Martin van Elten: Hallo und willkommen zum Aue-Podcast. Heute wird Folge 99. Heute wieder mit Florian. Hi.
Florian Dawin: Glück auf zusammen.
Martin van Elten: Tobias.
Tobias Düsterdick: Hey, hey.
Martin van Elten: Und wir haben heute einen Gast, Paul Steinbach.
Paul Steinbach: Hi, Glück auf.
Martin van Elten: Ja, Paul. Wahrscheinlich kennen dich die meisten Hörer schon.
Martin van Elten: Vielleicht magst du dich kurz vorstellen.
Paul Steinbach: Ja, mein Name ist Paul Steinbach. Ich bin Berichterstatter des FC Erzgebirge Aue.
Paul Steinbach: Bin für die Freie Presse in Chemnitz tätig und in den zweieinhalb Jahren habe
Paul Steinbach: ich mit dem FC Erzgebirge viele Siege,
Paul Steinbach: viele Niederlagen erlebt und bin auch gespannt, was sich jetzt in Zukunft so entwickelt,
Paul Steinbach: wie es in der Regionalliga weitergeht.
Paul Steinbach: Viele werden mich wahrscheinlich schon von all den Artikeln kennen,
Paul Steinbach: die ich in den letzten zweieinhalb, drei Jahren verfasst habe.
Paul Steinbach: Mit der Zeit ist es irgendwie immer mehr geworden und einige kennen mich vielleicht
Paul Steinbach: dann auch durch den Schachtpost Newsletter, der jeden Montag um 19.46 erscheint,
Paul Steinbach: also soweit zu mir, würde ich sagen.
Martin van Elten: Ja, vielleicht magst du noch mal darstellen, wie ist denn so ungefähr immer
Martin van Elten: dein Arbeitsalltag um den Verein?
Martin van Elten: Also du bist ja regelmäßig auch bei den Pressekonferenzen und bei den Spielen,
Martin van Elten: also wir kennen uns auch größtenteils, würde ich sagen, aus der Mix so und so,
Martin van Elten: Das ist ja schon auch eine deiner Besonderheiten, dass ihr ja auch einfach den
Martin van Elten: Zugang zu einem Verein noch so habt.
Paul Steinbach: Absolut. Der Arbeitsalltag sieht eigentlich so aus, dass man zwei Tage ungefähr
Paul Steinbach: vor dem Spiel die Pressekonferenz hat, wo auf das Spiel des Wochenendes geblickt wird.
Paul Steinbach: Fragen an den Trainer oder Spieler, je nachdem, was da vor einem da organisiert, gestellt werden.
Paul Steinbach: Und da versucht man natürlich dann das Gesagte irgendwo in einen Artikel zu
Paul Steinbach: verpacken, mit Spielvorschauen.
Paul Steinbach: Vielleicht hat man davor oder danach, je nachdem, das Training verfolgt und
Paul Steinbach: hat dann noch ein paar Inputs gesammelt.
Paul Steinbach: Und dann geht eigentlich schon der Blick auf das Wochenende,
Paul Steinbach: wo die Spiele stattfinden.
Paul Steinbach: Da wird während des Spiels der Spielbericht geschrieben, der mit Abpfiff online
Paul Steinbach: gehen soll, online gehen muss.
Paul Steinbach: Und dann geht es schnellen Schrittes in die Mixed Zone, wo wir uns dann immer
Paul Steinbach: sehen und dann werden die Spieler
Paul Steinbach: interviewt und da werden bestenfalls so viele Interviews gesammelt,
Paul Steinbach: damit man ganz lange in den nächsten Tagen damit zu tun hat und was ausschreiben
Paul Steinbach: kann. Das ist eigentlich...
Martin van Elten: Vielleicht noch eine allerletzte Frage dazu. Wie hat sich das denn so in den
Martin van Elten: letzten Monaten oder Jahren verändert?
Martin van Elten: Also ich glaube, wir hatten uns da schon mal drüber enthalten.
Martin van Elten: Es wird auch immer schnelllebiger, das Geschäft des Nachrichtendonialismus,
Martin van Elten: gerade so als Printmedium, oder?
Paul Steinbach: Ja, absolut. Das Gute für mich ist, ich kenne es nicht anders,
Paul Steinbach: weil ich ja, was das anbelangt, ja noch recht neu dabei bin im Vergleich zu
Paul Steinbach: anderen. Also ich bin ja erst 26.
Paul Steinbach: Insofern habe ich ja schon mit dieser Schnelllebigkeit von Anfang an zu tun gehabt.
Paul Steinbach: Aber es hat sich schon echt krass entwickelt, wenn man das so dann betrachtet
Paul Steinbach: aus der Ferne, dass auch das Fernsehen ist vor Ort und Fernsehen hat schnell Stimmen.
Paul Steinbach: Und dann geht es darum, auch als Printjournalist extrem schnell zu sein,
Paul Steinbach: damit man beispielsweise mit den Stimmen eben so schnell rausgeht,
Paul Steinbach: damit man vielleicht noch gegenüber anderen Medienhäusern einen Vorteil hat.
Paul Steinbach: Also, ich sag mal so, langweilig wird es nie. Man muss immer schnell sein.
Paul Steinbach: Das ist so ein Grundsatz.
Martin van Elten: Ja, Florian und Tobias, wie nehmt ihr denn so die Medienlandschaft insgesamt wahr?
Martin van Elten: Ich habe schon das Gefühl, dass sich das auch krass verändert hat,
Martin van Elten: dass es auch viel mehr darum geht, wer irgendwas als erstes raushaut, oder?
Tobias Düsterdick: Ja, auf jeden Fall. Also ich denke so ein bisschen, also gerade bei dieser Fußball,
Tobias Düsterdick: also bei dieser TV-Fußball-Landschaft ist es für mich immer so ganz auffällig,
Tobias Düsterdick: nach den Spielen werden halt immer so super generische Interviews halt irgendwie auch geführt.
Tobias Düsterdick: Also, wo ich mir dann irgendwie auch sagte, derjenige, der Moderator oder der interviewende,
Tobias Düsterdick: kann die Antworten sich da ja auch im Wesentlichen selber geben,
Tobias Düsterdick: weil du kriegst halt immer, wie ich finde, zum Teil super glattgeleckte Antworten
Tobias Düsterdick: und wo ich dann auch immer so denke, okay, das hättest du dir jetzt irgendwie auch sparen können.
Tobias Düsterdick: Also, wie fühlt sich das nach der Niederlage? Der wird wohl kaum irgendein Spieler
Tobias Düsterdick: sagen, ich fühle mich prima und mir ist das eigentlich scheißegal.
Martin van Elten: Ja, Florian, ich glaube, da haben wir noch eine ganz andere Zugänglichkeit zum Verein, oder nicht?
Florian Dawin: Ja, ich glaube, dass auch in den letzten Jahren da schon die Nähe zu den Vereinen
Florian Dawin: deutlich größer geworden ist. Der Zugang, besser gesagt, vielleicht nicht die Nähe.
Florian Dawin: Denn vor 10, 15 Jahren hatte man ja dann wirklich nur den Printbereich,
Florian Dawin: dass man dann eben am Montag in der Zeitung die Dinge gelesen hat,
Florian Dawin: die dann die Kollegen und Kolleginnen geschrieben haben.
Florian Dawin: Und heutzutage ist es ja wirklich schon so, dass ja schon der Live-Ticker,
Florian Dawin: also alle möglichen Medien haben Live-Ticker vor Ort, dann haben sie Leute,
Florian Dawin: die Social Media machen, die da schon was raushauen.
Florian Dawin: Wir hauen da ja auch teilweise relativ zügig was raus, aber eigentlich hast
Florian Dawin: du ja schon eine halbe Stunde nach Spielapfels hast du ja schon super viel Informationen,
Florian Dawin: Videomaterial von verschiedensten Leuten, Bildmaterial,
Florian Dawin: sodass die Leute es schon teilweise auf dem Weg nach dem Stahl nach Hause konsumieren
Florian Dawin: können und das hat sich dann deutlich auch verändert und ich glaube auch,
Florian Dawin: dass die Vereine natürlich auch andererseits dort durch Vereins-TV oder Vereinsmedien
Florian Dawin: auch natürlich versuchen,
Florian Dawin: ihre Narrative, ihre Sicht zu setzen.
Martin van Elten: Gut. Ja, Paul, du hast ja auch einen
Martin van Elten: weit beachteten Artikel zum Abstieg geschrieben oder einen Kommentar.
Martin van Elten: Da haben wir auch die Bitte bekommen, dass wir uns da mal mit auseinandersetzen sollen.
Martin van Elten: Und das Ganze würde ich auch gerne heute als Diskussionsgrundlage benutzen für
Martin van Elten: die folgende Saisonanalyse, die wir dann in Clustern machen,
Martin van Elten: also immer so Abschnitten.
Martin van Elten: Vielleicht kannst du nochmal so die fünf wichtigsten Sachen zusammenfassen aus
Martin van Elten: deiner Sicht, woran jetzt der Abstieg vor allen Dingen liegt.
Paul Steinbach: Ja, man musste auf jeden Fall meiner Meinung nach schon ein paar Jährchen zurückgehen.
Paul Steinbach: Das war ja auch im Endeffekt das Ansinnen des Textes, dass dieser gesamte Abstieg
Paul Steinbach: eigentlich schon vor Jahren begonnen hat, mit falschen Entscheidungen,
Paul Steinbach: mit Personalentscheidungen,
Paul Steinbach: die eher nach Schnellschüssen aussahen, wenig durchdacht waren und sich im Endeffekt
Paul Steinbach: dann auch nicht wirklich bewährt haben.
Paul Steinbach: Dirk Schuster ist so ein Personalie, der eigentlich gute Dinge erreicht hat mit dem FC Erzgebirge.
Paul Steinbach: Man wurde einmal Siebter, man wurde einmal Zwölfter und hat sich dann von ihm
Paul Steinbach: getrennt aus, wenn man das einmal rein sportlich betrachtet,
Paul Steinbach: eigentlich fragwürdigen Gründen. Man stand auf sicheren Beinen in der 2.
Paul Steinbach: Bundesliga, hatte überhaupt nichts mit dem Abstieg zu tun und das muss ja eigentlich
Paul Steinbach: das Ziel sein, das FC Erzgebirge, dann ist es eben zur Trennung gekommen und
Paul Steinbach: man hat mit Alexej Spielewski einen Trainer geholt.
Paul Steinbach: Der so schnell, wie er gekommen ist, eigentlich auch wieder weg war, weil sich,
Paul Steinbach: weil der Erfolg ausgeblieben ist. Und mit Timo Rost war es dann ähnlich.
Paul Steinbach: Erfolg ausgeblieben, man war nach dem Abstieg in die dritte Liga auch sofort
Paul Steinbach: wieder irgendwo im Abstiegskampf.
Paul Steinbach: Also da waren so Personalentscheidungen dabei, die halt auch dafür gesorgt haben,
Paul Steinbach: dass der FC Erzgebirge aus der zweiten Bundesliga abgestiegen ist und dann auch
Paul Steinbach: in der dritten Liga sofort irgendwo Probleme hatte.
Paul Steinbach: Und Leonhardt war zurückgetreten. Es ist eine neue Vereinsführung gekommen,
Paul Steinbach: die alles anders machen wollte, irgendwie alles besser machen wollte und es
Paul Steinbach: im Endeffekt dann nicht besser gemacht hat.
Paul Steinbach: Denn mit der Konsequenz, nun in der Regionalliga gelandet zu sein,
Paul Steinbach: ist es eben so, dass man nicht besser dasteht, sondern wesentlich schlechter.
Paul Steinbach: Genau vor ein paar Jahren ist man aus der 2. Bundesliga an die Regionalliga
Paul Steinbach: abgestiegen, erstmals viertklassig in der Vereinsgeschichte.
Paul Steinbach: Da sind so viele Dinge daneben gelaufen.
Paul Steinbach: Und man hat eben teilweise Fehler wiederholt,
Paul Steinbach: die bereits unter der alten Vereinsführung schon gemacht wurden.
Paul Steinbach: Der Leonharz wurde damals vorgeworfen, unter anderem, es gab viele Vorwürfe,
Paul Steinbach: aber unter anderem eben diese fragwürdigen Personalentscheidungen,
Paul Steinbach: Schnellschüsse, sich zu sehr an das Sportliche eingemischt zu haben und genau
Paul Steinbach: das passiert ja aktuell wieder.
Paul Steinbach: Man hat Matze Heydrich zum Beispiel im Dezember im Endeffekt überstimmt als Vereinsführung.
Paul Steinbach: Hat gemeint, es besser zu wissen oder es anders machen zu wollen.
Paul Steinbach: Und im Endeffekt haben sich diese Entscheidungen überhaupt nicht bewährt,
Paul Steinbach: sondern sind eher nach hinten losgegangen.
Paul Steinbach: Das war eigentlich so, jetzt mal ganz kurz zusammengefasst, dieser lange,
Paul Steinbach: lange Kommentar, wo es einfach darum ging zu beschreiben, dass die Dinge schon
Paul Steinbach: vor vielen Jahren angefangen haben.
Martin van Elten: Und man die Fehler wiederholt hat das würde ich auch nochmal rausstreichen dass
Martin van Elten: das auf jeden Fall bei mir hängen geblieben ist dass du sagst man kommt wieder
Martin van Elten: in die alten Muster zurück auch nochmal gerade das was du sagtest mit dem Vorstand,
Martin van Elten: dass man sich in Sportliche einmischt, ich glaube das haben wir auch schon,
Martin van Elten: mehrmals im Podcast irgendwie angesprochen dass das für uns oft widersprüchlich teilweise,
Martin van Elten: Und ich glaube, das ist auch was,
Martin van Elten: woran man gut so die Saison jetzt halt analysieren oder diskutieren kann.
Martin van Elten: Ja, vielleicht Florian. Wir waren ja zusammen in Nordirland.
Martin van Elten: Damit ist ja die Saison irgendwie angefangen. Ich kann mich auch noch daran
Martin van Elten: erinnern, man war irgendwie voller Vorfreude.
Martin van Elten: Man hatte große Erwartungen, Neuzugänge.
Martin van Elten: Ich denke zum Beispiel mal an Erik Weinhauer, der mit viel Taram für kolportierte
Martin van Elten: 40.000 Euro aus Jena gekommen ist.
Martin van Elten: Trotzdem hatte man damals vielleicht auch noch so ein bisschen die Hoffnung,
Martin van Elten: es kommen neue Neuzugänge noch, weil der Marcel Bär seit März verletzt war und
Martin van Elten: man ja auch eine schlechte Rückrunde unter Härte gespielt hat.
Martin van Elten: Wie würdest du die Stimmungslage im Sommer beschreiben?
