisch vor der Fankurve.
Florian Dawin: Was ich jetzt auch nicht für gut halte. Ich weiß nicht, welche Effekte das haben soll.
Florian Dawin: Aber es hat irgendwo in dieser Saison der richtige Weckruf gefehlt.
Florian Dawin: Und da sind natürlich Entscheidungen gefällt worden mit Lars Fuchs,
Florian Dawin: mit Matze Heydrich, beziehungsweise er hat die Entscheidung selber in die Hand genommen.
Florian Dawin: Aber an diese Entscheidung sind alle irgendwie nach hinten losgegangen,
Florian Dawin: sind alle ins Negative gefallen. Keiner von dem hat einen positiven Effekt gebracht.
Florian Dawin: Und ich weiß nicht, ob davon aus dem Fan-Umfeld oder aus dem Sponsoren-Umfeld
Florian Dawin: oder aus dem direkten Vorstand, Ehrenrat, Aufsichtsrat irgendwo nochmal,
Florian Dawin: es hätte lauter sein müssen.
Florian Dawin: Bei einigen können wir es ja auch noch spekulieren. Aber,
Florian Dawin: Irgendwie ist der Eindruck halt rückwirkend so, dass man sich so eingeschlichen
Florian Dawin: hat und gesagt hat, wir arbeiten hier ruhig weiter.
Martin van Elten: Es legt so eine Schwere über dem Verein.
Florian Dawin: Ja, das ist so Schwere.
Martin van Elten: Ich finde das komisch. Ich kann ja auch keinem erklären, was ist der Einfluss von diesem Fahnenklau.
Martin van Elten: Aber zum Beispiel sowas, das wirkte natürlich schon, also zu der Zeit,
Martin van Elten: als es natürlich passiert ist, da lief es bei der Mannschaft ja auch noch besser,
Martin van Elten: aber man könnte auch das Gefühl haben, dass teilweise die Verunsicherung von
Martin van Elten: außen auch so ein bisschen auf die Mannschaft übertragen wurde.
Martin van Elten: Ich will jetzt nicht sagen, ich sage jetzt nicht Fans sind dafür verantwortlich,
Martin van Elten: aber zumindest in anderen Situationen hätte es von außen eine positive Verstärkung
Martin van Elten: gegeben und so gab es über weite Teilen der Saison halt eine negative Verstärkung
Martin van Elten: und als man dann wieder bereit war irgendwie zusammenzustehen,
Martin van Elten: dann war man ja schon auch so ein bisschen an Boden.
Martin van Elten: Also zum Beispiel mit dem Negativ-Ausfällen, natürlich auch mit dem Havelse-Spiel,
Martin van Elten: wo sich die Leute dann gegenseitig angepöbelt haben.
Florian Dawin: Ja, das ist ganz schwierig zu beschreiben, wo es in dieser Saison so gehakt hat.
Florian Dawin: Natürlich ist auch die Mannschaft in der Verantwortung. Aber das ist jetzt schwierig,
Florian Dawin: darüber zu spekulieren, nachzudenken.
Florian Dawin: Eigentlich muss man jetzt erstmal für die nächsten sieben Spiele sind es noch.
Florian Dawin: Sieben Spiele sind es noch.
Florian Dawin: Das klare Ziel ist ja vom Vorstand vorgegeben, im Sachsenpokal gewinnen,
Florian Dawin: um den DFB-Pokal zu erreichen.
Florian Dawin: Und man muss sich vernünftig aus der Sieger verabschieden.
Florian Dawin: Und dazu heißt es jetzt erstmal, vernünftige Auftritte wieder,
Florian Dawin: überhaupt mal einen Sieg holen.
Florian Dawin: Denn, das habe ich glaube ich schon vor zwei, drei Folgen gesagt,
Florian Dawin: nichts wäre das Schlimmste,
Florian Dawin: als wenn wir da am letzten Spieltag noch gegen Schweinfurt in Schweinfurt,
Florian Dawin: ohne Sieg in der Rückrunde stehen und dann auch noch bei Schweinfurt unentschieden
Florian Dawin: spielen oder verlieren und dann absteigen.
Florian Dawin: Das wäre peinlich ohne Ende und wir müssen ja eine Aufbruchsstimmung,
Florian Dawin: jetzt irgendwie eine gewisse positive Stimmung irgendwie kreieren,
Florian Dawin: um dann in die nächste Saison zu blicken.
Florian Dawin: Und auch Spieler, also wir müssen den Verein ja auch für Spieler attraktiv machen.
Martin van Elten: Ich würde nochmal mit dir zurück zu den Gremien wollen. Wer hat denn aus deiner
Martin van Elten: Sicht die größte Verantwortung an der Misere?
Florian Dawin: Tja, Sportvorstand und Präsident. Also Schlesinger und Hausten würde ich jetzt
Florian Dawin: mal einfach, das sind die Leute, die ja am Ende die Entscheidung eigentlich
Florian Dawin: tragen müssen. Meine Entscheidungsgewalt haben.
Florian Dawin: Nach außen auch diejenigen sind, die halt meistens kommunizieren.
Florian Dawin: Wir erinnern uns noch an den Auftritt von,
Florian Dawin: Schlesinger, den du ja auch ein bisschen kurios fandest.
Martin van Elten: Du meinst nach dem Spielen gegen Cottbus?
Florian Dawin: Ja, genau.
Florian Dawin: Ich glaube, das sind die Leute, die da verantwortlich sind. Und ich glaube,
Florian Dawin: wir beide haben auch schon öfter darüber gesprochen,
Florian Dawin: eigentlich müsste da irgendwo in dieser Vorstandsetage auch noch Verantwortung übernommen werden.
Martin van Elten: Ja, das ist für mich die eine Frage.
Martin van Elten: Also für mich ist erstmal die Frage, wer ist überhaupt formal verantwortlich
Martin van Elten: und da bin ich bei dem Punkt, bei der Kenntnis der Satzung und der Struktur
Martin van Elten: ist erstmal der Vorstand verantwortlich.
Martin van Elten: Der entscheidet ja auch über die Verträge, über die Anstellung,
Martin van Elten: über die Entlassung, über was weiß ich, über Vertragsverfung.
Martin van Elten: Das ist ja formal sozusagen auch der Arbeitgeber und der Aussichtsrat wird ja
Martin van Elten: kontrolliert, kontrolliert ja den Vorstand und wählt ja natürlich.
Martin van Elten: Und damit ist ja erstmal der Vorstand für alles Operative verantwortlich.
Martin van Elten: Ich glaube, das Ding ist, warum wird immer von den Gremien gesprochen?
Martin van Elten: Es geht natürlich darum, eine Verantwortung zu verteilen und eine Verantwortung
Martin van Elten: nicht mehr sichtbar zu machen, der jetzt konkret persönlich eine Verantwortung trägt.
Martin van Elten: Und das wäre jetzt böse gesagt, dass das so ist, aber ich glaube,
Martin van Elten: die Leute sind auch gewohnt, eine Einheit auszustrahlen oder eine,
Martin van Elten: sagen wir mal, eine, wie sagt man das,
Martin van Elten: eine Geschlossenheit auszustrahlen.
Martin van Elten: Und die haben so die Idee, wenn der Verein geschlossen ist und als eine Person
Martin van Elten: auftritt oder als einen Körper, dann ist es gut.
Martin van Elten: Das stimmt grundsätzlich natürlich auch erstmal. Firmen oder Organisationen,
Martin van Elten: die geschlossen auftreten, werden natürlich auch positiver wahrgenommen von
Martin van Elten: Geschäftspartnern oder von Sponsoren oder von Fans oder was auch immer.
Martin van Elten: Aber ich meine, es gibt ja nicht ohne Grund diesen Spruch mit dem der Erfolg
Martin van Elten: hat viele Väter und der Misserfolg.
Martin van Elten: Wie geht das nochmal weiter?
Florian Dawin: Weiß ich nicht. Auf jeden Fall, was ich einfach noch dabei denke,
Florian Dawin: ja, du sagst, Geschlossenheit ist wichtig, das ist natürlich richtig,
Florian Dawin: aber diese Geschlossenheit haben sie jetzt nach außen hin das ganze Jahr gezeigt,
Florian Dawin: haben mehrere Entscheidungen gefällt und die sind alle verpufft und falsch oder
Florian Dawin: ja, haben sich am Ende als falsch rausgestellt.
Florian Dawin: Am Ende gibt es da auch dann das Sprichwort, wir kennen das klassische Bauernopfer.
Florian Dawin: Im Prinzip muss da aus dem Vorstand jemand dann auch eben für mich das Bauernopfer
Florian Dawin: spielen, unabhängig dafür, um dann eben auch eine Veränderung nach außen zu
Florian Dawin: zeigen, denn sie haben diese Entscheidung gefällt.
Florian Dawin: Und es ist dramatisch, dass wir jetzt in die Regionalliga absteigen werden und
Florian Dawin: verheerend mit dieser Rückrunde.
Florian Dawin: Und da kann man sich nicht hinstellen und sagen, ja, alles ist gut,
Florian Dawin: wir installieren jetzt Schubidize, Kern und jetzt muss ich nochmal auf das Zettelchen
Florian Dawin: gucken, ja, Haustein dazu.
Florian Dawin: Es ist ja auch noch nicht ganz klar, wer dann im nächsten Jahr die Trainerverantwortung
Florian Dawin: übernimmt, ob das dann Schubidiz ist, das ist ja erstmal eine Interimslösung, aber da muss.
Florian Dawin: Meiner Meinung nach sollte in naher Zukunft da auch nochmal dann dieses sogenannte
Florian Dawin: Bauernopfer, dieses sogenannte Bauernopfer geben, um das nach außen zu zeigen.
Florian Dawin: Wir haben auch darüber reflektiert, über unsere Prozesse und haben uns entschieden,
Florian Dawin: da auch eine Veränderung innerhalb unseres Vorstands vorzunehmen.
Martin van Elten: Naja, also ich weiß nicht, ob ich es jetzt heute schon gesagt habe,
Martin van Elten: aber mir kommt es auch so vor, dass natürlich, wir haben nochmal gehandelt,
Martin van Elten: das zeigt natürlich auch schon mal,
Martin van Elten: ja, das könnte man auch präventiv jetzt so interpretieren, als der Vorstand
Martin van Elten: versucht die Verantwortung von sich wegzuhalten.
Martin van Elten: Er kann ja dann argumentieren, wir haben es ja versucht, es ging ja mit verschiedenen
Martin van Elten: Leuten nicht, es ging weder mit dem Tarnat nicht und wenn es jetzt mit den internen
Martin van Elten: Lösungen oder den sogenannten internen Lösungen nicht klappt,
Martin van Elten: dann klappt es halt mit Keimen mehr, ich weiß es nicht.
Martin van Elten: Also ich meine, so ein bisschen ist dieses Kommunizieren ja auch so die Verantwortung,
Martin van Elten: ja, ein bisschen zu diffundieren.
Martin van Elten: Oder ich meine, ich erinnere mich jetzt nochmal, das hatten wir,
Martin van Elten: glaube ich, auch schon letzte Woche, dass dann nochmal rauskam,
Martin van Elten: wie zum Beispiel Pavel Dotschev entlassen wurde.
Martin van Elten: Dass das dann nochmal rauskam, dass der Präsident der damalige Präsident,
Martin van Elten: dass der das dann ja sozusagen wie sagt man das heute, geleakt hat also dass
Martin van Elten: der das irgendwie durchgestochen hat und dass das ja eigentlich gar nicht,
Martin van Elten: rauskommen sollte und wer da mit wem nicht konnte und so, also dass diese Verantwortungszuschreibung,
Martin van Elten: dass das jetzt schon anfängt über Medien oder sagen wir mal im Vereinsumfeld
Martin van Elten: das finde ich natürlich schon.
Martin van Elten: Interessantes oder ein krasses Zeichen jetzt auch in Bezug auf die zukünftige,
Martin van Elten: Aufstellung des Vereins und ich meine, ich wäre jetzt nicht nur bei Bauernopfer,
Martin van Elten: finde ich eigentlich einen schlechten Begriff, also eigentlich muss der Vorstand sich hinstellen und,
Martin van Elten: sagen, es geht in der Konstellation weiter oder es geht halt nicht weiter und
Martin van Elten: wir müssen uns einen neuen Vorstand vielleicht auch dann suchen.
Martin van Elten: Oder suchen lassen.
Florian Dawin: Da wäre dann aber auch die Frage, wie stark unsere Vereinsmitglieder sind.
Martin van Elten: Ja.
Florian Dawin: Um sich da eben das einzufordern und Gehör zu verschaffen.
Florian Dawin: Denn das ist unser Verein und es gibt Möglichkeiten, darauf aufmerksam zu machen,
Florian Dawin: dass man damit unzufrieden ist.
Florian Dawin: Und dementsprechend sollten da die Vereinsmitglieder dann auch die Möglichkeiten
Florian Dawin: wahrnehmen, die sie haben.
Florian Dawin: Und wenn dann, ich habe das gar nicht richtig gesehen, da war gestern beim Spiel
Florian Dawin: irgendwie noch eine Tapete von der Fanszene in der zweiten Halbzeit,
Florian Dawin: bezog sich das irgendwie auf das Spiel, hast du das gesehen und mitbekommen?
Florian Dawin: Ja, da habe ich irgendwie nur beim 5-2 oder was weiß ich, war dann hinter einem
Florian Dawin: Tor zu sehen, dann eine Tapete, da habe ich gedacht, ja, die Fanszene ist ja auch ein Sprachrohr,
Florian Dawin: der Vereinsmitglieder und da muss aufmerksam gemacht werden,
Florian Dawin: da muss wachgerüttelt werden da haben wir eine Möglichkeit der Partizipation
Florian Dawin: und ich glaube da müssen diese Leute nochmal direkt angesprochen werden oder
Florian Dawin: muss das denen klar gemacht werden,
Florian Dawin: denn ja, sonst habe ich das Gefühl dass wir auch in die nächste Saison mit diesem,
Florian Dawin: ja es wird schon gut werden gehen und alles ist gut und wir machen das in unserer
Florian Dawin: ruhigen Art und nachher am Ende sind wir dann nach 10 Spieltagen irgendwo im
Florian Dawin: Niemandsland der Tabelle und ja,
Florian Dawin: Es wäre halt ein schlechter Start.
Martin van Elten: Eigentlich geht ja ein Traditionsverein nicht ohne Drama. Gerade bei so einem Abstieg.
Martin van Elten: Also das ist ja schon auch eine Charakteristik von einem Traditionsverein,
Martin van Elten: dass die Leute auf dem Zaun stehen, beleidigt sind, die Leute beleidigen,
Martin van Elten: was weiß ich, die Emotionen rauslassen.
Martin van Elten: Also eigentlich ist das für mich auch ein Charakteristikum von einem Traditionsverein.
Martin van Elten: Aber auch dann die Kräfte insofern zu bündeln, zu sagen, das ist jetzt schiefgelaufen,
Martin van Elten: aber es gibt jetzt halt die Leute, die den Karren wieder aus dem Dreck ziehen
Martin van Elten: wollen und gerade auch aus der Fanszene gibt es ja verschiedene Vereine,
Martin van Elten: wo sich dann auch Mitglieder haben den Vorstand wählen lassen oder den Verein
Martin van Elten: versucht in eine andere Richtung zu lenken, gerade wenn es dann auch erstmal runtergegangen ist.
Martin van Elten: Okay, das bleibt aus meiner Sicht bleibt es schon wünschenswert.
Martin van Elten: Aber ich weiß nicht, vielleicht ist es auch das Problem, dass man erstmal die
Martin van Elten: Streitkultur und die Vereinsdemokratie irgendwie weiter lernen muss oder erstmal
Martin van Elten: verinnerlichen muss auch.
Martin van Elten: Also ich finde, ich mache nochmal einen anderen Punkt auf.
Martin van Elten: Zum Beispiel, ich finde auch immer ganz fürchterlich, wenn alles immer als so
Martin van Elten: eine Unruhe abgetan wird.
Martin van Elten: Weißt du, wenn eingefordert wird, dass es eine Partizipation gibt oder wenn
Martin van Elten: halt eine Erklärung im Verein eingefordert wird, dann wird immer gerne an die
Martin van Elten: Geschlossenheit appelliert.
Martin van Elten: Oder die Ruhe verlangt. Weißt du, was ich meine? So, es ist teilweise auch wirklich
Martin van Elten: undemokratisch von der Denkweise, weil, ja, der Grundwert von Demokratie oder
Martin van Elten: von demokratischer Teilhabe ist ja Streit.
Martin van Elten: Aber Streit wird immer gerne als was Negatives dargestellt.
Florian Dawin: Nee, ist es ja nicht, natürlich. Ich würde da an zwei Punkten noch anknüpfen
Florian Dawin: oder noch zwei Punkte nennen wollen.
Florian Dawin: Für alle, die das dann hören, eben, wir wollen natürlich jetzt nicht,
Florian Dawin: dass es in einer großen Unruhe und Unmut und Beschimpfung von Spielern und Funktionären endet.
Florian Dawin: Also es soll eben eine vernünftige, ordentliche und faire Kritik sein und sachlich dazu.