Florian Dawin: Ja, die Stimmungslage im Sommer in Nordirland war grandios.
Florian Dawin: Also es war ein absolut geniales Event aus Fansicht.
Florian Dawin: Man ist da super angenommen worden. Man hat auch das Spiel gewonnen.
Florian Dawin: Das war auch, ja, muss man vielleicht im Nachhinein sagen, der sportliche Wert
Florian Dawin: des Spiels ist fragwürdig, aber man hat ja insgesamt eine positive Stimmung
Florian Dawin: und wenn man dann eben auf die Neuzugänge erstmal blank drauf guckt…,
Florian Dawin: Muss man auch sagen, da sind ja auch gute Spieler dabei.
Florian Dawin: Also es sind auch Spieler dabei, die ich auch, wo ich jetzt heute rückblickend
Florian Dawin: sagen würde, ja kann ich gut verstehen, dass man die damals verpflichtet hat.
Florian Dawin: Also es war einfach eine sehr, sehr gute, positive Stimmung,
Florian Dawin: die wir ja dann auch mit in dieses erste Heimspiel gegen Cottbus,
Florian Dawin: mit in das erste Heimspiel gegen Rostock genommen haben, wo wir ja vor Ort waren.
Florian Dawin: Da hat man ja gemerkt, da waren alle heiß. Rostock als super Rückrunden-Mannschaft in der Saison davor.
Florian Dawin: Da war so ein bisschen die Erwartungshaltung, wir treffen gerade zwei Mannschaften
Florian Dawin: aufeinander, die am Ende um den Aufstieg mitspielen oder sagen wir zumindest
Florian Dawin: um die ersten sechs bis acht Plätze.
Florian Dawin: Und ja, auch als wir dann nach dem 1-1, nee, 0-0 war es ja, ne?
Martin van Elten: 0-0, ja.
Florian Dawin: Weil wir gefahren sind, war ich eigentlich positiver Dinge.
Martin van Elten: Wie siehst du es, Paul? Es wurde ja auch vor allem kritisiert zum Beispiel,
Martin van Elten: dass man in der Abwehr nur einen Verteidiger hatte mit Seifert auf links,
Martin van Elten: der sich dann auch noch verletzt.
Martin van Elten: Es gab keinen Ersatz für Marcel Beer, das war ja auch so lange eine Diskussion.
Martin van Elten: Es wurden ja verschiedene Stürmer korportiert. Also man denkt ja zum Beispiel
Martin van Elten: nur mal an Pascal Testrot, der mit dem Verein in Kontakt gebracht wurde.
Martin van Elten: Wie siehst du so die Saisonvorbereitung bis zum Ligastart?
Paul Steinbach: Ja, ich habe es eigentlich ähnlich erlebt wie Flo. Ich hatte den Eindruck,
Paul Steinbach: dass der Kader gar nicht so schlecht zusammengestellt ist.
Paul Steinbach: Ich meine, nehmen wir mal einfach als Beispiel Eric Ullmann her,
Paul Steinbach: der eine super Saison gespielt hatte bei Hannover 96-2, war dort Kapitän.
Paul Steinbach: Er hat auch ein paar Scorer gesammelt, gleich alle Elfbeter geschossen.
Paul Steinbach: Aber da waren schon Spieler dabei, die durchaus Potenzial haben und auch eine
Paul Steinbach: gewisse Vorfreude ausgelöst haben im Vereinsumfeld, auch Julian Guttau.
Paul Steinbach: Die Fahrt nach Nordirland hat eine Euphorie ausgelöst in gewisser Weise.
Paul Steinbach: 1200 Fans, die da mitfahren und ein gutes Spiel vom FC Erzgebirge erleben.
Paul Steinbach: Es ist so eine Nähe entstanden.
Paul Steinbach: Diesen Schwung hat man eigentlich auch mitgenommen in die Vorbereitung im Trainingslager
Paul Steinbach: und hatte ein sehr gutes Gefühl, weil die Mannschaft den Eindruck machte,
Paul Steinbach: sehr schnell zusammengewachsen zu sein.
Paul Steinbach: Allerdings hat sich das dann eben in der Saison nicht wirklich wiedergespiegelt
Paul Steinbach: auf dem Platz auch wenn der Start natürlich sehr vielversprechend war gegen
Paul Steinbach: Rostock wo Stefaniak auch noch die große Möglichkeit hat mit dem Straftaus den
Paul Steinbach: Sieg einzufahren aber ja letzten Endes hat sich dann auch mit der Niederlage
Paul Steinbach: in Ulm eine Woche später schon irgendwie angedeutet dass die Probleme,
Paul Steinbach: die es bereits in der Rückrunde der Vorsaison gab irgendwie noch mit über den
Paul Steinbach: Sommer hinweg gezogen haben,
Paul Steinbach: und das Ende von Lied ist eigentlich, dass man da auch zu wenig Punkte eingefahren
Paul Steinbach: hat und das selber war, wie gesagt, schon in einem halben Jahr zuvor der Fall.
Martin van Elten: Denkst du denn, man hat die Probleme unter Hertha dann zu spät sehen wollen
Martin van Elten: oder konnte man sich im Verein nicht durchsetzen?
Martin van Elten: Ich meine, wenn wir jetzt auf Matze Heydrich gucken, wollte er ja Hertha schon
Martin van Elten: mutmaßlich nach dem siebten Spieltag gegen Osnabrück entlassen,
Martin van Elten: weil es irgendwie nicht passt.
Martin van Elten: Das Theater um Emma und Heydrich, diese Gruppenbildung, darüber wird ja auch
Martin van Elten: schon lange geschrieben.
Paul Steinbach: Ja, da spielen mehrere Dinge hinein. Du hast es auch schon davor angesprochen
Paul Steinbach: mit der Tatsache, dass man eben nur mit einem Linksverteidiger in die Saison
Paul Steinbach: geht oder eben keinen Marcel-Berr-Ersatz holt, was auf jeden Fall ein Fehler war.
Paul Steinbach: Das habe ich gerade eben vergessen, das wollte ich jetzt noch ergänzen.
Paul Steinbach: Man hätte auf jeden Fall gerade im Sturm nochmal nachlegen müssen.
Paul Steinbach: Man konnte sich nicht darauf verlassen, dass Marcel-Berr überhaupt im Oktober
Paul Steinbach: wieder zurückkehrt. Das hätte auch noch viel länger dauern können.
Paul Steinbach: Im Endeffekt war es gut für den FC Erzgebirge, dass er dann letztlich im November
Paul Steinbach: gegen Lok Leipzig auch wieder auf dem Platz stand. Also das sind so Dinge.
Paul Steinbach: Und wenn dann eben noch abseits des Platzes, solche Themenauftauchungen wie
Paul Steinbach: zwischen Hertel und Emma, dass es da nicht funktionieren soll,
Paul Steinbach: das hilft natürlich im Gänse auch nicht.
Paul Steinbach: Im Endeffekt ist es so, dass Lars Fuchs, der dann letztendlich kam,
Paul Steinbach: ja auch schon viel eher zum Beispiel zum FC Erzgebirge kommen wollte.
Paul Steinbach: Da auch das schon eher Kontakte gegeben hat, das nicht zustande kam es wohl
Paul Steinbach: andererseits auch so gewesen sein muss, dass Jens Hertel auch jetzt nicht explizit
Paul Steinbach: danach gerufen hat, einen neuen Co-Trainer an der Seite haben zu wollen,
Paul Steinbach: Und insofern, es sind dann so Themen, die wie gesagt ablenken von der Tatsache,
Paul Steinbach: dass einfach auf dem Platz die Leistungen nicht gestimmt haben.
Paul Steinbach: Und aus welchen Gründen auch immer, ich glaube, das sind dann wirklich mehrere
Paul Steinbach: Gründe, die dafür gesorgt haben und nicht nur die, die wir jetzt auch schon besprochen haben.
Martin van Elten: Tobias, war der Kader zu dünn zu dem Zeitpunkt? Du schaust ja auch immer gerne
Martin van Elten: auf unsere Neuzugänge und auf Spielweisen oder was ich vielleicht auch nochmal konkretisieren will.
Martin van Elten: Also wenn man sich anguckt, es hat ja auch fast die ganze Saison die gleiche
Martin van Elten: Abwehr gespielt, die relativ wackelig war.
Martin van Elten: Man hatte dann ja auch wenig Breite im Kader und trotzdem 70 Gegentore.
Tobias Düsterdick: Ja genau, ich glaube, das ist das entscheidende Problem gewesen.
Tobias Düsterdick: Also ich glaube, das kann man
Tobias Düsterdick: jetzt gar nicht so an den einzelnen Spielern irgendwie auch klar machen.
Tobias Düsterdick: Wir hatten dann einen ganz jungen Tristan Zobel geholt, der hätte die Kohlen
Tobias Düsterdick: nicht aus dem Feuer holen können.
Tobias Düsterdick: Und Ryan Malone, von dem man glaube ich aufgrund seiner Erfahrungen,
Tobias Düsterdick: also ich hätte von ihm bedeutend mehr erwartet, denn wie gesagt,
Tobias Düsterdick: diese Sache mit diesem, dass wir nur einen Linksverteidiger hatten,
Tobias Düsterdick: was ja damals schon gesagt hatte, dass ich das äußerst kritisch finde,
Tobias Düsterdick: dann hatten wir natürlich auch so als Ersatz für Marcel Bär eigentlich nur Stürmer,
Tobias Düsterdick: die jetzt eigentlich ja nur bei mittelklassischen Viertelgisten wahrscheinlich
Tobias Düsterdick: irgendwie gut performt hätten.
Tobias Düsterdick: Also ich denke, ich glaube, dass wir einerseits natürlich großes Pech hatten,
Tobias Düsterdick: aber gleichzeitig auch nicht die Breite im Kader hatten.
Tobias Düsterdick: Wir hatten dann natürlich nochmal auf der Linksverteidiger-Position da ja nochmal
Tobias Düsterdick: ganz gut nachgelegt mit Collins.
Tobias Düsterdick: Aber weißt du noch, als ich neben dir saß, irgendwie in dem einen Spiel als
Tobias Düsterdick: Collins zum ersten Mal reingekommen ist, Martin, der sich irgendwie warm gemacht hat.
Tobias Düsterdick: Und ich dann irgendwann während des Spiels sagte, du, ich glaube, der hat sich verletzt.
Tobias Düsterdick: Ich glaube, das war gegen 60.
Martin van Elten: Ne?
Tobias Düsterdick: Das war gegen 60, wo er dann irgendwie gegen Mitte, Ende der zweiten Halbzeit
Tobias Düsterdick: gehumpelt hat und ich dachte, okay, der hat jetzt so lange nicht gespielt,
Tobias Düsterdick: der hat sich jetzt nochmal kurz warm gemacht, der wird sich den Muskelfaserriss geholt haben.
Tobias Düsterdick: Das heißt also, wir haben circa ein Drittel unserer Saison eigentlich ohne einen
Tobias Düsterdick: echten Linksverteidiger gespielt.
Florian Dawin: Ja, da hat dann ja auch Paul Seidel ist dann ja als junger Mann mit auf die
Florian Dawin: linke Seite gekommen, der dann drei, vier, fünf Spiele auch in Fair damals gemacht hat.
Florian Dawin: Das hat er für einen jungen Mann aus der eigenen Jugend gut gemacht,
Florian Dawin: aber halt nicht auf dem Drittliganiveau.
Martin van Elten: Es gab noch eine andere große Debatte im Sommer, Tobi. Das war um Martin Menne.
Martin van Elten: Fing das schon an, weil er ja bei der Einstellung seines Sohnes war.
Martin van Elten: Und dann hatten wir ja auch so eine Verkettung. weiß nicht, ob du dich noch
Martin van Elten: erinnerst, Uli stand dann erst im Tor, hat sich verletzt.
Martin van Elten: Und das war ja auch so ein bisschen der Weg für Louis Lord.
Tobias Düsterdick: Genau, also da habe ich ihn ja auch in dem Interview auch darauf angesprochen,
Tobias Düsterdick: dass er jetzt auf einmal von der Nummer 3 zur Nummer 1 geworden ist und sich
Tobias Düsterdick: auf einmal jetzt zu einem wirklich echt guten Drittliga-Torhüter entwickelt hat.
Tobias Düsterdick: Der hat immer noch ab und an so seine Wackler, aber ich glaube,
Tobias Düsterdick: für den war das, glaube ich, wirklich auch die Gunst der Geschichte, würde ich sagen.
Tobias Düsterdick: Aber ich glaube schon irgendwie, dass Martin Menne,
Tobias Düsterdick: man muss es vielleicht auch sagen, der ist jetzt glaube ich mein Alter,
Tobias Düsterdick: der ist jetzt glaube ich so 38,
Tobias Düsterdick: ich glaube der hat doch langsam so ein bisschen genug also so ein bisschen und
Tobias Düsterdick: er hat dann irgendwie auch gesagt,
Tobias Düsterdick: okay gut ich bin jetzt lieber bei einer Einschule und meines Sohns dabei,
Tobias Düsterdick: vielleicht auch jetzt so ein bisschen auch vor dem Hintergrund hat gesagt,
Tobias Düsterdick: er hat ja auch ganz ganz viel bei seinen Kindern auch verpasst Ja.
Martin van Elten: Ist auf jeden Fall eine Sache, die sich durchzieht Martin Mellon nur 28 Ligaspiele,
Martin van Elten: Lois Lord 10 Ligaspiele Max Ulrich 1 Ligaspiel die Jugend heute auf jeden Fall
Martin van Elten: mehr im Blickpunkt, aber um nochmal ein bisschen in die Analyse der ersten sieben
Martin van Elten: Spiele zu gehen, also wir waren mit vier Punkten nach dem Osnabrück-Spiel auf dem 18.
Martin van Elten: Platz, wir haben nur gegen Havelse gewonnen, ganz knapp,
Martin van Elten: das Unentschieden gegen Hansa und dann noch fünfmal verloren und ich glaube
Martin van Elten: Paul, da war schon der Druck auf Hertel riesengroß und es wurde ja auch kolportiert,
Martin van Elten: dass er dann ja entlassen werden sollte, was dann aber nicht passiert ist.
Paul Steinbach: Ja, nach dem Osnabrück-Spiel hatte ich auch mit Jan Zertl gesprochen,
Paul Steinbach: vor Ort an der Bremer Brücke.
Paul Steinbach: Und da war schon niedergeschlagen, absolut verständlich.
Paul Steinbach: Er hat einem auch echt leidtun können, muss man sagen. Das Osnabrück-Spiel zum
Paul Steinbach: Beispiel, ich weiß nicht, ob ihr das noch vor Augen habt.
Martin van Elten: Die rote Karte für Ballon, ne?