Florian Dawin: Und das ist einerseits eine wichtige Sache und andererseits nehmt es einfach
Florian Dawin: wahr und als Möglichkeit, da unseren Verein wieder in die richtige Spur zu bringen.
Martin van Elten: Ja, genau.
Florian Dawin: Und der nächste Punkt und noch ein Punkt, falls jemand das hört,
Florian Dawin: wir gucken natürlich immer nur von außen drauf.
Florian Dawin: Wir haben gerade beim Thema Fanschen, da sind wir überhaupt nicht,
Florian Dawin: ganz ehrlich, nicht nah dran.
Florian Dawin: Da soll sich jetzt auch, also wenn da Gespräche laufen oder Leute schon da mehrfach
Florian Dawin: die Tür sozusagen symbolisch eingetreten haben und gesagt haben,
Florian Dawin: hier Leute, das und das läuft nicht und so weit und so fort,
Florian Dawin: macht das so und so oder wir wollen da irgendwie unterstützen,
Florian Dawin: dann nehmt es uns nicht übel, könnt uns natürlich auch immer kontaktieren und
Florian Dawin: schreiben und uns dann eben aufklären, wenn da schon Dinge passiert sind.
Florian Dawin: Wir gucken da eben auch nur von außen drauf und sind dann auch nicht so supergut
Florian Dawin: im Erzgebirge vernetzt.
Martin van Elten: Ja, das hat jetzt nichts mit vernetzt zu tun. Ich finde auch,
Martin van Elten: dass gewisse Interna nicht in halb öffentliche oder öffentliche Podcasts gehören.
Martin van Elten: Also es sollen die Leute gerne da arbeiten, wo sie arbeiten und es muss auch
Martin van Elten: nicht immer alles publik gemacht werden.
Martin van Elten: Und ich meine, das ist jetzt eine Reflexion von der Situation,
Martin van Elten: natürlich auch aus unserer Sicht,
Martin van Elten: gemischt aus einer Fernperspektive, die wir manchmal natürlich auch haben,
Martin van Elten: aber auch gemischt mit den Eindrucken, die wir natürlich auch rund um die Spiele
Martin van Elten: so haben, die ja dann durchaus auch groß sind.
Martin van Elten: Und ja, vor Ort ist natürlich auch ein gutes Stichwort.
Martin van Elten: Tobias und ich waren ja auch vor Ort beim Sachsen-Pokalspiel des SSV-Fortschritt Lichtenstein.
Martin van Elten: Nicht das Land, sondern die Stadt in der Nähe von der Robert-Schumann-Stadt. Sag es mal so neutral.
Martin van Elten: Ein 10 zu 0 war es am Ende und das Ganze hat ja mit einer Schrecksekunde begonnen.
Martin van Elten: Ryan Malone hat einen Ball auf der Linie geklärt. Da hätte es durchaus auch
Martin van Elten: einschlagen können und dann wäre es vielleicht ein anderes Spiel geworden.
Martin van Elten: So war es dann doch ein eher einseitiges Spiel. Okanze hat sein erstes Tor für Aue gemacht.
Martin van Elten: Collins hat zweimal getroffen, Ricky Bornstein hat dreimal getroffen.
Martin van Elten: Und ich glaube, wir hören mal direkt ins erste Interview mit Ricky Bornstein rein.
Interviews: Ricky Bornstein, sollte ich lieber sagen, Mr. Sachsen-Pokal.
Interviews: Im Sachsen-Pokal triffst du, wie du willst. Wie machst du das?
Interviews: Erstmal danke, ja. Ich versuche einfach, das Spielzeit, die ich bekomme,
Interviews: das meiste rauszuholen.
Interviews: Ich glaube, da habe ich nicht ganz verlernt, wo das Tor steht.
Interviews: Und ja, ich glaube, dass ich hier halt Spielzeit bekomme.
Interviews: Und ja, die Chancen für so gut wie es geht versuche zu nutzen.
Interviews: Natürlich ist es jetzt nicht mit dem Niveau in der Dritten Liga zu vergleichen.
Interviews: Aber ich glaube auch, dort kommt es halt so, wann es mal auf der Platte steht.
Interviews: Das ist mir in den letzten Wochen nicht so gut gelungen, beziehungsweise sind
Interviews: die Entscheidungen dann oft gegen mich gefallen.
Interviews: Und ja, das geht zu akzeptieren. Und deswegen versuche ich dann,
Interviews: in den Spielen so seriös wie möglich ranzugehen, meine Tore zu machen und meinen Job zu erledigen.
Interviews: Und ja, habe ich getan und bin sehr froh darüber.
Interviews: Auf jeden Fall. Glaubst du denn, kannst du im Wachsenpokal oder auch bei anderen
Interviews: Gegnern deine Stärken jetzt noch besser einbringen als in der dritten Liga? Was denkst du?
Interviews: Glaube ich nicht. Ich glaube, ich kann auch meine Stärken ganz gut in der dritten Liga einbringen.
Interviews: Natürlich war es jetzt eine schwierige Zeit. Ich glaube, der Spielrhythmus ist
Interviews: mit das Wichtigste für den Spieler.
Interviews: Dass man die Zeiten bekommt, die Einsatzzeiten bekommt.
Interviews: Und ja, natürlich über kurze Einsätze sich empfiehlt, aber natürlich ist es
Interviews: auch wichtig, mal länger zu spielen.
Interviews: Ja, dafür gebe ich Gas, trainiere hart und ich glaube, dass ich meine Qualitäten
Interviews: auch in Liga 3 zeigen kann, auf Dauer. Ja, schauen wir mal.
Interviews: Was könnt ihr euch jetzt aus diesem Spiel mitnehmen? So an Taktik,
Interviews: an Struktur und so weiter und so fort?
Interviews: Ja, es ist natürlich schon ein bisschen anders. Ich glaube, es ist...
Interviews: Auch phasenweise trotzdem so, dass man in der dritten Liga, wenn man gerade
Interviews: hinterherrennen sollte oder wenn man, keine Ahnung, Überzahl oder sowas ist,
Interviews: auch mal gegen einen tiefen Block spielt.
Interviews: Vielleicht dann mit noch höherer Entlastung und noch höherer Qualität im Konter,
Interviews: dann beim Gegner-Team. Aber ich glaube, wir können es mitnehmen,
Interviews: dass wir das Spiel gewonnen haben, was wichtig ist.
Interviews: Und ja, das Siegergefühl ist trotzdem gut. Ich glaube, egal gegen welchen Gegner,
Interviews: man will jedes Spiel gewinnen, egal ob jetzt gegen den Kreisligisten,
Interviews: Landesligisten oder Oberligisten, wie auch immer.
Interviews: Und das ist wichtig, ja. Ja, dann wünsche ich euch wirklich maximalen Erfolg,
Interviews: dass ihr doch das Wunder von Aue noch schaffen könnt und dass du nächste Saison
Interviews: noch bei uns bist. Wir glauben dran, ja, schauen wir mal.
Martin van Elten: Ja, Florian, was nimmst du aus dem Interview mit? Also Ricky Bromschen hat ja
Martin van Elten: jetzt auch in der Liga getroffen.
Martin van Elten: Ich glaube, ihn persönlich hat es schon gut getan, auch dreimal wieder zu treffen.
Martin van Elten: Aber man sieht, seine Qualität reicht wahrscheinlich für die dritte Liga einfach
Martin van Elten: nicht aus. Es reicht nicht für die dritte Liga aus.
Martin van Elten: Und er wäre vielleicht in der Regionalliga ein guter Spieler.
Florian Dawin: Ja, das ist so ein bisschen so Bewerbungsspiel gewesen, nochmal für Okanze,
Florian Dawin: für Ricky Bornstein zu zeigen, okay, ich kann das Tor treffen,
Florian Dawin: eben vielleicht gegen schwächere Gegner, Regionalliga sind ja jetzt nicht nur
Florian Dawin: Top-Gegner, das muss vielleicht für einige Leute jetzt auch noch Ansporn sein,
Florian Dawin: in den kommenden Spielen zu zeigen,
Florian Dawin: bitte, was ist bitte, wie wäre es denn, wenn er mich nicht in der nächsten Saison
Florian Dawin: verpflichtet oder weiter verpflichtet?
Martin van Elten: Gut, man weiß natürlich auch nicht, ob die Spieler nicht auch vielleicht genervt sind.
Martin van Elten: Ricky Bornstein natürlich hat man vielleicht auch einfach dummerweise über die
Martin van Elten: Presse angeschnitten oder wie sagt man das, so ein bisschen vor die Tür gestellt,
Martin van Elten: zum Verkauf freigegeben, wie auch immer.
Martin van Elten: Für mich jetzt auch nicht unbedingt clever, aber ich glaube,
Martin van Elten: der hat schon Qualitäten. Ja, ja.
Martin van Elten: Von den Stürmern insgesamt? Weiß
Martin van Elten: ich nicht. Ist natürlich Marcel Bär und danach fällt es halt stark ab.
Martin van Elten: Ich glaube, das ist jetzt auch kein übertriebener Take von mir.
Martin van Elten: Dann wird es schwierig. Und ich meine, gut, es ist halt ein Pokalspiel.
Martin van Elten: Erste Halbzeit stand es ja auch nur 0 zu 3.
Martin van Elten: Ich glaube, zweite Halbzeit wurde es dann ja auch noch mal deutlicher, kann man so sagen.
Martin van Elten: Und ja, wir ziehen natürlich dann ins Halbfinale ein.
Martin van Elten: Knapp 3000 Zuschauer waren da.
Martin van Elten: Ja, der Pokal-Halbfinal-Gegner ist der Chemnitzer FC. Gibt natürlich dann auch
Martin van Elten: wieder ein schönes Derby. Ich glaube, am 22.
Martin van Elten: April ist es schon, also in knapp zwei Wochen.
Martin van Elten: 20.30 Uhr auch. Wird, glaube ich, interessant.
Martin van Elten: Ja, wir hatten natürlich auch noch die Gelegenheit, mal mit einem Spieler von
Martin van Elten: Lichtenstein zu sprechen, auch einem ehemaligen Schachter, und zwar dem Toni Grabowski.
Martin van Elten: Hören wir mal rein, wie er auch auf seine Zeit in Aue zurückblickt.
Interviews: Toni Grabowski, ich beginne heute mal mit einem Hot Take und sage,
Interviews: gut geflogen, alter Mann, in der ersten Halbzeit. Ja, danke.
Interviews: Wir starten ja hinten, die haben gehalten, Alter, was hält der denn alles?
Interviews: Also, wie hast du das heute gemacht?
Interviews: Also grundsätzlich nichts anderes als sonst. Liegt halt irgendwo ein Bild drin,
Interviews: das ganze Ding. Also bin ich ja nicht umsonst Torhüter.
Interviews: Mannschaftskollegen würden wahrscheinlich sagen, dafür stehe ich auch hinten drin. Auf jeden Fall.
Interviews: Ich meine, ihr habt ja heute wahrscheinlich auch mit einer ganz anderen individuellen
Interviews: Qualität als Gegner zu tun gehabt. Wie war das für euch?
Interviews: Ja, das wusste man ja im Voraus. Dass es heute natürlich auch auf uns gerade defensiv ankommt.
Interviews: Dass auch der Torhüter eine wichtige Rolle irgendwo mitspielt.
Interviews: Und ja, darauf haben wir uns schon eingestellt, aber wir wissen,
Interviews: wir haben grundsätzlich auch gewisse Qualität und ich denke,
Interviews: die haben wir trotz alledem auch auf dem Platz mitbekommen, auch wenn das Ergebnis
Interviews: am Ende natürlich sehr hoch ausgegangen ist und,
Interviews: Ja, das ist ein bisschen schade, aber ansonsten war es, wie gesagt,
Interviews: eine super Sache für uns.
Interviews: Wir werden daraus natürlich trotzdem unsere Schlüsse ziehen,
Interviews: werden dann auch sagen, die Sachen haben wir gut gemacht.
Interviews: Einen oder anderen können wir vielleicht noch ein bisschen ändern,
Interviews: aber es ist halt natürlich grundsätzlich, das Ganze ist natürlich schon überragend gewesen für uns.
Interviews: Noch ein paar Worte zu Ihrer großen Jugendliebe Erzgebirge Aue.
Interviews: Wie ist es denn so, mit der Jugendliebe nochmal zusammenzutreffen? Ja, grundsätzlich.
Interviews: Also für mich persönlich natürlich, so wie für viele andere aus der Mannschaft,
Interviews: muss man sagen, ist es natürlich etwas sehr Besonderes gewesen.
Interviews: Das war auch schon bei der Auslosung, so wie das los kam, war natürlich schon sehr besonders.
Interviews: Und das für mich natürlich persönlich mit Martin Mennel, mit dem ich zusammen
Interviews: noch trainiert habe, in Aue, wo ich damals als zweite Mannschaft trotzdem immer
Interviews: oben mal ein bisschen mitschnuppern durfte, ist das natürlich schon etwas sehr
Interviews: Spezielles gewesen. Genau. Eine letzte Frage.
Interviews: Du wurdest ja ausgewechselt in der 46. Minute ganz publikumswirksam und wir
Interviews: haben uns gefragt, wie kommt das zustande?
Interviews: War das jetzt dein letztes Spiel? Nee, auf keinen Fall.
Interviews: Also auf gar keinen Fall das letzte Spiel.
Interviews: Es geht nur darum, wir teilen uns als Torhüter auch in der Saison die Spiele rein.
Interviews: Das machen einen Wechsel von jeder zwei Spiele.
Interviews: Und in so einem Spiel ist es natürlich dann auch für den Trainer eine ganz sehr
Interviews: schwere Sache, da zu sagen, der hält oder er hält. und ich denke,
Interviews: da haben wir so eine sehr gute Lösung gefunden.
Interviews: Der Trainer hat gesagt, jeder hält eine Halbzeit und was ihm nicht gefällt ist,
Interviews: wenn der Torhüter, der anfängt, einfach in der Kabine bleibt,
Interviews: dann der Neue dann auf dem Feld und das war eigentlich die Begründung dafür.
Interviews: Danke für die Aufklärung. Ich wünsche dir und eurem Team in diesem wunderschönen
Interviews: Stadion noch eine gute Zeit und eine gute Saison und genießt die Sonne,
Interviews: die jetzt gerade rauskommt.
Martin van Elten: Ja, Florian, solche Interviews sind immer überragend, oder?
Martin van Elten: Also, ich weiß nicht, ob du die Berichterstattung vom MDR mitbekommen hast.
Martin van Elten: Es wird natürlich dann auch noch mal die Berufe erzählt.
Martin van Elten: Er arbeitet ja als Erzieher im Hort. Das wurde, glaube ich, fünfmal gesagt.
Martin van Elten: Und ich meine, er hat ja wirklich ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht, erste Halbzeit.
Martin van Elten: Es ist ja auch nicht übertrieben, was Tobi da gesagt hat.
Martin van Elten: Also, ich glaube, wenn der nicht noch zwei, drei rausgeholt hätte,
Martin van Elten: dann hätte er auch fünf oder sechs gemacht in der ersten Halbzeit.
Martin van Elten: Und ja, ich finde das einfach so authentisch. Ja, ich habe mit Martin Melle
Martin van Elten: in Nachwuchs gespielt und hat da sogar in der WG anscheinend gewohnt,
Martin van Elten: hat ja auch noch Markus Müller, ehemaliger Nachwuchsspieler,
Martin van Elten: ja auch noch kommentiert. Also wahnsinnig Geschichte einfach.
Florian Dawin: Ja, mega cool. Das ist das, wovon der Sachsen-Pokal oder die Pokale dann einfach
Florian Dawin: profitieren, wenn da diese Amateurfußballer, wobei er ja auch ein besserer Amateurfußballer ist,
Florian Dawin: spielen und die dann einfach noch Verbindungen zu den Vereinen haben,
Florian Dawin: gegen die sie spielen und dann auf alte Weggefährte treffen.
Florian Dawin: Und wir hatten ja diese Saison in fast jeder Sachsen-Pokalrunde eigentlich irgendwie
Florian Dawin: bei der gegnerischen Mannschaft einen Spieler oder einen Funktionär,
Florian Dawin: der irgendeinen Bezug zur Aue hat. Und das ist schon cool.
Martin van Elten: Hören wir mal rein ins Interview mit Erik Weinhauer.
Interviews: Erik Weinhauer, Mensch, tut das gut. Heute zehn Buden geschossen und du hast
Interviews: eine davon geschossen. Wie geht es dir damit?
Interviews: Ja, Pflichtaufgabe erfüllt, würde ich sagen. Man soll es nicht überbewerten,
Interviews: aber ich glaube, es tut mir ganz gut, in so einem Spiel einfach ein bisschen
Interviews: mehr Offensivaktion zu haben, Tore zu machen, Vorlagen zu geben und so,
Interviews: dass man sich einfach ein bisschen einspielt.
Interviews: Weil die letzte Zeit war nicht einfach für uns und die kommenden Spiele werden
Interviews: mindestens genauso schwer. Deswegen ist es gut, dass wir uns heute mal ein bisschen
Interviews: Selbstvertrauen holen konnten.