Paul Steinbach: Genau, aber schon viel eher. Aue macht halt eigentlich ein richtig gutes Spiel
Paul Steinbach: beim VfL Osnabrück, wo der VfL noch lange nicht so in den Lauf hatte,
Paul Steinbach: den der VfL dann zum Ende der Saison hatte, weshalb der VfL auch absolut verdient aufgestiegen ist.
Paul Steinbach: Da war Aue mindestens mal gleichfertig, hatte gute Chancen.
Paul Steinbach: Man hatte vor der Halbzeitpause die große Möglichkeit durch Julian Kotau,
Paul Steinbach: als er den Pfosten trifft und dann in der zweiten Halbzeit machst du wieder die Tore nicht.
Paul Steinbach: Julian Günter Schmidt hat die Riesenmöglichkeit dann letztlich auf das 2-2.
Paul Steinbach: Man hat immer so, es zieht sich auch wie ein roter Faden durch die Saison,
Paul Steinbach: dass man diese Schlüsselmomente nie nutzen konnte.
Paul Steinbach: Man hat es in diesen Momenten immer verpasst, irgendwo oder irgendwie das Platz
Paul Steinbach: zu wenden und auf die eigene Seite zu ziehen. und das war in diesen ersten sieben
Paul Steinbach: Spielen schon absehbar und hat sich dann leider sofort gesetzt.
Paul Steinbach: Wie gesagt, Jens Herde konnte man zu dem Zeitpunkt meiner Meinung nach eigentlich
Paul Steinbach: nicht mal konkret was vorwerfen,
Paul Steinbach: weil man eben auf dem Platz es verpasst hat, die Schlüsselmomente anders ausgehen zu lassen.
Martin van Elten: Aber es spricht ja nicht jetzt gerade dafür, dass Manze Heyrich irgendwie die
Martin van Elten: Führungsgewalt im Verein hat, dass er da nicht immer den Trainer entscheiden kann, oder Flo?
Martin van Elten: Das ist ja vielleicht auch schon so, wo es anfängt, dass der Vorstand sich mehr
Martin van Elten: ins Sportliche einmischt.
Florian Dawin: Ja, das ist auf jeden Fall so. Das ist die wiederkehrende Frage des Verantwortungsbereich
Florian Dawin: oder des Entscheidungsbereich des Sportdirektors, Geschäftsführer Sport,
Florian Dawin: wie man das Kind auch nennt.
Florian Dawin: Und dementsprechend ist das ja dann wieder, was Paul auch am Anfang aufgeworfen
Florian Dawin: hat aus seinem Artikel, dass auch hier wieder die Gremien, um diesen Begriff mal zu benutzen,
Florian Dawin: Vorstand, sich dann doch tatsächlich in die konkrete sportliche Arbeit mit einmischt.
Florian Dawin: Und was sie ja dann, das ist ja der Witz an der Sache, jetzt heute wieder sagen,
Florian Dawin: wir haben gemerkt, wir müssen uns wieder mehr in die sportlichen Bereiche mit einmischen.
Florian Dawin: Ich glaube, das haben sie ja eigentlich die ganze Saison doch schon sehr stark gemacht.
Martin van Elten: Aber ich verstehe das ja auch so, dass man sich aus dem Sportlichen raushält.
Martin van Elten: Vor drei Jahren war das ja auch so, als der neue Vorstand angetreten ist.
Martin van Elten: Oder das ist ja mittlerweile schon, nee, vier Jahre ist es ja,
Martin van Elten: also dreieinhalb Jahre ist es ja quasi, ja 2022 ist ja der Helge Leonhard abgetreten.
Martin van Elten: Und da war ja auch so ein bisschen die Prämisse, man hält sich jetzt raus.
Martin van Elten: Also wie Paul auch gerade schon meinte. Also das ist ja vielleicht auch das,
Martin van Elten: wo es anschließt, dass man daraus nicht gelernt hat.
Martin van Elten: Oder beziehungsweise, dass man das wieder revidiert.
Martin van Elten: Wir mischen uns jetzt doch wieder ins Sportliche ein.
Florian Dawin: Ja, das ist es und das ist ja die Frage, hat man vielleicht zu dem Zeitpunkt
Florian Dawin: auch schon wirklich nicht mehr so viel Vertrauen in Matze Heydrich gehabt nach
Florian Dawin: dem schwachen Saisonstart,
Florian Dawin: denn die Neuzugänge, die er geholt hat oder die geholt wurden,
Florian Dawin: haben ja auch schon am Anfang wirklich teilweise nicht funktioniert.
Florian Dawin: Also Weinauer ist gar nicht reingekommen, Guttau war ja erstmal dann auch verletzt,
Florian Dawin: Malone, also vielleicht ist da auch irgendwo der Punkt.
Florian Dawin: Wo das Vertrauen schon in Matze Heydrich schon früh verloren war,
Florian Dawin: dass man ihm nicht mehr so viel Verantwortung gegeben hat.
Paul Steinbach: Ja, ich glaube, mich mal noch kurz einzuschalten, was auch dafür gesorgt hat,
Paul Steinbach: dass man da vielleicht weiter an Herde festgehalten war, weil natürlich einerseits,
Paul Steinbach: dass die Vereinswürden halt trotzdem ein bisschen Kontinuität haben wollte,
Paul Steinbach: auf der Trainerposition.
Paul Steinbach: Herde war ja trotzdem erst zu dem Zeitpunkt, ja, ein knappes Dreivierteljahr da,
Paul Steinbach: nachdem ja im Endeffekt schon die Deutsche Entlassung unglücklich verlaufen
Paul Steinbach: war, wo es dann im Nachhinein so heißt, als wäre der Roland Frötschner als Vereinspräsident
Paul Steinbach: da so eine führende Kraft gewesen,
Paul Steinbach: das so durchzuboxen.
Paul Steinbach: Ja, wahrscheinlich hatte da einfach die Vereinsführung gehofft oder das Gefühl,
Paul Steinbach: dass es vielleicht nicht allein an Hertel liegt und dass da die Möglichkeit
Paul Steinbach: ist oder dass noch so viel Zeit ist, dass es ja noch in die andere Richtung gehen kann.
Paul Steinbach: Und vielleicht war die Vereinsführung auch zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz
Paul Steinbach: so, wie soll ich sagen, begeistert von Heidrichs Anzinn, Schuppetitze-Asthmer da hinzusetzen.
Paul Steinbach: Wir werden ja dann sicherlich auch noch im weiteren Verlauf darauf zu sprechen
Paul Steinbach: kommen, wie das dann abgelaufen ist, aber das wird sicherlich auch noch Rolle
Paul Steinbach: gespielt haben zu dem Zeitpunkt.
Martin van Elten: Hm, was ja auch eine interessante Fügung oder Wendung ist.
Martin van Elten: Ja, auf jeden Fall, es folgten erstmal zwei Siege, also da gibt es ja wieder
Martin van Elten: diesen Effekt, was passiert, wenn man am Trainer festhält, es kann genau das
Martin van Elten: gleiche passieren, wie wenn man Trainer wechselt, irgendwann gewinnt man mal wieder.
Martin van Elten: Ich glaube, gegen 60 war es ein verdienter Sieg. Gegen Aachen war es auf jeden
Martin van Elten: Fall ein schmeichelhafter, verrückter Sieg mit der Fallmannflanke,
Martin van Elten: die zum Torschuss wird und zum Tor.
Martin van Elten: Also ich glaube, dass wir auch so ein bisschen da die Glücksträhne so ein bisschen wieder hatten.
Martin van Elten: Oder ich erinnere mal an das Unentschieden auch in Verl, wo wir eigentlich ja
Martin van Elten: auch 20 Schüsse, 30 Schüsse gegen uns hatten.
Martin van Elten: Das Unentschieden in Hoffenheim, das war auch kein richtig gutes Spiel.
Martin van Elten: Man holt trotzdem einen Punkt.
Martin van Elten: Klar, man hat auch doof verloren.
Martin van Elten: Und ich glaube, diese Periode, da sticht halt das Regensburg-Spiel nochmal raus.
Martin van Elten: Ein absolutes Freak-Spiel, Tobias, mit dem Weinhauer, der dann in der Nachspielzeit
Martin van Elten: den reinknallt und alle fordernden Wochen lang Weinhauer und Weinhauer ist der neue Held.
Tobias Düsterdick: Ja genau, aber das ist ja so ein typischer Effekt irgendwie,
Tobias Düsterdick: den du hast, wenn halt mal so ein ehemals gehyptes Spieler, der dann erstmal
Tobias Düsterdick: tief gefallen ist oder erstmal seine Erwartungen nicht erfüllen könnte,
Tobias Düsterdick: dann einmal trifft, dass das dann ja praktisch jetzt so zum großen Volkshelden wird.
Tobias Düsterdick: Das habe ich ja damals schon einmal in allerersten Fußballtagen erlebt mit 15
Tobias Düsterdick: Jahren bei Sachsen-Leipzig.
Tobias Düsterdick: Ja, aber das ist halt so ein bisschen, manchmal ist es dann vielleicht auch
Tobias Düsterdick: so, dass auch das große Ganze dann auch nicht gesehen wird.
Martin van Elten: Ja gut, also ich glaube aber, die nächste Phase ist auf jeden Fall die Erfolgsphase der Saison.
Martin van Elten: Man gewinnt auch noch bei Lok Mitte November, die zu dem Zeitpunkt weit vorne
Martin van Elten: sind in der Regionalliga Nordost.
Martin van Elten: Marcel Bär ist wieder dabei, der trifft auch noch gegen Lok.
Martin van Elten: Also ich finde, wir haben da ein ordentliches, gutes Spiel gemacht.
Martin van Elten: Und dann ist auch noch die Mitgliederversammlung, wo Schlesinger dann neuer Präsident wird.
Martin van Elten: Und so ein bisschen die Kritik verstummt schon und dann würde ich aber sagen,
Martin van Elten: dann verliert man unglücklich in Wiesbaden, letzte Sekunde auch noch so ein Traumtor da,
Martin van Elten: und dann das Unentschieden gegen Ingolstadt 2 zu 2 in der letzten Sekunde,
Martin van Elten: wo Jonas Scholz noch den Ausgleich macht und dann war ja schon wieder die nächste
Martin van Elten: Trainerdiskussion am Start, Paul, ich glaube da war dann wieder,
Martin van Elten: also da ging es ja dann auch schon drum,
Martin van Elten: wie geht es jetzt noch die letzten zwei Spiele vor Weihnachten rein,
Martin van Elten: das Duisburg-Spiel und das Schweinsportspiel?
Paul Steinbach: Ja, absolut. Erst einmal will ich sagen, die Mitgliederversammlung war ja vor
Paul Steinbach: dem Lok Leipzig Spiel und die Mitgliederversammlung war eigentlich im Vergleich
Paul Steinbach: zu den anderen in den letzten Jahren die ruhigste.
Paul Steinbach: Da war noch gar kein großer Aufschrei irgendwo trotz der Situation,
Paul Steinbach: der tabellarischen Situation.
Paul Steinbach: Man hat irgendwo bei jedem Fan auch, der dort vor Ort war, das Gefühl gehabt,
Paul Steinbach: dass so eine Selbstsicherheit besteht, dass der FC Erzgebirge ja gar nicht absteigen kann.
Paul Steinbach: Da kam der Sieg bei Lok Leipzig, der meiner Meinung nach eher ein bisschen glücklich war. Sehe ich auch so.
Paul Steinbach: Der FC Erzgebirge da schon eigentlich kein gutes Spiel abgeliefert hat,
Paul Steinbach: man aber wieder sofort gesehen hat, welchen Einfluss Marcel Bär auf die Mannschaft
Paul Steinbach: hat und welchen Unterschied Marcel Bär machen kann.
Paul Steinbach: Und dann sprichst du es an, das Ingolstadt-Spiel, was du in dieser Situation,
Paul Steinbach: in der du dich befindest, niemals herschenken darfst.
Paul Steinbach: Und da zieht sich dann eben wieder dieser rote Baden durch und dann war eigentlich
Paul Steinbach: klar, dass früher oder später was passieren muss.
Paul Steinbach: Es war auch für uns klar, dass jetzt irgendwas dann in den nächsten Tagen passieren wird.
Paul Steinbach: Das Ergebnis, was dann letztendlich folgte, war dann allerdings schon ein bisschen
Paul Steinbach: überraschend, wenngleich das schon irgendwo sich angedeutet hatte mit den Aussagen,
Paul Steinbach: die getroffen wurden von der Vereinsführung.
Martin van Elten: Also es wurde Jörg Emmerich entlassen oder der sollte weg.
Martin van Elten: Und dann ist Matze Heidig an der Konsequenz auch gegangen, weil er das nicht mittragen wollte.
Martin van Elten: Und ich glaube, ich kann mich noch gut an die Mitteilung erinnern,
Martin van Elten: das war, Lars Fuchs wird Co-Trainer, um Hertel den Rücken zu stärken und dann
Martin van Elten: kam ja auch schon Steffen Ziffert
Martin van Elten: als Berater, der aber gleichzeitig kein Sportdirektor werden sollte.
Paul Steinbach: Genau. Es war ja auch so, dass, wie gesagt,
Paul Steinbach: Matze Heydrich hatte dort vorgetragen, dass Jens Hertel dann wirklich entlassen
Paul Steinbach: werden soll, dass man da erstmal mit Schupe Tietze interimsmäßig weiter machen
Paul Steinbach: möchte, weil er ja diese Lizenz besitzt.
Paul Steinbach: Emmerich sollte Co-Trainer bleiben und dieses Gespann sollte eben dann erstmal
Paul Steinbach: die letzten zwei Spiele zusammen bestreiten und,
Paul Steinbach: ja, es kam alles anders und im Nachhinein hat sich das, was man dann eben umgesetzt
Paul Steinbach: hat, als Verein hat sich dann auch nicht wirklich bemerkbar gemacht oder bewährt,
Paul Steinbach: wenngleich natürlich die in der kurzfristigen Sicht mit einem Punkt dann in
Paul Steinbach: Duisburg, wo man ein gutes Spiel macht und im Sieg gegen Schweinfurt natürlich
Paul Steinbach: dann trotzdem erstmal alles,
Paul Steinbach: ganz okay schien.
Martin van Elten: Ja Florian, wir waren ja auch zusammen in Duisburg. Ich glaube,
Martin van Elten: also so eine Abwehrschlacht haben wir selten gesehen, also hat einem natürlich
Martin van Elten: irgendwie dann auch nochmal so eine Hoffnung gegeben, es geht jetzt zumindest
Martin van Elten: bis Weihnachten vielleicht nicht auf den Abstiegsplatz und das Schweinfurt-Spiel
Martin van Elten: ein absolutes Freak-Spiel auch.
Florian Dawin: Ja, auf jeden Fall, das war ein ganz guter Jahresabschluss, muss man sagen. Auch wenn man schon...
Florian Dawin: Ja, gegen Schweinfurt dann feststellen muss, zu dem Zeitpunkt sah man schon,
Florian Dawin: die sind deutlich unterlegen im sportlichen Belang.
Florian Dawin: Und da hast du ja auch dann zwei Eigentore von denen.
Florian Dawin: Das war schon wirklich sehr glücklich. Ich frage mich immer noch bei dieser
Florian Dawin: Phase, die ihr jetzt ja gerade besprochen habt,
Florian Dawin: ob da diese Lösung mit Schubiditze, ob die von dem Verein nicht so gewünscht war,
Florian Dawin: weil es eine interne Lösung war und man ja nochmal vielleicht irgendwie an die
Florian Dawin: Mark-Hänsel-Phase dachte vor
Florian Dawin: einigen Jahren, wo der dann ja auch eingesprungen ist, mehr oder weniger,
Florian Dawin: und das auch nicht wirklich erfolgreich lief.
Paul Steinbach: Naja, der Grund war de facto, das hatte ich mit Schlesinger dann letzten Endes
Paul Steinbach: im April besprochen, als Schuppetize dann wirklich zum Trainer ernannt wurde.
Paul Steinbach: Warum denn nicht gleich? Warum nicht schon eher?
Paul Steinbach: Und da war es ein Argument, dass man in der Situation auf den erfahrenen Trainer
Paul Steinbach: vertrauen wollte. Auf einen, der das schon mal nachgewiesen hat, lassen zu können.
Paul Steinbach: Im Nachhinein ist es dann trotzdem fragwürdig, wie es dann gekommen ist.
Paul Steinbach: Warum man dann innerhalb von ein paar Monaten die Meinung ändert.
Paul Steinbach: Weil im Endeffekt hat Schubetitze dann in den letzten Monaten gezeigt,
Paul Steinbach: klar, wir sind ja gerade noch in einer anderen Phase, aber in den letzten Monaten
Paul Steinbach: hat er dann gezeigt, dass er es kann.
Paul Steinbach: Insofern wirkt es dann schon ein bisschen skeptisch, wenn man im November,
Paul Steinbach: Dezember dem Trainer noch nicht das Vertrauen schenken möchte und dann doch.
Martin van Elten: Tobi, ist das, was du nachvollziehen kannst?
Tobias Düsterdick: Naja, ich denke schon, also ich sage, Jens Hattel war ja eigentlich schon seit
Tobias Düsterdick: Jahren so der absolute Wunsch-Trainer-Kandidat für das Erzgebirge,
Tobias Düsterdick: ich glaube, von ihm wollte man sich nicht trennen, das ist ein renommierter Trainer,
Tobias Düsterdick: der ist jetzt mehrfach aufgestiegen und der war auch ein Trainer,
Tobias Düsterdick: der ja so auch ein bisschen aus der Region ja auch kam und ich glaube halt,
Tobias Düsterdick: mit Hänsel ist es ja damals auch wirklich, wirklich mies gelaufen,
Tobias Düsterdick: ich denke, was ich mich jetzt erinnern kann, Paul, da kannst du mich jetzt auch
Tobias Düsterdick: gerne korrigieren, der hat ja danach ja auch dann das Trainergeschäft verlassen,
Tobias Düsterdick: das Professionelle, oder?
Martin van Elten: Das war ja noch unter Helge Leonhardt und man hat sich dann ja im Prinzip von ihm getrennt.
Tobias Düsterdick: Genau, aber ich denke schon, also die Argumentation kann ich jetzt grundsätzlich
Tobias Düsterdick: nachvollziehen, aber ich glaube, was ich mir jetzt vielleicht auch so psychologisch,
Tobias Düsterdick: was ich dir auch vorstellen kann, zu sagen,
Tobias Düsterdick: okay, wir haben uns jetzt sozusagen von dem Sportdirektor getrennt,
Tobias Düsterdick: unter anderem aufgrund dieses,
Tobias Düsterdick: Aspektes und wenn wir das jetzt so schnell wieder vorziehen,
Tobias Düsterdick: würden wir ihm da jetzt auch im Grunde Recht geben.
Tobias Düsterdick: Also insofern kann ich das jetzt auch schon ein Stück weit nachvollziehen,
Tobias Düsterdick: aber ich denke, im Nachhinein ist man immer schlauer und ich weiß nicht,
Tobias Düsterdick: ob ich es in der Situation Schuppetize zugetraut hätte.
Paul Steinbach: Also ich auch nicht. Also ich hätte in dem Moment wahrscheinlich ich auch Schuppetizien
Paul Steinbach: nicht zugetraut, einfach weil mir ganz persönlich eben auch die Erfahrung gefehlt hat.
Paul Steinbach: Deswegen will ich die Entscheidung da grundsätzlich erstmal Nein gesagt zu haben
Paul Steinbach: und gar nicht irgendwo kritisieren.
Paul Steinbach: Ich habe auch gedacht, dass wenn es jemand reißen kann, dann ein erfahrener Trainer.
Paul Steinbach: War dann ja nicht so.
Martin van Elten: Aber Florian, vielleicht haben ja auch die Punkte über die Probleme noch ein
Martin van Elten: bisschen hinweggetäuscht.
Martin van Elten: Also man konnte sich ja auch noch einreden.
Martin van Elten: Zur Winterpause hatte man 22 Punkte.
Martin van Elten: Man sagte, 45 Punkte reichen für einen Klassenerhalt.
Martin van Elten: Damit war man ja im Soll. Und Aachen hat ja auch eine richtig schlechte Hinrunde gespielt.
Florian Dawin: Das stimmt. Aber andererseits, wenn man sich die Spiele nochmal anguckt,
Florian Dawin: das 60-Spiel fand ich jetzt nicht ganz so das Heimspiel ganz überzeugend.
Florian Dawin: Und da gab es doch auch diesen Eckball, der direkt reingegangen ist,
Florian Dawin: den 60 da weggepfiffen hat.
Florian Dawin: Wenn die das Tor machen, sieht das Spiel wieder anders aus. Gegen Ingolstadt,
Florian Dawin: diese Geschichte, mit dem habt ihr ja angesprochen, der Last-Minute-Sieg,
Florian Dawin: wo man ja auch schon seit der 30.
Florian Dawin: Minute in Überzahl spielte und das nicht in der Lage war, das zu gewinnen.
Florian Dawin: Das sind schon Punkte, wo man wirklich sagen kann, das war keine gute Hinrunde.
Florian Dawin: Und trotzdem will ich mich auch noch mal oder zumindest noch mal den Blick drauf
Florian Dawin: werfen, das bei der Personalie zu dem Zeitpunkt an Hertel festzuhalten.
Florian Dawin: Es gehört natürlich auch irgendwie dazu, dass er ja dann damals im Winter gekommen
Florian Dawin: ist und auch eine sehr verkorkste Wintervorbereitung hatte,
Florian Dawin: wo dann im Havelse-Spiel dann alle Spieler reihenweise, also in der Rückrunde
Florian Dawin: erstes Spiel auswärts, dann reihenweise die Spieler mit Magen-Darm wegbrachen.
Martin van Elten: Ich muss die nochmal korrigieren, das war das Hannover-2-Spiel.
Florian Dawin: Achso, ja, aber genau, Hannover 2-Spiel, selbe Stadion,
Florian Dawin: aber diese Winterverwaltung war nicht gelaufen, dann hat man mit Marcel Baer
Florian Dawin: ja eben diesen großen Verlust gehabt und dementsprechend kann ich dann auch
Florian Dawin: verstehen, dass man dem Trainer durchaus nochmal die Winterpause geben möchte.
Florian Dawin: Da kommt natürlich dann gleich auch irgendwo die ganze Geschichte um den Sportdirektor,
Florian Dawin: der dann kommt und die Verpflichtung, die dann oder die Verpflichtung,
Florian Dawin: die getätigt wurde auf der Spielerseite.
Florian Dawin: Aber ich kann es verstehen, dass man das damals so entschieden hat.
Martin van Elten: Bevor wir die Hinrunde abschließen, noch mal eine kleine Erinnerung.
Martin van Elten: Also der Torwart wurde ja auch gewechselt mit Lord, der hat die Spiele gegen
Martin van Elten: Ingolstadt, Duisburg und Schweinfurt gemacht.
Martin van Elten: Ich glaube, zu der Zeit war es auch noch mal so ein bisschen was anders gemacht,
Martin van Elten: was anders gemacht wurde, hat Hertel ja auch zum Beispiel von uns Lob für bekommen,
Martin van Elten: dass Lord dann so Riesenspiele da abliefert, wo er uns dann teilweise alleine
Martin van Elten: die Punkte da gefühlt festhält und dann starten wir ja schon ins Neujahr.
Martin van Elten: Ja, Tarnath wird eigentlich direkt vorgestellt, so die Gespräche sollen inzwischen
Martin van Elten: Weihnachten und Silvester stattgefunden haben, er ist ja schon am 5.
Martin van Elten: Januar zum Unionenspiel dann da gewesen im Erzgebirge, dann kommt Vincent Okansee
Martin van Elten: aus Bielefeld, Bielefeld 2, ist dann aber auch der einzige Neuzugang und dann
Martin van Elten: wurde ja auch kolportiert, dass Tasche und Bornstein irgendwie weg sollen,
Martin van Elten: also man hat ja noch versucht auch Spieler loszuwerden, aber keine Spieler bekommen,
Martin van Elten: dann hat man das Hansa-Spiel, wo man unglücklich verliert in letzter Sekunde.
Martin van Elten: Das 0-3 gegen Ulm, ja, mega schlechtes Spiel, Pepic macht ein Tor,
Martin van Elten: Malone haut den Pepic da um oder verletzt ihn da fast und dann das Debakel in
Martin van Elten: Havelse, Ende Januar, kurz vorm Ende der Transferperiode.
Martin van Elten: Ähm, ja ich weiß nicht, wo wir da am besten anfangen, vielleicht erstmal,
Martin van Elten: Tobias was denkst du denn, warum war es so schwierig im Winter sich noch zu
Martin van Elten: verstärken, also gerade als man sozusagen ja auch noch,
Martin van Elten: tabellarisch besser gestanden hat so die erste Januar, erste,
Martin van Elten: zweite Januarwoche sah es ja eigentlich noch ganz gut aus.
Tobias Düsterdick: Ich glaube ein Stück weit hat einfach auch die Vision gefehlt es wurde ja immer
Tobias Düsterdick: gesagt, dass auch Zahnat Zahnat irgendwie die Leute jetzt nicht von der Region
Tobias Düsterdick: das irgendwie überzeugen konnte.
Tobias Düsterdick: Also man muss es ehrlicherweise auch sagen, ich meine, das ist eine Region,
Tobias Düsterdick: das ist jetzt schön zum Hinreisen, aber ich meine, wenn du halt so Spieler verpflichten
Tobias Düsterdick: willst, irgendwie so Profispieler,
Tobias Düsterdick: die sind ja irgendwo zwischen 20 und 30 und die wollen dann ja vielleicht auch
Tobias Düsterdick: noch ein bisschen mehr Leben um sich praktisch drumherum haben.
Tobias Düsterdick: Und ich denke halt einfach auch, dass das vielleicht auch finanzielle Fragen gewesen sein könnten.
Tobias Düsterdick: Also ich glaube halt so ein bisschen, mein Metanetan hat ja überhaupt gar nicht
Tobias Düsterdick: in dieser Region verortet ist, wo er gehofft hat, irgendwie,
Tobias Düsterdick: der kann seine Kontakte zu Bayern spielen lassen, zu Hannover spielen lassen,
Tobias Düsterdick: das ist ihm da, das war vielleicht einfach auch der richtige Mann am richtigen
Tobias Düsterdick: Ort, einfach aber auch zur falschen Zeit.
Martin van Elten: Paul, ich glaube beim Mitgliederinformationsabend letzte Woche müsste es ja
Martin van Elten: gewesen sein. Da wurde ja auch nochmal zu den Winterneuzugängen nachgefragt.
Paul Steinbach: Ja, genau. Da wurden sehr viele Dinge besprochen, die in diesen Zeitraum fallen.
Paul Steinbach: Wie macht man es am besten kurz? Sportvorstand Taustein hatte gesagt beim Infoabend,
Paul Steinbach: dass man an mehreren Spielern dran war, die letzten Endes allesamt bei Allemannia Aachen gelandet sind.
Paul Steinbach: Hat das auch noch begründet, weshalb das so gewesen ist, weshalb man diese Spieler nicht bekommen hat.
Paul Steinbach: Aachens selbst wollte dieses Geld eigentlich gar nicht in den Kader stecken
Paul Steinbach: zu diesem Zeitpunkt, sondern wollte irgendwie die Geschäftsstelle neu machen,
Paul Steinbach: und hat dann aber aufgrund der Situation, dass sich Alemania befand, entschieden,
Paul Steinbach: da nochmal in die Tasche zu greifen und ein paar Spieler zu holen und da hätte
Paul Steinbach: man einfach dann nicht mitziehen können, was die Finanzen angeht.
Paul Steinbach: Es kam dann ja auch in dieser Phase, muss man sagen, trotzdem ein bisschen was dazwischen.
Paul Steinbach: Öhmischenmeier zum Beispiel im Gespräch von Dynamo Dresden der allerdings Kontakte
Paul Steinbach: da irgendwie in die Fanszene hat und deshalb sich ungern zum Rivalen nach Aue
Paul Steinbach: begeben wollte und deshalb dann auch nach Aachen gegangen ist also.
Paul Steinbach: Da sind dann schon so ein paar Dinge zusammengekommen allerdings,
Paul Steinbach: sieht das natürlich dann überhaupt nicht glücklich aus und überhaupt nicht gut
Paul Steinbach: aus für Michael Tannert wenn dann wirklich gar kein Spieler kommt außer de facto ein Oberligastürmer,
Paul Steinbach: von Bielefeld 2, gerade in der Situation, in der man sich befindet,
Paul Steinbach: gerade zu dem Zeitpunkt, wo eigentlich Neuzugänge,
Paul Steinbach: Hätten kommen müssen, muss man ganz klar sagen. Ihr habt es vorhin schon angesprochen,
Paul Steinbach: es gab viele Spieler im Team, die in der Hinrunde das Potenzial oder die Qualität,
Paul Steinbach: die sie haben, überhaupt nicht abgerufen haben.
Paul Steinbach: Ich habe es auch mehrmals damals in Artikeln thematisiert, dass bei vielen,
Paul Steinbach: vielen Spielern in der Hinrunde die Drittligatauglichkeit gefehlt hat.
Paul Steinbach: Das muss man einfach so ganz klar sagen.
Paul Steinbach: Das hat sich in vielen Situationen bestätigt.