Interviews: Was könnt ihr heute aus diesem Spiel überhaupt mitnehmen?
Interviews: Ich glaube in erster Linie einfach, dass wir in die nächste Runde eingezogen
Interviews: sind. Das war eine Pflichtaufgabe. Man sollte, wie gesagt, das nicht überbewerten.
Interviews: Mitzunehmen ist einfach, dass wir doch Tore schießen können.
Interviews: Auch wenn es jetzt vielleicht gegen einen unterklassigen Gegner ist, aber...
Interviews: Das Selbstvertrauen konnte man heute sich vielleicht ein bisschen zurückholen
Interviews: und das dann in den nächsten Wochen auf dem Platz hoffentlich auch zeigen.
Interviews: Könntet ihr euch heute noch ein bisschen Abläufen stärken und solche Dinge machen?
Interviews: Sicherlich, ja. Also wenn man viele, viele Offensivaktionen hat,
Interviews: dann passen die Laufwege irgendwann noch besser.
Interviews: Deswegen macht man hinten raus dann auch noch mehr Tore, weil man sich dann
Interviews: eben ein bisschen einspielt.
Interviews: Genau. Wie ging es dir in der ersten Minute, als Martin Mennel sich da glaube
Interviews: ich total verschätzt und gerade noch so aus der Linie geklärt werden konnte?
Interviews: Ja, also man sollte solche Gegner wirklich nicht unterschätzen,
Interviews: weil auch die Jungs spielen schon einige Jahre Fußball, auch die trainieren mehrmals die Woche.
Interviews: Und da ist ja noch ein, zwei schnelle Spieler vorne mit dabei und Martin,
Interviews: glaube ich, kommt erst raus oder macht erst einen langen Schritt,
Interviews: rutscht dabei vielleicht ein bisschen weg und kommt dann erst nochmal raus.
Interviews: Und dann fühlt man sich natürlich in der ersten Minute, denkt man sich,
Interviews: oh, scheiße, jetzt könnte es natürlich schlecht ausgehen.
Interviews: Zum Glück köpft Ryan den von der Linie, weil ich glaube, wenn du da eins so
Interviews: hinten liegst, dann kann das Spiel sehr, sehr eklig lange Zeit werden.
Interviews: Auf jeden Fall, dann hätten sie gemauert. Was sind jetzt deine Wünsche,
Interviews: Hoffnung und Träume für die letzten acht Spieler dieser Saison?
Interviews: Ich möchte einfach, dass jeder Einzelne in der Mannschaft bis zum Schluss an
Interviews: den Klassenerhalt glaubt.
Interviews: Natürlich, wir brauchen nicht drum herum reden. Es wird von Spiel zu Spiel schwerer.
Interviews: Aber es ist nach wie vor möglich und ich traue der Mannschaft alles zu.
Interviews: Mein Wunsch ist natürlich Klassenerhalt und Sachsen-Pokal. Alles klar. Und Rauch, viel Glück!
Martin van Elten: Ja, Florian, ich glaube, dem Wunsch können wir uns anschließen.
Martin van Elten: Es wird natürlich nochmal schwer mit dem Klassenerhalt. Ja.
Martin van Elten: Ich möchte das halt damit dann auch abbinden, jetzt ein bisschen über den Sachsenpokal.
Martin van Elten: Es war eine Pflichtveranstaltung natürlich.
Martin van Elten: 10 zu 0, durchaus ein überzeugender Sieg. Aber wenn wir jetzt auf das Spiel
Martin van Elten: gegen die TSG Hoffenheim, zweite Mannschaft schauen, vom Selbstvertrauen scheint
Martin van Elten: nichts übergeblieben zu sein, oder?
Martin van Elten: Wie kannst du dir die erste Viertelstunde erklären, wo man ja dann direkt 0 zu 3 hinten liegt.
Martin van Elten: Collins fliegt noch vom Platz mit einer selten dämlichen Notbremse.
Martin van Elten: Und man hat so ein bisschen das Gefühl, dass der Verein sich in so einer absoluten
Martin van Elten: Selbstauflösung sportlich befindet.
Florian Dawin: Dafür gibt es keine Erklärung. Also das hätte ja Dabrowski auch gerne erklären
Florian Dawin: können und alle anderen auch sicherlich.
Florian Dawin: Wir haben schon vor einer halben Stunde darüber gesprochen, ob es die Umstellung
Florian Dawin: auf die Dreierkette war, die die Mannschaft nochmal verunsichert hat.
Florian Dawin: Aber da fehlt auch einfach jetzt nach dieser langen Niederlagenserie das Selbstvertrauen.
Florian Dawin: Anders ist es nicht zu erklären, dass man dann gegen die Teske Hoffenheim,
Florian Dawin: zwei, die ja in der Rückrunde auch noch sieglos war oder höchstens einen Sieg geholt hat,
Florian Dawin: so die in die ersten 15 Minuten startet und dann 3-0 hinten liegt.
Florian Dawin: Natürlich können die kicken, aber da fehlt es einfach am Selbstbewusstsein,
Florian Dawin: am Selbstvertrauen, am Selbstverständnis und,
Florian Dawin: Da fehlt mir jegliche Erklärung für.
Martin van Elten: Der zweite Sieg von denen, die hatten vorher auch vier Punkte nur,
Martin van Elten: aber standen bei zwei Punkten.
Martin van Elten: Selbst Havelser hat zehn Punkte in der Rückrunde geholt, also mit Abstand die
Martin van Elten: beiden schlechtesten Rückrundenteams.
Martin van Elten: Ja, ich glaube aber, das geht natürlich viel zu einfach.
Martin van Elten: Der Zeitler finde ich auch einen richtig starken Spieler. Duric hat einen Doppelpack gemacht.
Martin van Elten: So, das reicht dann. Zwei, drei Spieler, die dann aufspielen und die dann komplett
Martin van Elten: die Mannschaft da hinten auseinanderlegen.
Martin van Elten: Und als es dann ja quasi schon aussichtlos ist, 0 zu 4 nach 29 Minuten,
Martin van Elten: ja, dann kommt Bär nochmal in der 40.
Martin van Elten: Minute und immerhin macht er da nochmal den Anschluss zum 1 zu 4.
Martin van Elten: Naja, natürlich 5 zu 1 dann und dann nochmal zwei Tore.
Martin van Elten: Ja, da hätte man durchaus nochmal das Gefühl gehabt, dass man vielleicht rankommt.
Martin van Elten: Und ich finde auch, selbst in dem Spiel gab es diesen Effekt,
Martin van Elten: Wenn es dann einmal gelaufen ist, das Spiel, dann spielt man nochmal ein bisschen besser auf.
Martin van Elten: Dann ist so der Druck weg und man hat auch so das Gefühl, dass der Druck,
Martin van Elten: der am Anfang halt da ist, die Mannschaft hat auch komplett blockiert.
Florian Dawin: Ja und da ist ja auch wiederum das Problem. Man mit dem ersten Torschuss macht Marcel Baer in der 40.
Florian Dawin: Minute das 1 zu 4.
Florian Dawin: Da stehen die ja auch super schlecht in der Defensive und auch bei den anderen
Florian Dawin: Toren sieht man ja, die sind zu knacken gewesen.
Florian Dawin: Und da fragt man sich zum wiederholten Male, dritten, vierten Male,
Florian Dawin: warum fängt man nicht einfach mit vollem Power, mit engen Zweikämpfen,
Florian Dawin: mit klaren Aktionen an, um erstmal ins Spiel zu kommen und liegt dann nach,
Florian Dawin: 15 Minuten mit 3-0 hinten.
Martin van Elten: Ja, es kommt einem so vor, als ob die Mannschaft nicht auf dem Platz steht.
Martin van Elten: Und komisch fand ich aber dann auch bei der Pressekonferenz,
Martin van Elten: dass Dabrowski dann sagt, ja, es war keine Drittliga-Qualität auf dem Platz.
Martin van Elten: Und dann wird er gefragt, ja, was sehen sie denn jetzt? Was kann man denn anders
Martin van Elten: machen? Oder was, weiß ich nicht mehr, wie jetzt die Frage genau war.
Martin van Elten: Und dann fällt ihm einfach nichts mehr ein. Er muss das Spiel erst mal sacken lassen oder so.
Martin van Elten: Also das finde ich halt auch einfach, man hatte das Gefühl, dass er jetzt auch wirklich am Ende war.
Florian Dawin: Ja, und jetzt würde ich ja auch wirklich fast sagen, dass diese extrem schwachen
Florian Dawin: ersten Halbzeiten oder Anfangsphasen, in denen man viele Tore fängt,
Florian Dawin: fallen ja wirklich dann auch in seine Trainerzeit, in Dabrowski-Trainerzeit
Florian Dawin: und eher weniger in die Hertel-Zeit.