Paul Steinbach: Und ja, dass es dann eben nicht gelingt in dieser Phase Verstärkungen zu holen und,
Paul Steinbach: gleichzeitig ja zu sagen, dass die Qualität angeblich im Kater vorhanden sei,
Paul Steinbach: ja, und es nur darum geht, DPS auf den Platz zu bringen und,
Paul Steinbach: herauszufinden, worum es nicht möglich war in der Hinterrunde DPS auf den Platz
Paul Steinbach: zu bringen, das ist dann schon ein bisschen zu einfach.
Martin van Elten: Ja, wir hatten das ja auch nochmal diskutiert, als dann Hertha schon entlassen
Martin van Elten: war, war es wahrscheinlich aussichtslos, noch jemanden zu bekommen, oder?
Martin van Elten: Also Ende Januar kriegt man dann gar keinen mehr.
Paul Steinbach: Es war sicherlich sehr spät, gar keine Frage.
Paul Steinbach: Es war ja unmittelbar nach den Haarwessel-Spielen, was an sich auch schon verrückt
Paul Steinbach: war, weil Haarwessel bis zur 70.
Paul Steinbach: Minute überhaupt nicht stattgefunden hatte, weil Aue schon klar die bessere
Paul Steinbach: Mannschaft war bis dahin und auf einmal völlig unerklärlich sich hinten reinstellt
Paul Steinbach: und dem Gegner zum Tore schießen einlädt.
Paul Steinbach: Also ein Schelm, wer da Böses denkt.
Paul Steinbach: Ich glaube, es wäre schon möglich gewesen, noch ein paar Spieler zu holen,
Paul Steinbach: aber dann kannst du eben nicht nur 20 oder 30 Leute anrufen,
Paul Steinbach: dann musst du halt so lange anrufen und versuchen, Spieler zu bekommen, bis jemand halt Ja sagt.
Paul Steinbach: Und man hat ja das auch schon bei anderen Medienberichten gelesen,
Paul Steinbach: dass es eine Menge Spieler gab, die sich selbst angeboten haben und das hatte
Paul Steinbach: ja auch Michael Tarnath selbst schon mal zugegeben.
Paul Steinbach: Ich kann mir nicht vorstellen, dass da niemand dabei war, der der Mannschaft
Paul Steinbach: hätte besser weiterhelfen können als Gwenzel Tukenzi.
Martin van Elten: Ja, ich glaube, das ist auch ein bisschen müßig, das nochmal zu Ende,
Martin van Elten: das tot zu diskutieren, warum keiner gekommen ist. es ist ja irgendwie, es ist ja Fakt.
Martin van Elten: Man kann es ja auch nicht ändern und vielleicht auch nochmal in der Chronologie zu bleiben.
Martin van Elten: Also nach dem Havelser Debakel wurde dann,
Martin van Elten: Das war auch ein bisschen ein merkwürdiges Interview. Vielleicht,
Martin van Elten: vorhin kannst du da nochmal drauf eingehen, wie ratlos Tanat war und was auch
Martin van Elten: auf uns so wirkte, also ob ihr da überhaupt die Kompetenz besitzt für diesen Schritt oder die Macht.
Florian Dawin: Ja, das war ein sehr skurriler Moment, weil ja da einfach irgendwie so stand,
Florian Dawin: ja, wir müssen jetzt erstmal nach
Florian Dawin: Hause fahren und natürlich müssen wir überdenken, was da passiert ist.
Florian Dawin: Aber man merkte wirklich, da war irgendwie, es war schon,
Florian Dawin: es wirkte sehr planlos im ersten Moment und auch möglicherweise dann eben diese
Florian Dawin: Situation, die dahinter steckt, dass er eben seit 30 Tagen im Amt war,
Florian Dawin: wahrscheinlich weniger Tage und dementsprechend auch noch gar nicht mit dem
Florian Dawin: Vorstand und mit dem Aufsichtsrat und mit den ganzen Gremien so stark im Austausch
Florian Dawin: war und noch nicht so richtig wusste, wie er das handeln soll.
Florian Dawin: Ich denke, das war dann schon klar. Aber ich denke auch schon,
Florian Dawin: dass ihm in dem Moment klar war, dass das mit Jens Hertel nicht mehr weitergehen kann.
Florian Dawin: Das wird wahrscheinlich auch ein Teil der Wahl gewesen sein.
Martin van Elten: Man war dann 17. Die drei Spiele nach der Rückrunde insgesamt verloren.
Martin van Elten: Auch verheerend 2 zu 8 Tore, minus 6. Also echt nochmal im Schnitt halt wirklich
Martin van Elten: klatschen, wenn man da mal drüber nachdenkt. Und dann kommt der neue Trainer, Tristof Dabrowski.
Martin van Elten: In Hannover Connection wurde oft gesagt, Tobias, wir hatten ja auch,
Martin van Elten: glaube ich, ja, wir hatten ja auch überlegt, wer denn überhaupt noch in der
Martin van Elten: Zeit bereit war, Aue zu übernehmen in der Situation, wo man ja quasi gar keine
Martin van Elten: Zeit mehr hatte, irgendwas zu ändern.
Tobias Düsterdick: Ja genau, ich denke, das wird ja auch das große Problem gewesen sein.
Tobias Düsterdick: Ich denke, ich greife jetzt mal so ein bisschen vor, nämlich auf den Post von Erik Mejetschak.
Tobias Düsterdick: Also das, was ich auch schon mehrfach in dem Podcast gesagt hatte,
Tobias Düsterdick: man hatte das Gefühl, dass es innerhalb dieses Vereins ja überhaupt gar nicht mehr stimmt.
Tobias Düsterdick: Und da würde ich mich jetzt irgendwie auch fragen, wer setzt sich denn jetzt
Tobias Düsterdick: in dieses Schlangenest, wenn nicht furchtbar masochistisch ist oder furchtbar
Tobias Düsterdick: verzweifelt ist oder einen furchtbar starken Todeswunsch hat.
Martin van Elten: Ja, es ist ja immer noch ein Profi-Club. Selbst in der Regionalliga hat man
Martin van Elten: ja relativ professionelle Bedingungen.
Martin van Elten: Und ja, das Profil unter Helge Leonhardt war ja oft, den nächsten Tedesco zu finden.
Martin van Elten: Also ich glaube, Paul, der Wunsch war groß, irgendwie immer jemanden zu entdecken.
Martin van Elten: Davon ist dann der neue Vorstand ein bisschen abgewichen. Der hat dann auch
Martin van Elten: eher nach Namen gescoutet. und im Endeffekt wahrscheinlich, die kannten sich
Martin van Elten: alle aus Hannover. Das wird die Erklärung sein.
Paul Steinbach: Dann hat es ja selber zugegeben, der hatte einen Mann im Telefonbuch.
Paul Steinbach: Also so ungefähr hat er es zugegeben. Das war Christoph Dabrowski,
Paul Steinbach: sie kannten sich, sie haben zusammen gearbeitet.
Paul Steinbach: Und ich persönlich war jetzt auch nicht so im ersten Moment schlechte Entscheidung.
Paul Steinbach: Also ich fand, Dabrowski hatte Hannover damals in der Liga gehalten,
Paul Steinbach: hatte bei Rot-Weiß-Essen einen ganz guten Job gemacht.
Paul Steinbach: Insofern war ich jetzt gar nicht so schlechter Dinge mit Blick auf den FCE und
Paul Steinbach: die Entscheidung hatte aber natürlich trotzdem im Hinterkopf das Gefühl,
Paul Steinbach: dass es vielleicht sogar schon zu spät sein könnte einfach weil man mit Ulm
Paul Steinbach: und Habelse zwei Schlüsselspiele verloren hat,
Paul Steinbach: Schlüsselspiele gegen direkte Konkurrenten wo man mit null Punkten rausgeht
Paul Steinbach: und im Endeffekt sind das sechs Punkte die dir am Ende fehlen und die sich auch
Paul Steinbach: nicht wieder aufholen lassen gegen direkte Konkurrenten.
Paul Steinbach: Also deswegen, das Gefühl hatte ich trotzdem, unabhängig davon,
Paul Steinbach: dass da mit Dabrowski ein neuer Trainer gekommen war und vielleicht mit dem
Paul Steinbach: einen oder anderen nochmal ein gutes Gefühl wiedergekehrt war.
Paul Steinbach: Aber ich hatte da schon meine Zweifel, ob es auch mit Dabrowski überhaupt noch reichen könnte.
Martin van Elten: Florian, bist du auch so negativ oder das Gefühl, dass man schon die Schlüsselspiele verloren hat.
Martin van Elten: Also ich glaube, das ist vielleicht auch die Art und Weise, wie man gegen Harbel
Martin van Elten: so verloren hat zum Beispiel.
Florian Dawin: Die Art und Weise definitiv. Aber wenn ich so in mich kehre,
Florian Dawin: dann glaube ich schon, da hatte ich schon noch Hoffnung, dass das funktionieren
Florian Dawin: wird oder dass es eine Möglichkeit gibt.
Florian Dawin: Denn es war ja doch noch einiges an Saison zu spielen.
Florian Dawin: Natürlich kam dann ein schwieriger Block mit Cottbus, Osnabrück,
Florian Dawin: 60 München, Aachen. hinten raus wurde es ja dann teilweise deutlich einfacher.
Florian Dawin: Das war schon durchaus möglich,
Florian Dawin: Und was mich immer wieder umtreibt, ist einfach an der Stelle nochmal eben den
Florian Dawin: Punkt, den wir auch schon öfter mal hatten.
Florian Dawin: Bei all diesen Entscheidungen, die da in diesem Jahr gelaufen sind,
Florian Dawin: wo ist da der Anteil der Spieler?
Florian Dawin: Beziehungsweise konkreter gesagt, wir sind da einfach bei dieser Debatte,
Florian Dawin: dass wir eigentlich außer Marcel Bär in der Rückrunde keinen der etablierten
Florian Dawin: Führungsspieler haben,
Florian Dawin: die wirklich eine gute, durchgehende Serie hatten.
Florian Dawin: Alle hatten irgendwelche Problemchen und Wehwehchen, also ob es jetzt, also Führungsspieler,
Florian Dawin: die den Anspruch auch an sich haben scheinbar, wie Edem Maeczak sind,
Florian Dawin: der dann zwischen Startelf und Bank pendelte,
Florian Dawin: Marvin Stefaniak, der immer wieder Schwierigkeiten hatte.
Martin van Elten: Gutau, der ständig verletzt ist, wenn man es mal ehrlich sagt.
Florian Dawin: Das ist eben auch noch ein weiterer Punkt, den wir jetzt noch gar nicht so in
Florian Dawin: die Tiefe besprochen haben.
Florian Dawin: Aber ich glaube, das ist noch ein weiteres Puzzlestück dazu.
Paul Steinbach: Das ist ja so ein Punkt, den ich vorhin schon mal angedeutet habe,
Paul Steinbach: dass es halt mehrere Gründe sind, die da im Endeffekt mit reingespielt sind.
Paul Steinbach: Und ich meine, es ist auch ein Zeichen, wenn mit Pavel Dotschev,
Paul Steinbach: Jens Hertel und Christoph Dabrowski in Summe drei renommierte Drittliga-Trainer es nicht schaffen,
Paul Steinbach: ein FC Ersgebirge irgendwo in der Spur zu halten oder überhaupt erstmal in die Spur zu bekommen.
Paul Steinbach: Und dann ist halt ein ganz entscheidender Punkt, dass Charakterspieler fehlen in der Mannschaft.
Paul Steinbach: Das war schon in den vergangenen Jahren der Fall, dass man davon so wenige hatte.
Paul Steinbach: Man hat es halt dann wieder im Sommer verpasst, da nachzulegen,
Paul Steinbach: auch weil dann im Endeffekt dann Spieler wie Weinbelohn und Müerngünder Schmidt, die ja erfahren sind,
Paul Steinbach: man sicherlich auch den jungen Spielern etwas mitgeben können,
Paul Steinbach: aber halt mit der eigenen Leistung haben, nicht mit überzeugen können.
Martin van Elten: Und es ist, glaube ich, auch eine starke Führungsspielerkrise über die Saisonphasen,
Martin van Elten: dass man auch zum Beispiel nochmal einen Fallmann hat, der ja auch letztes Jahr
Martin van Elten: nochmal große Angebote hatte, stark abgebaut.
Martin van Elten: Gibt es, glaube ich, einige, wo die Leistungen halt auch nicht mehr stimmen
Martin van Elten: und das Gerüst in der Mannschaft auch gefehlt hat.
Martin van Elten: Also wir hatten zwar ein defensives Gerüst an Leuten, die viel gespielt haben,
Martin van Elten: aber in der Offensive kann man ja wahrscheinlich gar keine Leute nennen,
Martin van Elten: die halt so ein bisschen das Gerüst ausgemacht haben.
Martin van Elten: Ich denke immer mal an Stefaniak mit seinen Verletzungen, Guter mit seinen Verletzungen,
Martin van Elten: Marcel Bär, der die halbe Saison fehlt oder ein gutes Drittel der Saison fehlt.
Martin van Elten: Also das Gerüst fehlt ja auch irgendwie so ein bisschen. Also vielleicht nochmal
Martin van Elten: zur Bilanz von Dabrowski.
Martin van Elten: Neun Spiele waren es. Die ersten beiden waren unentschieden gegen Saarbrücken
Martin van Elten: und gegen Viktoria Köln.
Martin van Elten: Und dann sieben Niederlagen in Folge. Cottbus, Osnabrück, 60 München,
Martin van Elten: Aachen, Essen, Mannheim, Hoffenheim 2.
Martin van Elten: Natürlich muss man das Phantom-Tor nennen, was auch nochmal so ein bisschen reingeschlagen hat.
Martin van Elten: Und aus meiner Sicht auch dieses Spiel gegen Hoffenheim so ein bisschen ausgelöst hat.
Martin van Elten: Das Spiel gegen Hoffenheim, das war, glaube ich, indiskutabel.
Martin van Elten: Und wir haben uns alle anders 3 zu 8 gegen Paderborn.
Martin van Elten: Vor vier Jahren erinnert gefühlt.
Martin van Elten: Tobias, das war nicht nur Slapstick, das war ja schon auch hochnotpeinlich, das Spiel an Ostern.
Tobias Düsterdick: Ich glaube, das war ja fast schon Arbeitsverweigerung, würde ich sagen.
Tobias Düsterdick: Ich glaube, das war eine fußballische Form des Protests.
Martin van Elten: Gegen den Trainerspielen, frage ich mal provokant zurück.
Tobias Düsterdick: Könnte man ja fast so sehen.
Martin van Elten: Glaubt ihr, das hat auch eine Rolle gespielt in der Phase?
Tobias Düsterdick: Ich glaube schon. Ich denke, das war ja eine komplette Arbeitsverweigerung.
Tobias Düsterdick: Ich weiß natürlich nicht, was in der Zeit im Wesentlichen passiert ist.
Tobias Düsterdick: Das ist jetzt bloß eine These von mir, dass ich jetzt absolute Wahrheit stehen lassen.
Tobias Düsterdick: Aber ich glaube, das war ja nun wirklich in der Tat eine Arbeitsverweigerung,
Tobias Düsterdick: muss man ehrlich sagen. Ich weiß nicht, wie du das siehst, Paul.
Paul Steinbach: Ich glaube, um mal die ganzen Spiele irgendwo noch zu nennen,
Paul Steinbach: die halt dazwischen waren, Die Heimspiele oder woanders, es gab so viele Heimspiele in diesem Jahr,
Paul Steinbach: in welchen der FC Erzgebirge, also wirklich ganz entscheidenden Partien,
Paul Steinbach: wo es viel ging, wo schon im Vorfeld viel drauf stand.
Paul Steinbach: Ulm, Osnabrück, Aachen, Hoffenheim.
Paul Steinbach: Da hat von Anfang an eine gewisse Schärfe, eine gewisse Bereitschaft gefehlt.
Paul Steinbach: Man hatte das Gefühl, dass die Mannschaft erst eine halbe Stunde,
Paul Steinbach: 40, 45 Minuten braucht, um richtig anzukommen. Ich weiß noch, das Aachen-Spiel.
Martin van Elten: Die 0-2 zur Pause.
Paul Steinbach: Genau, 0-2 zur Pause und die Fans vorher mit dem Fanmarsch, die sagen,
Paul Steinbach: wir müssen von der ersten Sekunde an da sein. Aber die Mannschaft macht es halt nicht.
Paul Steinbach: Und das hat sich so durch die Saison gezogen und dann war halt auch Hoffenheim
Paul Steinbach: dann im Endeffekt das Spiel, was, jetzt mal ganz salopp gesagt,
Paul Steinbach: den Vogel abgeschossen hat.
Paul Steinbach: Weil man einfach von Anfang an überhaupt nicht da war. Und gerade in diesem Spiel, wo man hätte...
Paul Steinbach: Der zu der Zeitpunkt zweitschlechtesten Mannschaft der Liga hätte nochmal richtig zufügen können.
Paul Steinbach: Man hätte Hoffenheim schlagen können, man hätte selber nochmal neuen Mut schöpfen
Paul Steinbach: können im Abstiegskampf und hätte zugleich Hoffenheim richtig in die Bedrohung bringen können.
Paul Steinbach: Und all das Ganze ist halt komplett nach hinten losgegangen,
Paul Steinbach: weil man absolut unverständliche, total schwache, fürchterliche erste 30 Minuten abgeliefert hat.
Florian Dawin: Und teilweise auch wirklich mit eklatanten Fehlern in der Abwehr oder im Defensivverhalten.
Florian Dawin: Das waren ja unglaublich.
Paul Steinbach: Mir fällt die Aktion ein von Eric Uhlmann, wo er in der eigenen Hälfte dort
Paul Steinbach: den Ball verspringen lässt.
Paul Steinbach: Ich glaube, das war sogar das Tor, was zum 0-1 führt, wo er eben da 10 Meter der Ball verspringt.
Paul Steinbach: Da sind wir wieder bei dem Thema, dass die Spieler ja eigentlich gute Spieler
Paul Steinbach: sind, die absolut wahrscheinlich auch zur Rechten der Dritten Liga bei einem
Paul Steinbach: Verein untergekommen sind,
Paul Steinbach: aber die halt zu selten in der Saison, und das trifft halt auf die Spieler in
Paul Steinbach: der Breite zu, zu selten in der Saison ihr Potenzial, ihre Qualität auch auf
Paul Steinbach: den Platz gebracht haben.
Martin van Elten: Ich möchte nochmal in einen Punkt reinsteigen. Das ist Fans.
Martin van Elten: Und zwar, es gab ja in der Hinrunde den Fahnenklau, da haben wir ja noch gar
Martin van Elten: nicht drüber gesprochen.
Martin van Elten: Und aus meiner Sicht hat das auch so ein bisschen mit für einen Knick gesorgt,
Martin van Elten: dass dann in der entscheidenden Phase nochmal vor Weihnachten so ein bisschen
Martin van Elten: die Energie auch teilweise fehlte, dass man nochmal einen einfordert, Und ich glaube,
Martin van Elten: das war mit dem Ingolstadt-Spiel ja auch so, dass das völlig leblos war und
Martin van Elten: auch auswärts in Wien, da war ich ja auch, dass das von außen irgendwie monatelang fehlte.
Martin van Elten: Und wie du gerade ansprichst, ich glaube, so ab März kommt dann die Fanszene
Martin van Elten: wieder auch mehr zurück und dann ist es eigentlich auch schon zu spät.
Martin van Elten: Ich weiß nicht, Florian, wie du das wahrgenommen hast.
Florian Dawin: Ja, das ist jetzt so eine Parallelität, auf jeden Fall. Das kann man nicht wegdiskutieren.
Florian Dawin: Und die Fanszene und die Stimmung und die Unterstützung im Erzgebirg stand, aber auch auswärts.
Florian Dawin: Ich erinnere noch gerade an Jan Regensburg mit dem vollgepackten Gästeblock da.
Florian Dawin: Das ist natürlich ein Faustfand. Das ist etwas, was den Verein als Gesamtes ausmacht.
Florian Dawin: Nichtsdestotrotz müssen die Spieler einfach professionell sein und ihrem Job nachgehen.
Florian Dawin: Und die Dinge ernsthaft angehen. Und da muss man sagen,
Florian Dawin: das ist noch ein weiteres Puzzlestück in dieser ganzen Puzzle oder dem Abstieg
Florian Dawin: auf Raten vielleicht, den wir da jetzt irgendwie hatten.
Florian Dawin: Aber das ist, glaube ich, derjenige, der am kleinsten ist.
Florian Dawin: Da gibt es andere Bausteine wie auch die Winterpause, in der nichts ging und
Florian Dawin: kein Spieler oder nahezu nur Orkansi verpflichtet wurde, das ist ein kleines Puzzlestück.
Martin van Elten: Um die Ära Dabowski nochmal abzuschließen, der Vereinsgeburtstag fiel ja auch da rein.
Martin van Elten: Ich glaube, das war eine gelungene Veranstaltung, der 80-jährige Geburtstag,
Martin van Elten: auch nochmal der letzte große Auftritt von Harald Motis, wenn man jetzt nochmal
Martin van Elten: dran erinnern kann aus der Perspektive.
Martin van Elten: Unsere Vereinslegenden nochmal alle vor Ort, die halt noch leben und ich glaube,
Martin van Elten: es war natürlich auch mit den Außen, mit den Umständen dann eher traurig.
Martin van Elten: Also ich glaube, Paul, du warst ja auch vor Ort, hat das nochmal einen Effekt
Martin van Elten: gehabt oder die Stimmung war getrübt?
Paul Steinbach: Ich war tatsächlich nicht vor Ort, meine Kollegin war vor Ort, die,
Paul Steinbach: ja, ich meine, das gesamte Event war natürlich erst mal so,
Paul Steinbach: es war schade, dass es eben in diesem Zeitraum fällt, weil ich glaube,
Paul Steinbach: der Verein sich echt gehofft hätte,
Paul Steinbach: zu diesem Zeitpunkt in einer anderen Situation zu stecken und dass dann trotzdem,
Paul Steinbach: ich meine mich zu erinnern, dann 5.000 bis 7.000 Leute im Stadion sind unter
Paul Steinbach: der Woche trotz der Situation und dort gemeinsam den 80.
Paul Steinbach: Geburtstag des Vereins feiern, das ist dann schon eine starke Nummer.
Paul Steinbach: Ich glaube, in der FC Erzgebirge dort in einer anderen Situation ist dann ist
Paul Steinbach: das Stadion wahrscheinlich voll und es zeigt auch nochmal diesen Zusammenhalt
Paul Steinbach: der FC Erzgebirge den die Fans eigentlich haben,
Paul Steinbach: es zeigt auch das letzte Spiel worauf wir vielleicht noch zu sprechen kommen
Paul Steinbach: vor Eimlicher Kulisse gegen Duisburg wo auch nochmal mehr als 10.000 Zuschauer im Stadion sind,
Paul Steinbach: also insofern der 80.
Paul Steinbach: Geburtstag war schon ein gelungenes Event auch was ich so gehört habe von anderen
Paul Steinbach: Leuten die da waren aber ja, wie gesagt es ist schade, dass dieses Event dann
Paul Steinbach: eben von Niederlagen umrandet wurde.
Martin van Elten: Noch abschließende Kommentare zur Ära Dabrowski. Ich glaube,
Martin van Elten: man sollte ihm auch nochmal alles Gute wünschen.
Martin van Elten: Also haben wir ja noch nicht gesagt, aber Jens Hertel hat ja auch zum Beispiel
Martin van Elten: jetzt schon einen neuen Job als U19-Trainer von Union Berlin.
Martin van Elten: Ich hoffe auch persönlich, dass er dann irgendwie nochmal einen Job findet im Profifußball.
Martin van Elten: Das wäre ihm auf jeden Fall zu gönnen. Er hat sich ja auch nichts zur Schulde
Martin van Elten: kommen lassen, jetzt persönlich.
Martin van Elten: Also ist ja auch in eine sehr, sehr schwierige Lage da irgendwie reingekommen.
Tobias Düsterdick: Genau, also manchmal ist es einfach so, manchmal soll es eben einfach nicht sein.
Tobias Düsterdick: Und wir wissen ja am Ende ja auch nicht, wozu es am Ende gut gewesen sein soll.
Tobias Düsterdick: Und man muss natürlich immer auch sagen, dass ein Trainer, die verdienen gut
Tobias Düsterdick: auch schon in der dritten Liga und fallen ja dann in aller Regel ja dann auch
Tobias Düsterdick: verhältnismäßig leicht.
Martin van Elten: Gut, dann kommen wir zu internen Lösungen, die dann kamen, das Duostubi-Titze-Kern.
Martin van Elten: Sieben Spiele waren es, haben nur das erste Spiel gegen Regensburg verloren. Knapp war es.
Martin van Elten: Holen dann aus sechs weiteren Spielen neun Punkte.
Martin van Elten: Das hätte insgesamt für den neunten Platz in der Zeit gereicht.
Martin van Elten: Also auch nochmal vom Punkteschnitt deutlich besser und natürlich mit den Highlights,
Martin van Elten: dass sie natürlich auch dann im Halbfinale Sachsen-Pokal gegen Canvis gewonnen
Martin van Elten: haben und natürlich den Pokalsieg, den wir gleich nochmal besprechen wollen.
Martin van Elten: Florian, was denkst du, was denkt sich Matze Heydrich über diese Entscheidung?
Florian Dawin: Tja, der wird da zu Hause sitzen und sich denken, ja toll, jetzt bringen sie
Florian Dawin: mal eine Lösung daraus und das funktioniert.
Florian Dawin: Ich glaube, das wird ihn sehr ärgern, frustrieren und es ist noch schlimmer
Florian Dawin: einfach, weil es einfach ja auch eine Vereinslegende des FC Erzgebirge ist,
Florian Dawin: die man jetzt verloren hat.
Martin van Elten: Was denkst du, Paul, ist das für ihn persönlich nochmal...
Martin van Elten: Schwieriger oder ich denke mal, so wie man ihn kennt, er hat ja auch einfach
Martin van Elten: sehr, sehr viel Herzblut auch mit der Aufgabe verbunden.
Paul Steinbach: Ich glaube, dass die letzten Monate für ihn ganz persönlich der Horror sind.
Paul Steinbach: Ich war auch am Anfang skeptisch, was,
Paul Steinbach: Mitunter Matzes Arbeit anbelangt. Ich finde, er hat auch Fehler gemacht in der
Paul Steinbach: Kaderplanung, aber er hat trotzdem unheimlich viel für den Verein geleistet.
Paul Steinbach: Nicht nur als Sportgeschäftsführer, sondern eben auch schon zuvor als Spieler.
Paul Steinbach: Und dass es dann so gelaufen ist, wie es jetzt im Endeffekt gekommen ist.
Paul Steinbach: Und dass Schuppetizia dann wirklich Trainer ist.
Paul Steinbach: Seine Idee im Endeffekt umgesetzt wurde und die auch noch funktioniert.
Paul Steinbach: Und er eben nicht mehr mitwirken kann, nicht mehr mithelfen kann.
Paul Steinbach: Seinen Verein wieder dahin zu führen, wo er seiner Meinung nach hingehört.
Paul Steinbach: Ich bin auch der Meinung, dass er wahrscheinlich hätte sogar noch andere Möglichkeiten
Paul Steinbach: gehabt, im Winter Leute ins Erzgebirge zu lotsen. Das ist ja noch eine ganz andere Sache.
Paul Steinbach: Aber wie gesagt, es wird ihm sicherlich sehr schwer fallen, da von außen jetzt
Paul Steinbach: auf den FC Erzgebirge zu schauen und zu beobachten, was da jetzt so vor sich geht.
Martin van Elten: Ich glaube aber, wir sollten auch nochmal sein Engagement für das Glennavin-Spiel erwähnen.
Martin van Elten: Also das ist ja wirklich, ja, dadurch, dass wir es auch ein bisschen mitinitiiert
Martin van Elten: haben und er persönlich hat sich da ja auch so stark für eingesetzt.
Martin van Elten: Ohne ihn wäre dieses ganze Event hätte nie stattgefunden.
Martin van Elten: Andere Geschäftsführer hätten gesagt, ihr habt doch eine Meise,
Martin van Elten: wenn man mit so einer Idee kommt.
Martin van Elten: Und ja, er hat da auch, glaube ich, relativ viel auf sich genommen und war ja
Martin van Elten: auch sehr zufrieden mit dem,
Martin van Elten: wie es gelaufen ist und hat ja damit auch so ein bisschen den Zusammenhalt auf
Martin van Elten: jeden Fall gestärkt, der dann ja auch im letzten Sommer über einiges hinweg
Martin van Elten: getäuscht hat oder auch ein paar Wunden wieder zugemacht hat,
Martin van Elten: die wir ja durchaus auch durch die Vorsaison schon hatten.
Martin van Elten: Also von daher, das kann man auch nochmal, sollte man ihm auch nochmal auf jeden
Martin van Elten: Fall hoch anrechnen, dass er sich da auch für eingesetzt hat.
Martin van Elten: Und ist ja auch jemand, der immer nah an den Fans irgendwie ist,
Martin van Elten: auch sich für keinen Mitgliederabend, für keinen Fanclubbesuch zu schade war und so.
Martin van Elten: Also es war ja durchaus auch ein sehr nahbarer Sportgeschäftsführer.