Florian Dawin: Das war jetzt auch nicht deutlich besser, sonst wäre er nicht abgelöst worden.
Florian Dawin: Aber das ist halt wirklich eine Katastrophe. Und wie es Marcel Bär dann nachher
Florian Dawin: sagt, das ist dann halt auch nur noch peinlich.
Martin van Elten: Ja,
Martin van Elten: vielleicht nochmal zur Zuschauerzahl. Es waren fast 8.000 da, 7.700.
Martin van Elten: Ist natürlich auch Osterwochenende, viele Leute sind zu Hause,
Martin van Elten: geben sich das gerade mal, wenn sie zwischen dem Kaffee bei der Mutti und die
Martin van Elten: Kaffee trinkt man jetzt eher am Ostersonntag als an Karsamstag,
Martin van Elten: aber so ist natürlich auch eine gute Gelegenheit immer für die Exil-Erzgebirge
Martin van Elten: nochmal zum Spiel zu gehen. und für die ist es dann ja auch nochmal doppelt schade.
Florian Dawin: Ja, definitiv und man muss ja auch sagen, beim vierten Tor, Gegentor,
Florian Dawin: wurde dann ja auch schon höhnisch Applaus geklatscht.
Martin van Elten: Finde ich auch überhaupt nicht richtig.
Florian Dawin: Genau, das ist, das muss man halt aus, also es ist nicht,
Florian Dawin: es ist uncool, es ist nicht in Ordnung, man muss natürlich auch immer ein bisschen
Florian Dawin: gucken, die andere Perspektive sehen und jetzt sagen, wir haben halt aber auch
Florian Dawin: jetzt die Saison auch schon einfach einen Schrott an Heimspielen gesehen,
Florian Dawin: also wirklich, da sind ja Leistungen dabei und wenn dann Leute da Wochenende
Florian Dawin: für Wochenende mit ihrer Dauerkarte hingehen,
Florian Dawin: dann verfällt man möglicherweise auch in diese Übersprungshandlung und klatscht
Florian Dawin: dann da, aber auch das hilft der Mannschaft nicht weiter und ja,
Florian Dawin: Und es wäre gut, das eben zu unterlassen und einfach versuchen,
Florian Dawin: die Mannschaft aufzubauen oder dann halt gar nichts zu machen,
Florian Dawin: dann lieber an den Bierstand gehen und dann sein Bier zu trinken.
Martin van Elten: Ja, weiß ich nicht, aber also okay, ist vielleicht nochmal ein bisschen extremes Beispiel und so,
Martin van Elten: aber ich finde durchaus, die Leute sollten ihren Unmut schon zeigen dürfen und
Martin van Elten: zeigen können, aber gut, das ist ein Thema, das können wir auch nicht abschließend
Martin van Elten: sozusagen bewerten, also will ich auch gar nicht, maße ich mir auch gar nicht an.
Martin van Elten: Ja, sportlich, damit hat man jetzt mittlerweile 12 Punkte Rückstand,
Martin van Elten: Saarbrücken hat heute noch 1-0 gegen Ingolstadt gewonnen,
Martin van Elten: Ulm hat gegen Verl 1-0 gewonnen, auch unser übernächster Gegner,
Martin van Elten: sprechen wir gleich noch kurz drüber,
Martin van Elten: ich glaube damit ist es dann auch rechnerisch, es sind noch 7 Spiele,
Martin van Elten: 21 Punkte zu holen, 12 Punkte hat man Rückstand plus die schlechtere Tordifferenz,
Martin van Elten: ich glaube auch dann, es ist rechnerisch auch schon bald gelaufen.
Florian Dawin: Ja, und man hat es jetzt ja auch mit die Entscheidung jetzt...
Florian Dawin: Dabrowski, Fuchs zu entlassen und Tarnat, der dann von sich aus zurückgetreten
Florian Dawin: ist, das zeigt ja, damit hat man abgeschlossen.
Florian Dawin: Und wir haben ja dann die englische Woche vor der Brust mit dem Auswärtsspiel
Florian Dawin: in Regensburg und dem Heimspiel gegen Verl.
Florian Dawin: Da ist das dann möglicherweise schon am Ende der Woche in sieben Tagen schon
Florian Dawin: deutlich klarer, wie die Punktesituation aussieht.
Martin van Elten: Ja, schauen wir mal auf das Spiel in Regensburg. Wir haben ja eigentlich immer
Martin van Elten: ganz gute Erinnerungen in Regensburg.
Martin van Elten: Also wir haben da mal den Klassenerhalt gefeiert 2018.
Martin van Elten: Ja, auch bekannt aus der Muttertagsrede von Helge Leonhardt,
Martin van Elten: wo er davon gesprochen hat, dass da die Schallmauer durchbrochen wurde.
Martin van Elten: Ja, die haben die letzten fünf Spiele haben sie nur ein Spiel gewonnen,
Martin van Elten: dreimal verloren gegen Osnabrück, gegen 60 München und gegen Stuttgart 2.
Martin van Elten: Davor haben sie unentschieden gegen Saarbrücken gespielt und einmal gewonnen
Martin van Elten: gegen Havelse. Die haben durchaus auch eine durchwachsene,
Martin van Elten: Bilanz und ja auch mit dem Sascha Hildmann, den man ja vielleicht noch von Preußen
Martin van Elten: Münster kennt, ja auch schon wieder einen neuen Trainer vorgeführt.
Martin van Elten: Also bei denen ist auch der Effekt, den wir hatten nach dem Abstieg,
Martin van Elten: dass man erstmal turbulent eine turbulente Zeit durchmacht und vielleicht auch
Martin van Elten: die Erwartungen höher sind als die reellen Möglichkeiten.
Martin van Elten: Also Sascha Hildmann ist jetzt seit 31.03. seit dieser Woche im Amt.
Florian Dawin: Das klingt erstmal wie ein Aufbaugegner und für uns bis jetzt mit einer guten Bilanz.
Florian Dawin: Ich habe irgendwie keine große Hoffnung, dass wir da am Dienstag,
Florian Dawin: ist es ja, Punkte mitnehmen.
Florian Dawin: Aber vielleicht passieren jetzt doch irgendwie diese vielbesagten Wunder und
Florian Dawin: je früher wir einen Dreier anfahren,
Florian Dawin: umso besser umso positiver kann das Ganze die Stimmung nochmal sein und es wäre
Florian Dawin: einfach auch schön, wenn wir uns dann aus dieser Saison gut verabschieden und vielleicht,
Florian Dawin: ja auch gegen Ferl doch noch ein paar Zuschauer in Stadion kommen denn,
Florian Dawin: ja, so sollen wir die Saison nicht abschließen.
Martin van Elten: Vielleicht zur Bilanz, zwei Siege für den Jahn, ein Unentschieden,
Martin van Elten: viermal hat Aue gewonnen,
Martin van Elten: das letzte Spiel war ja auch, wie sagt man, Knottereck auf Deutsch,
Martin van Elten: also richtig krass mit dem 4-3 in der Nachspielzeit mit Weinhauer,
Martin van Elten: ich glaube, das wäre nochmal, zumindest emotional schön, mal so ein Spiel wieder für die,
Martin van Elten: Moral, für die Fans, für die Fansäle zu haben, wo man dann nicht abgeschlachtet
Martin van Elten: wird, sondern vielleicht auch mal lass es mal glücklich sein,
Martin van Elten: gewinnt, also Hauptsache mal irgendwie überhaupt eine Reaktion auch von der
Martin van Elten: Mannschaft, dass sie noch lebt.
Martin van Elten: Dann kommt ja unser absoluter Angstgegner ins Erstgebungsstadion.
Martin van Elten: Das Spiel ist, glaube ich, am
Martin van Elten: Sonntag um 16.30 Uhr, auch eine bisschen schwierige Anstoßzeit, finde ich.
Martin van Elten: Es ist schon so spät für mich, dass ich bin dann, glaube ich,
Martin van Elten: irgendwie, wenn es gut läuft, um 12 Uhr zu Hause, wenn ich hinfahre.
Martin van Elten: Ja, also gut. Gegen Verl haben wir einen Punkt geholt bisher.
Florian Dawin: Ja, Wahnsinn. Das gibt nicht so viel Hoffnung. Also auch einer unserer Angstgegner.
Florian Dawin: Andererseits, heute haben sie verloren.
Florian Dawin: Bei Ulm, wenn ich jetzt so in die Glaskugel, Oder wenn ich mich entscheiden
Florian Dawin: muss dafür, bei wem ich irgendwie, bei welchem der beiden nächsten Spiele.