Martin van Elten: Florian, ich glaube auch, du hast es ja auch mitbekommen, er war ja auch bei
Martin van Elten: uns immer gerne und hat uns einen O-Ton geliefert.
Florian Dawin: Genau, dieses Nahbare ist das Wort, was das am besten trifft.
Florian Dawin: Er hat nicht nur diesen Geschäftsführersportposten ausgeübt,
Florian Dawin: sondern auch irgendwie so eine Vereinslegende,
Florian Dawin: wichtiger Spieler des Vereins, der dann eben auch ein offenes Ohr hat in alle
Florian Dawin: Richtungen, auch Richtung Fans und Richtung Fanszene, aber auch gegenüber richtigen
Florian Dawin: normalen Fans und Mitgliedern.
Florian Dawin: Also das ist wirklich schade, dass man das verloren hat,
Florian Dawin: auch wenn man über gewisse sportliche Dinge eben diskutieren kann und ich hoffe,
Florian Dawin: dass er dann auch in der nahen Zukunft wieder einen Job findet dann erstmal
Florian Dawin: und auch irgendwo irgendwann zurückblicken kann und auch den Frieden mit dieser
Florian Dawin: Zeit im Erzgebirge wieder schließen kann.
Martin van Elten: Ja, vielleicht mal zu den sportlichen Entscheidungen von Schubi Tietze.
Martin van Elten: Also Martin Mendel war kalten Kapitän mehr, hat irgendwie Marcel Bär zum Kapitän gemacht. Ähm,
Martin van Elten: Tobias, auch ein großer Schritt nach so vielen Jahren, wo Martin Mende als Kapitän
Martin van Elten: war, ich glaube über zehn Jahre, elf Jahre sowas, ne, insgesamt?
Tobias Düsterdick: Auf jeden Fall. Also ich denke so ein bisschen, aber ich glaube,
Tobias Düsterdick: er hatte vielleicht auch ein Stück weit erkannt,
Tobias Düsterdick: dass einfach auch Marcel Bär mittlerweile einfach auch die größere Präsenz einfach
Tobias Düsterdick: auch auf dem Platz natürlich auch übernommen hatte und ein Stück weit natürlich
Tobias Düsterdick: auch so, dass er ja auch gesagt hat, okay,
Tobias Düsterdick: wir leiten jetzt noch langsam mal hier eine neue Ära auch in diesem Verein, die auch einen.
Paul Steinbach: Wird da ein bisschen widersprechen wollen, ja sicherweise. Ich glaube,
Paul Steinbach: es hat weniger damit zu tun, sondern eher damit,
Paul Steinbach: dass ein Torwieler kann immer nur bedingt eingreifen im Spiel,
Paul Steinbach: ja, selbst als Führungsspieler und auch mit dem Schiedsrichter zu kommunizieren.
Paul Steinbach: Und das war der Punkt, weshalb Schupe Tietze dann letzten Endes Marcel Baer
Paul Steinbach: die Kapitänsbinde überreicht hat.
Paul Steinbach: Also ich glaube auch nicht, dass Schupe jetzt unbedingt sofort eine neue Ära einneuten will.
Paul Steinbach: Ich hatte ja vorhin auch schon Martin Mendel angesprochen. Man muss auch noch
Paul Steinbach: ein bisschen differenzieren, warum man manchmal nicht im Tor gestanden hat.
Paul Steinbach: Und das war ja in der Hinrunde vor allem die Verletzung, die er sich im Wienwies-Baden-Spiel
Paul Steinbach: zugezogen hat. sonst wäre wahrscheinlich da im Saison also hinrunden Endspurt
Paul Steinbach: wahrscheinlich auch gar nicht Luis Lott und Tor gestanden.
Paul Steinbach: Insofern muss man das so ein bisschen differenziert betrachten.
Paul Steinbach: Ich bin der Meinung, dass es,
Paul Steinbach: jetzt weniger damit zu tun hatte, unbedingt eine neue Ära einläuten zu wollen,
Paul Steinbach: sondern eher die Verantwortung,
Paul Steinbach: auf dem Platz, auf andere Schultern verteilen wollte, die mehr direkt als Feldspieler
Paul Steinbach: auf dem Platz stehen, als Martin Mendel zwischen dem Pfosten.
Martin van Elten: Trotzdem, Kapitän Marcel Baer, Florian, wir haben dir sofort das Chemnitz-Bild
Martin van Elten: im Kopf, wie er da sich über das Tor freut.
Martin van Elten: Und das hat ja auch nochmal so ein bisschen Drive ausgelöst,
Martin van Elten: auf jeden Fall das Halbfinale gegen Chemnitz.
Florian Dawin: Ja, das war dieses ikonische Bild nach dem Tor,
Florian Dawin: nach dem 2-0, wo man dann wirklich mit seiner Geste sagte, hier ist der Deckel
Florian Dawin: drauf oder das ist schon ein tolles Bild, was dann ja auch viral gegangen ist
Florian Dawin: und vom Verein auch gut genutzt wurde,
Florian Dawin: und ich glaube aber auch das, was Paul ansprach, dass dieser,
Florian Dawin: Kapitänswendenwechsel ist sicherlich gut begründet an der Stelle und da muss
Florian Dawin: man natürlich auch bedenken, dass Schubidice eben dann eben selber,
Florian Dawin: Stürmer war oder Offensivspieler und dann das auch nochmal besser einschätzen
Florian Dawin: kann und zudem Marcel Bär ja dann wirklich,
Florian Dawin: der einzige Feldspieler ist, der dann über die Saison hinweg gesehen die Leistung
Florian Dawin: geliefert hat, die man von ihm erwartet.
Florian Dawin: Und dann macht es Sinn, diesem Spieler die Binde zu geben und ihn zu stärken.
Martin van Elten: Wie kann man denn den Kurs interpretieren, Paul, ob jetzt Schubi Tietze Cheftrainer bleiben soll?
Martin van Elten: Also ich erinnere mich an das Interview bei Magenta Sport, wo Präsident Schlesinger
Martin van Elten: gefragt wird, wie sieht es aus?
Martin van Elten: Er bestätigt, dass alle Namen im Prinzip im Gespräch sind, unter anderem auch
Martin van Elten: noch Tiffert und dass es bis Montag eine Entscheidung gab. Dann hat es ja noch zwei Tage gedauert.
Martin van Elten: Wie würdest du das sehen? War man einfach nicht entschieden oder hat man sich
Martin van Elten: noch nicht getraut, jetzt Schubitice
Martin van Elten: vorzeitig auch das Vertrauen für die nächste Saison auszusprechen?
Paul Steinbach: Ich glaube, dass es zu dem Zeitpunkt noch eine Uneinigkeit gegeben hat.
Paul Steinbach: Und ich glaube auch, dass es die an dem Montag noch gegeben hat,
Paul Steinbach: aber halt eine gewisse Mehrzahl im Endeffekt für Schubitice gestimmt hat.
Paul Steinbach: Das ist mein persönlicher Eindruck, den ich auch aus den ganzen Interviews gewonnen habe,
Paul Steinbach: auch in Interviews nach dieser Entscheidung oder auch nach dem Zwickau-Spiel
Paul Steinbach: am Pfingstwochenende nochmal mit Schlesinger gesprochen und habe da immer noch
Paul Steinbach: nicht die volle Überzeugung heraus gehört,
Paul Steinbach: dass Schlesinger ein Fan von dieser Entscheidung ist.
Paul Steinbach: Man kann sich natürlich täuschen, aber in der Art und Weise,
Paul Steinbach: wie er sich ausgedrückt hat,
Paul Steinbach: er hat quasi er hat Schubetite durchaus für die letzten Wochen gelobt,
Paul Steinbach: für die Ergebnisse, die dabei herumgekommen sind, hat aber auch gesagt,
Paul Steinbach: Ergebnisse sind zwar besser geworden, die Spielweise aber nicht.
Paul Steinbach: Es gibt so Dinge, die darauf schließen lassen,
Paul Steinbach: dass er das selbst vielleicht ganz gerne hätte anders gemacht,
Paul Steinbach: aber in Summe ist es so, die Gremien haben gewollt, dass Schubert-Hitze weitermacht
Paul Steinbach: und das hat er sich auf jeden Fall verdient, wenn man auf die Ergebnisse blickt
Paul Steinbach: und wenn man generell verfolgt, wie Schubert-Hitze in den letzten Wochen gearbeitet hat,
Paul Steinbach: dann ist das auch für mich ganz persönlich die absolut richtige Entscheidung.
Martin van Elten: Tobias, wie siehst du es? Also es ist ja auch unter Fans durchaus umstritten.
Martin van Elten: Ich denke auch nur mal an unseren ehemaligen Podcast-Kollegen Thomas,
Martin van Elten: der dann ja auch meinte, also was du gerade auch gesagt hast,
Martin van Elten: die Spielweise hat sich ja wirklich nicht verändert.
Martin van Elten: Man ist vielleicht ein bisschen erfolgreicher, aber...
Tobias Düsterdick: Ich sehe es ehrlich gesagt ein bisschen anübelend, muss ich sagen.
Tobias Düsterdick: Also man muss natürlich gucken, was hätten wir jetzt für Alternativen gehabt.
Tobias Düsterdick: Also eine Alternative wäre zum Beispiel Christian Tiffert gewesen,
Tobias Düsterdick: der in der Ecke und Anleger ja auch noch nicht so wirklich so super viel gerissen hat.
Tobias Düsterdick: Also ich glaube, man versucht jetzt so ein bisschen so auf die heimische Lösung jetzt zu setzen.
Tobias Düsterdick: Aber was man vielleicht sagen kann, um es mal in den Worten von Helge Leonhard
Tobias Düsterdick: zu sagen, er hat jetzt vielleicht am Ende dann doch so ein bisschen die Wismu-DNA
Tobias Düsterdick: und ich glaube, da versucht man jetzt auch ein Stück weit zu setzen.
Martin van Elten: Ja, das ist ja vielleicht auch nochmal ein Thema, Paul.
Martin van Elten: Es wurde ja auch, sagen wir mal, von Lutz Lindemann wurde ja auch da so ein
Martin van Elten: bisschen drauf rumgehackt, als man sich dann für,
Martin van Elten: Taworski entschieden hatte, dass er die Region nicht kennt und so und das sind
Martin van Elten: ja auch so Geschichten, die um den Verein auch durchaus verbreitet wurden.
Paul Steinbach: Ich habe es ehrlicherweise ein bisschen anders gesehen als Lucindemann,
Paul Steinbach: aber dafür sind wir ja alle Menschen, dafür haben wir ja alle unterschiedliche Meinungen und,
Paul Steinbach: meine Begriffe,
Paul Steinbach: Ich hatte zumindest das Gefühl, dass es vielleicht mal gar nicht schlecht ist,
Paul Steinbach: jemanden Außenstehenden zu haben, der vielleicht noch mit einem anderen Blick die Dinge angeht.
Paul Steinbach: Ich konnte natürlich die Worte Lutz Lindemanns absolut nachvollziehen.
Paul Steinbach: Im Endeffekt ist es so, die Wismut-DNA gehört zum Verein.
Paul Steinbach: Und das ist das, was die Fans sich wünschen. Das ist das, was die Fans fordern,
Paul Steinbach: dass man füreinander auf dem Platz steht, miteinander kämpft,
Paul Steinbach: füreinander kämpft und da wirklich alles herauslässt.
Paul Steinbach: Und das übergreift natürlich auch in einer anderen Position, abseits des Platzes.
Paul Steinbach: Und ja, insofern schätze ich, hat auch die Vereinsführung, die jetzt da ist,
Paul Steinbach: eine Lehre daraus gezogen, was das Auswahlverfahren anbelangt,
Paul Steinbach: welche Leute man ins Erstgebirge holt oder auf eine gewisse Position setzt und welche nicht.
Martin van Elten: Ja, Florian, denkst du nicht auch, dass das vielleicht so eine Ablenkung auch nochmal war?
Martin van Elten: Dass, also, oder nochmal, vielleicht nochmal Ablenken von den Fehler,
Martin van Elten: die vorher auch gemacht wurden?
Martin van Elten: Also, ich meine, man kann ja im Endeffekt immer die interne Lösung fordern.
Martin van Elten: Es kann ja keiner beweisen, dass es wirklich besser gelaufen wäre.
Florian Dawin: Ja, das ist natürlich auch wirklich der Punkt, man hat mit Schubidize dann jemanden,
Florian Dawin: den man bringt und Enrico Kern, die halt diese Wismut-DNA haben.
Florian Dawin: Damit haben sie schon mal einen Vertrauensvorsprung.
Florian Dawin: Andererseits wirken sie dann halt wie so diese kleine Lösung,
Florian Dawin: weil man keinen anderen gefunden hat.
Florian Dawin: Vielleicht jemanden wirklich extern, der nicht aus dem Erzgebirge kommt.
Florian Dawin: Wobei ich dann auch da einschränkend sagen muss, dass ja jetzt zu diesem Zeitpunkt,
Florian Dawin: wo wir dann auf die Regionalliga Nord-Ost dann gucken, muss derjenige ja auch
Florian Dawin: irgendwie Expertise von zumindest der Regionalliga, dem Bereich haben.
Florian Dawin: Weil das sind ja die Spieler, die wir jetzt scouten, die wir ja auch schon verpflichtet haben.
Florian Dawin: Vier Verpflichtungen, alle vier sind von Vereinen aus der Regionalliga Nordost.
Martin van Elten: Man hat ja mit Ziffert aber auch.
Florian Dawin: Jaja, klar, das hat man auch. Das mit Dabrowski war ja rückblickend eigentlich
Florian Dawin: ein wirklich spannendes Experiment, aber halt wirklich zu einem ganz unglücklichen
Florian Dawin: Zeitpunkt, wo alles irgendwie schon am, ja, Paul sagte, schon eigentlich aus
Florian Dawin: seiner Sicht zu spät war.
Florian Dawin: Da war das nicht mehr zu holen. Und ich frage mich irgendwo im Moment,
Florian Dawin: wo ist das zwischen einerseits, wir werden vielfach dieses Zusammenrücken,
Florian Dawin: wir müssen wieder zusammenrücken und andererseits haben wir auch immer wieder
Florian Dawin: die Anregung dafür, dass wir sagen,
Florian Dawin: naja, aber man muss halt auch in den Vorständen mit einerseits diskutieren und argumentieren.
Florian Dawin: Und wenn dann eben sich der Vorstand in der Mehrheit für Schubidice entscheidet
Florian Dawin: und Thomas Schlesinger jetzt nicht der absolute Freund ist oder nicht derjenige,
Florian Dawin: der da jetzt, sagen wir mal, dafür war,
Florian Dawin: sondern die anderen dafür waren, dann ist das eben so.
Florian Dawin: Aber zwischen diesem Spannungsfeld befinden wir uns irgendwo und wir können
Florian Dawin: halt leider nicht in die Glaskugel gucken und sehen, was nächste Saison ist.