Florian Dawin: Ich eher glaube, dass wir den langersehnten Sieg holen, dann glaube ich tatsächlich
Florian Dawin: irgendwie dann doch in Regensburg irgendwie als gegen Verl.
Florian Dawin: Weil sie halt einfach spielerisch die beste Mannschaft der Liga sind.
Florian Dawin: Auch wenn sie jetzt so ein bisschen ins Stottern kommen. Aber ich glaube schon,
Florian Dawin: dass das dann einfach für die nächste Woche reicht.
Florian Dawin: Auch wenn sie jetzt natürlich am Mittwoch gegen Hansa zu Hause spielen und das
Florian Dawin: auch schon für den Aufstieg oder den Kampf um den Relegationsplatz für die 2.
Florian Dawin: Liga eine große wichtige Bedeutung hat und man nicht weiß, wie geht das Spiel
Florian Dawin: dann aus, wie verkraften die das.
Florian Dawin: Aber ich glaube eher, wenn dann bei Regensburg und vielleicht einfach gegen
Florian Dawin: Verl ein gutes Spiel abliefern,
Florian Dawin: ein solides Spiel abliefern mit einem wieder überragenden Martin Mendel,
Florian Dawin: der ja gegen Verl auch manchmal so seine Wunderleistung rausholt,
Florian Dawin: wo er wirklich alles hält, das wäre auch doch ganz versöhnlich.
Martin van Elten: Das ist ein frommer Wunsch. Genau, ein kleines Thema habe ich noch.
Martin van Elten: Auch diese Woche war ja ein sehr, sehr wichtiger Tag in Bezug auf die Zukunft des Vereins.
Martin van Elten: Ich finde auch überraschend, dass die finanziellen Probleme des Vereins aktuell
Martin van Elten: kaum diskutiert werden.
Martin van Elten: Ich weiß nicht, wie du dir das erklärst, aber es kam jetzt heraus,
Martin van Elten: dass der Verein alleine beim Erzgebirgskreis um die 700.000 Euro Schulden hat,
Martin van Elten: mittlerweile aus Stadionmieten,
Martin van Elten: die nicht bezahlt wurden und die sozusagen gestundet wurden.
Martin van Elten: Also für alle Leute, die es nicht wissen, also Stunden ist im Prinzip ein zinsloser
Martin van Elten: Kredit, den mehr Erzgebirgskreis dem Verein gibt.
Martin van Elten: Wobei man natürlich dann auch dazu sagen muss, der Erzgebirgskreis sitzt selber
Martin van Elten: tief in den Schulden und muss dafür dann auch am Markt einen Kredit aufnehmen.
Martin van Elten: Also im Prinzip wird, bezahlt der Steuerzahler gerade auch einen Kredit für den Verein.
Florian Dawin: Die Stadionmiete.
Martin van Elten: Naja, es ist ja so, dass man das nicht, dass man darf das nicht,
Martin van Elten: man darf das nicht erlassen sozusagen.
Martin van Elten: Das hat ja auch so EU-rechtliche Gründe. Also das wäre ja dann auch eine Beihilfe,
Martin van Elten: wie das meistens dann genannt wird, eine Subvention eines Unternehmens.
Martin van Elten: Und ja, der Antrag, der beinhaltet noch, dass die Stadionmiete auf 100.000 Euro
Martin van Elten: plus Zinsen sinkt. Im Falle des Abstiegs in die vierte Liga.
Martin van Elten: Und 40% der Einnahmen aus dem DFB-Pokal müssen halt abgegeben werden.
Martin van Elten: Und ich finde auch interessant, es wurde ja da nochmal offengelegt,
Martin van Elten: wie die aktuellen finanziellen Zahlen des Vereins sind.
Martin van Elten: Und man kalkuliert wohl für die nächste Saison mit einem Fehlbetrag von 556.000
Martin van Elten: Euro, also einem Minus von über einer halben Million Euro.
Martin van Elten: Und in diesem Jahr ist das Planergebnis, also das, was man aktuell prognostiziert
Martin van Elten: als Verlust, über 250.000 Euro, wobei dazu ja jetzt auch noch das Geld für die
Martin van Elten: sportlichen Trennungen und so dazukommen wird.
Martin van Elten: Also der Verein steht ganz schön unter Druck finanziell und es wurde nochmal
Martin van Elten: im Schreiben an den Kreis klargemacht,
Martin van Elten: dass die wirtschaftliche Lage schwierig ist Und man auch nicht darum das sieht,
Martin van Elten: dass man jetzt durch zum Beispiel zusätzliche Sponsorings das verbessern kann,
Martin van Elten: weil ja so das Sponsoring gerade auch so als einziger Weg gesehen wird,
Martin van Elten: um die finanzielle Situation des Vereins zu verbessern.
Florian Dawin: Ja und die wirtschaftliche Lage insgesamt ist ja dementsprechend auch nicht rosig.
Florian Dawin: Also von daher ist ja klar, dass die Sponsoren auch dreimal überlegen müssen,
Florian Dawin: ob sie noch mehr in den Verein stecken können und das dann wiederum in der sportlich schlechten Zeit.
Florian Dawin: Das ist auch schon eine echte Herausforderung und Situation,
Florian Dawin: die da auf den Verein aktuell schon oder da aktuell schon da ist und auch noch
Florian Dawin: wartet in den kommenden Jahren.
Martin van Elten: Ja, ich finde das schwierig, wenn man mit einem strukturellen Minus plant.
Martin van Elten: Das verbraucht ja, also das ist ja eine Wette auf die Zukunft im Prinzip.
Martin van Elten: Und der Verein hat ja das Problem, dass er gar kein Stadion zum Beispiel besitzt,
Martin van Elten: dass er gar keine Masse hat und ja auch, dass einen immer eine Insolvenzgefahr halt auch bringt.
Martin van Elten: Ja, und als weitere Option wird ja dann auch diskutiert, dass man das ganze
Martin van Elten: Konstrukt der Stadiongesellschaft ändert, das wird jetzt ein Gutachten beauftragt,
Martin van Elten: dass man schaut, ob man nicht zum Beispiel das Stadion dem Verein übertragen könnte,
Martin van Elten: also ja, oder der dann halt die Kosten dafür trägt, aber ja,
Martin van Elten: man muss natürlich auch erstmal gucken, ob sowas überhaupt legal ist,
Martin van Elten: weil ein Stadion hat ja auch immer einen Wert. Ein Stadion ist ja nicht 0 Euro wert.
Florian Dawin: Nee, definitiv nicht.
Martin van Elten: Ja, ich hätte wirklich nicht gedacht, dass das mit der Stadionmiete wirklich
Martin van Elten: mal so ein Dauerthema wird.
Martin van Elten: Weil 250.000 Euro klingt ja nicht nach viel Geld eigentlich.
Florian Dawin: Nee, eigentlich nicht. Wenn man dann hier von einem Etat, Gesamtetat von 10
Florian Dawin: Millionen redet für den Verein, Gesamtverein,
Florian Dawin: Aber gut, es scheint schwierig zu sein.
Martin van Elten: Naja, es stand ja auch nochmal drin, dass es schon im Zuge der Corona-Pandemie
Martin van Elten: erstmalig nicht gezahlt wurde, weil ja auch dann immer Leute jetzt auch dabei
Martin van Elten: sind zu gucken, welcher Vorstand jetzt dafür verantwortlich ist.
Martin van Elten: Also das war auch schon in der Leonhard-Ära so.
Martin van Elten: Und meine Interpretation ist ja auch, dass man natürlich auch Lokalpolitiker am besten irgendwie,
Martin van Elten: ich sag jetzt nicht erpressen kann, aber dass Lokalpolitiker sich halt schwer
Martin van Elten: hinstellen können und sagen,
Martin van Elten: nee, wir wollen das Geld jetzt haben und dann geht der Verein in die Insolvenz.
Martin van Elten: Also dass es da schon auch eine politische Abhängigkeit gibt,
Martin van Elten: die man geschaffen hat zwischen Landrat und Kreistag und Verein.
Martin van Elten: Also bei anderen Schuldnern würde man sich vielleicht nicht trauen,
Martin van Elten: einfach nicht zu bezahlen.
Florian Dawin: Das ist richtig. Da sind ja wirklich auch Leute dann auf der politischen Seite
Florian Dawin: stehen dann da ja auch, die sicherlich Sympathien für den Verein haben,
Florian Dawin: aber auch einfach wissen, was der Verein für den Kreis,
Florian Dawin: wie wichtig er einfach ist, was er den Leuten bedeutet und welche Geschichte
Florian Dawin: er mit seinen 80 Jahren eben hat.
Florian Dawin: Das hast du ganz gut zusammengefasst.
Martin van Elten: Ich meine, das Problem ist doch, das Problem ist doch, dass Profisport.
Martin van Elten: Da gibt es auch eine verlogene Debatte drum.
Martin van Elten: Also Profisport ist natürlich auch von öffentlichen Unternehmen,
Martin van Elten: zum Beispiel die Sponsoring machen, man denkt mal an Eins, Eins ist ja auch
Martin van Elten: quasi ein quasi staatliches Unternehmen, zwar nicht komplett,
Martin van Elten: aber es wird viel von Politik reingeredet,
Martin van Elten: es gibt die Sparkasse, die Sparkasse ist ja quasi ein Unternehmen des Erzgebirgskreises,
Martin van Elten: Das sind ja sehr, sehr große Sponsoren und auch über diese Unternehmen,
Martin van Elten: die politisch kontrolliert werden, wird ja schon unglaublich viel Geld in den
Martin van Elten: Verein reingepumpt, aber dann wird immer so getan,
Martin van Elten: nee, nee, Profisport ist was, was man nicht subventionieren darf, aber die Kultur,
Martin van Elten: ja, da ist egal, was ein Schauspielhaus kostet oder ein Theater oder was weiß ich,
Martin van Elten: oder ja, also keine Ahnung, also alles, was irgendwie Hochkultur ist,
Martin van Elten: Da werden solche Fragen gar nicht gestellt.
Martin van Elten: Oder wenn Sport gefördert werden soll, dann ist es natürlich immer der Breitensport.
Martin van Elten: Das war auch ein Punkt, den ich vom Seiten unseres Vereins gut argumentiert fand.
Martin van Elten: Der FC Erzgibige ist halt auch ein Breitensportverein und der braucht ja auch
Martin van Elten: eine Infrastruktur, die auch gerade den Leuten in Aue und Umgebung zugutekommt.
Martin van Elten: Man denkt jetzt zum Beispiel mal an die Schulmabteilung oder an die Ringer oder was weiß ich.
Martin van Elten: Natürlich ist jetzt im Fußball nicht der große Breitensportverein,
Martin van Elten: der noch 20 Mannschaften hat, aber das wäre ja auch was, was man perspektivisch
Martin van Elten: ja machen könnte, mehr Männer oder mehr Frauen, Amateurmannschaften auch einfach einzurichten.
Florian Dawin: Ja, das ist ein gutes Argument, dass der Verein oder der Sport dann eben auch
Florian Dawin: den Leuten viel gibt und bringt. Also auch wenn sie ihn aktiv ausüben und mit
Florian Dawin: den verschiedenen Sparten, ist das auch eine Größenordnung.
Florian Dawin: Und dann ist halt dieser, ja, die Fußballsparte, nenne ich es jetzt mal,
Florian Dawin: ist ja dann eher dann schon mal Profisport als die anderen Bereiche.
Florian Dawin: Aber es ist trotzdem noch ein Gesamtverein und der Profisport hat dann aber,
Florian Dawin: und die Debatte haben wir an verschiedenen Stellen ja auch, nicht nur bei uns,
Florian Dawin: sondern auch bei Feinen aus der zweiten Liga oder ersten Liga,
Florian Dawin: ja, es hat ein Finanzierungsproblem am Ende, denn er finanziert sich über die Sponsoren.
Martin van Elten: Naja, der Profisport hat vor allen Dingen ein anderes Problem,
Martin van Elten: der Profifußball kann nie genug Geld haben.
Martin van Elten: Der Profifußball ist strukturell unfähig, weil der Wettbewerb,
Martin van Elten: die immer einen Vorteil gibt, wenn du deine Budgets überreizt.
Martin van Elten: Aber es ist strukturell ein Rattenrennen.
Martin van Elten: Und es geht immer darum, gerade in den Ligen, wo man nicht gut Geld verdienen kann, aufzusteigen.
Martin van Elten: Also eigentlich kann sich der FC Erzgebirge mit der Infrastruktur,
Martin van Elten: die er hat, grundsätzlich nur in der zweiten Liga halten.
Martin van Elten: Darunter wird er immer strukturelle Probleme haben, weil die Struktur zu teuer
Martin van Elten: ist, die Infrastruktur oder auch die Anforderungen zu hoch sind und für das
Martin van Elten: Geld, was man halt aufwenden kann.
Martin van Elten: Aber das kommt mir in der Diskussion, dass gerade das Sponsoring,
Martin van Elten: das kommt mir in der Diskussion oft ein bisschen zu kurz, dass gerade öffentliche
Martin van Elten: Unternehmen ja extrem viel Geld schon reinstecken in den Profisport.
Martin van Elten: Und ja, dann, ich weiß es nicht, in Halle,
Martin van Elten: Größenordnung, ich war ja mal im Sportausschuss in Halle, die Größenordnung
Martin van Elten: 30%, ungefähr über 30% der Einnahmen des Halleschen FCs kamen aus öffentlichen Unternehmen.
Florian Dawin: Ja, das ist eine verlogene Diskussion, weil dann ja doch eben schon aus den
Florian Dawin: öffentlichen Bereichen viel Geld in die Vereine kommt und man dann da das aber
Florian Dawin: als vollkommen legitim ansieht.
Martin van Elten: Ja, gut und eigentlich haben ja auch zum Beispiel lokale Energieversorger gar
Martin van Elten: kein Produkt. Also sie haben ja sowieso die Kunden.
Florian Dawin: Das stimmt. Es gibt keinen Werbegrund.
Martin van Elten: Naja, sie stehen ja, sie stehen im Wettbewerb, okay,
Martin van Elten: aber es gibt ja auch in der Grundversorgung gar keine Wahlmöglichkeit und ich
Martin van Elten: würde auch mal gerne sehen, was die Effekte von so einem Sponsoring sind,
Martin van Elten: aber dann müsste man ja das über die ganze Liga diskutieren.
Florian Dawin: Solche Probleme. Eine Gesamtstruktur, nicht nur eine Problematik unseres Vereins, sondern aller Vereine.
Florian Dawin: Das beste Beispiel ist ja immer die Sparkasse, die haben wir ja auch bei gefühlt
Florian Dawin: jedem Verein in der dritten Liga irgendwo im Sponsor mit drin.
Martin van Elten: Ja, richtig.
Martin van Elten: Gut, dann haben wir noch ein Mini-Thema. Ich möchte noch mit dir einen Helge der Woche teilen.
Martin van Elten: Und zwar hat er ein altes Bild geteilt, nochmal als schönen Abschied.
Martin van Elten: Herrliche Erinnerung. Und dann ist es ein geteiltes Bild. Da sieht man Dimitri
Martin van Elten: Nazarov und ihn darauf jubeln.
Martin van Elten: Das ist ein Post, das Gefühl, auf einem Nicht-Abstiegsplatz zu stehen. Kumpelverein.
Martin van Elten: Und feige ihn Präsident Helge Leonhardt und Dimitri Nazarov beim Auswärtssieg
Martin van Elten: bei Jan Regensburg. Das war nämlich das berühmte Spiel, wo die Schallmauer durchbrochen wurde.
Florian Dawin: Ja, da hat er sich wieder gut was rausgesucht. Hatte ich gar nicht mitbekommen,
Florian Dawin: aber danke für diesen Helge der Woche.
Martin van Elten: Ja, ich glaube, er versucht auch nochmal an seine positive Präsidentschaft so
Martin van Elten: ein bisschen zu erinnern.
Martin van Elten: Vielleicht auch im Kontrast an den aktuellen Niedergang des Vereins.
Martin van Elten: Aber wir hatten es ja gerade nochmal rausgearbeitet. die Probleme mit der Stadionmiete,
Martin van Elten: die gab es auch schon unter seiner Präsidentschaft.
Martin van Elten: In diesem Sinne, Florian, über eine Stunde haben wir heute Gebrauch zu zweit.
Martin van Elten: Es waren intensive Diskussionen.
Martin van Elten: Ich glaube, mir persönlich ist es noch mal,
Martin van Elten: tat es noch mal gut, auch zu rekapitulieren, wie die letzten Monate so verlaufen
Martin van Elten: sind und ich hoffe, dass unser Verein wieder in die Spur kommt,
Martin van Elten: auch gute Lösungen findet im Sinne, dass alle auch mitgenommen werden und ja
Martin van Elten: wir dann auch wieder eine eine Geschlossenheit haben und den Wiederaufstieg angehen können.
Florian Dawin: Ja das war ein bisschen Frust von der Seele reden aber versuchen jetzt doch
Florian Dawin: noch irgendwie auch die positive Ausblicke zu geben in dem Sinne Glück auf zusammen Glück.
Martin van Elten: Auf bis bald.