Florian Dawin: Aber ich glaube, dass es mit Schubedizio eine gute Lösung ist.
Martin van Elten: Gute Lösung, ja. Wir hatten ja auch noch den Mitgliederabend,
Martin van Elten: der war ja letzte Woche...
Martin van Elten: Auch nochmal eine ganz schräge Nummer.
Martin van Elten: Es gibt erst eine Petition, dann wird angekündigt ein breiter Mitgliederabend,
Martin van Elten: dann gibt es die Kommunikation.
Martin van Elten: Ja, leider haben wir nicht genug Platz, es dürfen nur Mitglieder zukommen.
Martin van Elten: Ja, die Presse war ja auch anwesend, also es war ja jetzt trotzdem nicht im
Martin van Elten: Prinzip intern, es war ja trotzdem im Prinzip öffentlich.
Martin van Elten: Paul hat ja schon auch so ein paar Sachen gesagt, die dann korportiert wurden
Martin van Elten: mit dem Winter neu zu gängen und so weiter Ist es denn das Reinigen in den Gewitter,
Martin van Elten: was jetzt benötigt wird, Paul, oder ist es wirklich gerade erstmal der Anfang von der Diskussion?
Paul Steinbach: Es wird mir echt schwer zusammenzufassen oder zu erklären, was das jetzt war letzte Woche,
Paul Steinbach: Ist ja auch schon mal eine Aussage Ja, ich und viele andere Leute sind aus der
Paul Steinbach: Veranstaltung raus und haben gesagt, so wirklich schlauer ist man nicht.
Paul Steinbach: Es wurde viel diskutiert, es wurde auch emotional diskutiert,
Paul Steinbach: aber es war im Endeffekt ohne Ergebnis.
Paul Steinbach: Das, was sich bereits in den letzten Wochen abgezeichnet hatte,
Paul Steinbach: hatte sich im Endeffekt wieder bestätigt.
Paul Steinbach: Ich selbst habe jetzt nicht das Gefühl gehabt, dass auch Selbstreflexion eine
Paul Steinbach: große Rolle spielt in der Vereinsführung.
Paul Steinbach: Es wurde sehr defensiv agiert, es wurde viel verteidigt, es wurde gesagt,
Paul Steinbach: dass Entscheidungen falsch sein können.
Paul Steinbach: Also im Nachhinein sich das falsch erweisen können. Dass es aber schwer ist,
Paul Steinbach: Entscheidungen zu treffen und es ja immer einfach ist, Entscheidungen im Nachhinein zu kritisieren.
Paul Steinbach: Aber das kam natürlich bei den Fans, die anwesend waren, bei den Mitgliedern,
Paul Steinbach: die anwesend waren, überhaupt nicht gut an.
Paul Steinbach: Deswegen, mir fällt es da wirklich schwer, im Endeffekt dann so Kernpunkte zum
Paul Steinbach: Beispiel wiederzugehen.
Paul Steinbach: Es ging viel um Spieler, was die Spieler nicht gemacht hätten Und dass ja auch
Paul Steinbach: auf dem Pult, nenne ich jetzt mal, hätten 22 Spieler sitzen müssen und nicht
Paul Steinbach: die Vorstandsmitglieder.
Paul Steinbach: Ja, das waren so Aussagen, die da gefallen worden waren, weil die Spieler hätten
Paul Steinbach: ja auf dem Platz gestanden und nicht die Vereinsführung.
Paul Steinbach: Also man hat das Ganze sehr defensiv gestaltet. Man hat sich viel verteidigt
Paul Steinbach: und das kam dann bei den Fans so an, dass es Zwischenrufe gab nach dem Motto,
Paul Steinbach: das ist doch Lobhudelei.
Paul Steinbach: Also ich hatte den Eindruck, dass viele Mitglieder sehr enttäuscht das Erzgebirgsstadion
Paul Steinbach: an dem Dienstagabend verlassen haben.
Martin van Elten: Ja Florian, die Berichte, die wir noch zugeschickt bekommen haben von Bekannten
Martin van Elten: und so weiter, das ist ja auch sehr ambivalent.
Martin van Elten: Also es zeichnet ja auch relativ chaotische Zustände, wobei natürlich auch,
Martin van Elten: ich weiß auch nicht, ob das Format von sowas richtig ist.
Martin van Elten: Also irgendwie sich einfach nur auszutauschen, nachzufragen oder ob man nicht
Martin van Elten: auch andere Diskussionsforen irgendwie für sowas braucht.
Florian Dawin: Ja, aber das bestätigt jetzt ja, dass unser Bild, was Paul da beschrieben hat,
Florian Dawin: dass es irgendwie in dem Vorstand da recht wenig Selbstkritik gibt oder das
Florian Dawin: nicht wahrgenommen wird.
Florian Dawin: Da sind ja dann auch mit rund um die Michael-Tanert-Geschichte sind ja da auch,
Florian Dawin: Informationen genannt wurden, die dann auch wiederum sagen, also sinngemäß war
Florian Dawin: es ja, dass Michael Tarnath wollte ja erst weiter, oder man wollte ja mit Tarnath weiterarbeiten,
Florian Dawin: hat ihm da eine Summe genannt vom Budget, was er hat, da war aber nicht die
Florian Dawin: Berufsgenossenschaft mit drin und als er das dann hörte,
Florian Dawin: war dann wiederum er auf jeden Fall nicht mehr mit dabei, weil er nicht mehr
Florian Dawin: sich in der Lage sah, damit einen Kader zu gestalten.
Martin van Elten: Ja, sowas finde ich schräg, dass man sowas im Detail ploppt,
Martin van Elten: weil das disqualifiziert den ja auch irgendwie.
Florian Dawin: Ja, aber das zeigt ja irgendwie auch ein Bild, dass da in dem Vereinsvorstand
Florian Dawin: an vielen Stellen eben nicht professionell gearbeitet wird und wurde,
Florian Dawin: sondern eher wie der Verein, der Kaninchenzüchterverein, jetzt mal böse gesagt.
Florian Dawin: Und dann ist es halt das Problem, wenn dann jetzt keine Selbstkritik da irgendwie entsteht.
Florian Dawin: Denn wir haben ja auch schon mal in ein paar Folgen zuvor, haben wir auch gesagt,
Florian Dawin: da muss ich ja irgendwie irgendwas tun eigentlich im Vorstand.
Florian Dawin: So hilft auch nicht immer weiter, nach dem Bauernopfer zu rufen.
Florian Dawin: Aber irgendwie hat man die Sorge, dass es damit so ein Jahr,
Florian Dawin: wir wurschteln uns jetzt weiter, wie diese Saison und die letzten zwei, drei Jahre weitergeht.
Paul Steinbach: Dazu will ich vielleicht noch ergänzend sagen, dass ich habe Thomas Schlesinger
Paul Steinbach: an Zwickau nochmal darüber angesprochen auf den Abend und auf den Vorwurf fehlender
Paul Steinbach: Selbstreflexion, der ja wirklich von vielen Fans auch kam.
Paul Steinbach: Da hat er gemeint, dass man sich schon intern kritisch bespricht,
Paul Steinbach: dass man das Ganze kritisch auswertet.
Paul Steinbach: Es ist aber im Endeffekt Fakt, es kommt ganz darauf an, was in den kommenden
Paul Steinbach: Wochen passiert, Monaten, was der Vorstand dann macht.
Paul Steinbach: Also ganz einfach so weitermachen kann es sicherlich aus Vereinsperspektive nicht geben.
Paul Steinbach: Das hatte ich ja auch ganz klar in dem eingangs nochmal erwähnten Kommentar
Paul Steinbach: auch geschrieben, dass eigentlich ein Neuanfang nur gelingen kann mit einer neuen Vereinsführung.
Paul Steinbach: Weil diese Fehler, die man sich jetzt in den letzten Monaten geleistet hat,
Paul Steinbach: die darf man sich auf jeden Fall nicht erneut leisten.
Paul Steinbach: Wenn man dann hört, du hast es ja vorhin schon angesprochen, Flo,
Paul Steinbach: dass man sich dann jetzt trotzdem hinstellt und eine Erkenntnis ist,
Paul Steinbach: dass man hätte noch viel eher sportlich eingreifen müssen.
Paul Steinbach: Ja, das ist schon, ich weiß nicht, ob das dann die richtigen Schlüsse sind.
Martin van Elten: Ja, ich glaube, wir belassen es erstmal zum Mittwoch der Abend da und schauen
Martin van Elten: dann nochmal auf den Saisonabschluss.
Martin van Elten: Das Spiel in Schweinfurt können wir auch nochmal nennen, 2 zu 4.
Martin van Elten: Ja, das Gedenken an Harald Motes hat ja über allem da gestanden.
Martin van Elten: Und Florian hat das ja schon letzte Woche erzählt, wie überrascht auch der Kollege
Martin van Elten: vom Bayerischen Rundfunk war.
Martin van Elten: Ja, dass man noch so viel Fanunterstützung dann hatte, was sich dann ja auch
Martin van Elten: noch ins Sachsenpokalfinale jetzt in Zwickau mitgezogen hat, trotz der...
Martin van Elten: Prekären Situationen sportlich.
Florian Dawin: Das ist etwas, was den Verein ausmacht und das ist ja das, was in dieser Saison so,
Florian Dawin: mehr oder weniger der einzige Lichtblick ist, den man mitnehmen kann,
Florian Dawin: dass die Fanszene mit allen Schwierigkeiten und nicht nur die Fanszene,
Florian Dawin: sondern die Fans allgemein,
Florian Dawin: trotzdem zu ihrem Verein stehen und wollen, dass ihr Verein erfolgreich ist,
Florian Dawin: und das ist irgendwo schön, dass dann einerseits die Fans, die nach Schweinfurt
Florian Dawin: gefahren sind, belohnt sind mit einem torreichen Spiel und mit einem versöhnlichen Saisonabschluss.
Florian Dawin: Und genauso, dass es dann in Zwickau aus meiner Sicht souverän der Sachsenpokal geholt wurde.
Florian Dawin: Und auch nochmal, dass es da ja scheinbar im Großen und Ganzen recht ruhig geblieben
Florian Dawin: ist und es keine unschönen Bilder gegeben hat, außer eine Vielzahl an Pyrotechnik,
Florian Dawin: die ich ja in gewissem Maße auch gar nicht verkehrt finde.
Martin van Elten: Ich muss auch direkt nochmal Geschichte erzählen. Ich bin da mit dem Zug hingefahren
Martin van Elten: und es stand ja in den Ferninfos, es gibt einen Shuttlebus.
Martin van Elten: Als ich dann am Bahnhof ankam, wurde mir von der Polizei gesagt,
Martin van Elten: ja der ist nicht von der Polizei, vom Busfahrer, ja der ist gerade weg und die
Martin van Elten: Polizei hat mir dann geraten, ich solle doch mit der Straßenbahn fahren,
Martin van Elten: wo die ganzen Zwickaufenstern auch drin waren. Ich hätte ja sowieso alles im Beute.
Martin van Elten: Das war schon ein bisschen skurril, sodass ich dann anderthalb Stunden in der
Martin van Elten: Hitze zum Stadion laufen musste.
Martin van Elten: Aber insgesamt kann ich auch bestätigen, das war relativ ruhig.
Martin van Elten: Die Fanszene ist auch mit dem Zug oder Bus gefahren, aber ja auch Schienersatzverkehr,
Martin van Elten: auf jeden Fall ziemlich voll auf der Rückfahrt.
Martin van Elten: Und ja, Paul, ich glaube, das war schon beeindruckend, wie das so 90 Minuten da abging.
Paul Steinbach: Also erst einmal muss ich die Stimmung generell loben, die im gesamten Stadion
Paul Steinbach: geherrscht hat. Das war eine würdige Finalatmosphäre.
Paul Steinbach: Es war auch gut, dass es dann insofern keine großen Vorkommnisse gab und wirklich
Paul Steinbach: der Sport irgendwo im Vordergrund stehen konnte.
Paul Steinbach: Und im Endeffekt, Flo hat es schon gesagt, es war ein souveräner Auftritt vom
Paul Steinbach: FC Erzgebirge und im Endeffekt ein verdienter 2-0-Erfolg.
Paul Steinbach: Man hat das dann, es gab so acht Minuten, die ersten acht Minuten,
Paul Steinbach: die musste der FC eh schon überstehen, da hat sich ein bisschen Druck gemacht.
Paul Steinbach: Danach hat eigentlich genau der FC Ernstgebürger genau das gezeigt, was er machen muss.
Paul Steinbach: Er ist aufgetreten, wie ein Drittligist und hat das Spiel bestimmt und hat dann
Paul Steinbach: in der zweiten Halbzeit sich ein bisschen zurückfallen lassen,
Paul Steinbach: um auf Konter Möglichkeiten zu lauern.
Paul Steinbach: Und ist mit diesem System quasi ganz gut gefahren, weil dem FSV auch nicht gerade
Paul Steinbach: viel eingefallen ist dann noch in der zweiten Hälfte.
Martin van Elten: Und Marcel Bär macht ja dann das 2-0, macht den Schnullerjubel,
Martin van Elten: das ist mir auch sofort aufgefallen, hat das dann ja auch nochmal aufgeklärt.
Martin van Elten: Seine Freundin ist schwanger, ich glaube, ist auch schon das zweite Kind für ihn.
Martin van Elten: Können wir schon gratulieren, herzlichen Glückwunsch dazu.
Martin van Elten: Marcel Bär ist ja sowieso gerade so eine große Frage. Paul, du hast ja auch
Martin van Elten: mit ihm, glaube ich, gesprochen und das ist ja wahrscheinlich auch so gerade
Martin van Elten: die Frage, die alle umtreibt, wie geht es da weiter?
Paul Steinbach: Ja, das ist die entscheidende Frage. Ihr habt ja auch schon viel über Marcel
Paul Steinbach: Bär gesagt, nur von meiner Seite ist so viel dazu.
Paul Steinbach: Für mich war Marcel Bär in den letzten Jahren Zeitzeit im Wechsel von 1860 München
Paul Steinbach: nach Aue, die Lebensversicherung des FCE.
Paul Steinbach: Er hat in jeder Saison für den FCE zweistellig getroffen,
Paul Steinbach: hat im Endeffekt die Mannschaft aus seinen Schultern getragen und wer im Alter
Paul Steinbach: von 33 Jahren in wettbewerbsübergreifend 25 Pflichtspielen in dieser Saison
Paul Steinbach: nach einem Achilles-Szeneriss 14 Tore schießt,
Paul Steinbach: der gehört eigentlich nicht in die Regionalliga.
Paul Steinbach: Das ist leider so auf der anderen Seite ist es so, dass es unheimlich wichtig
Paul Steinbach: wäre für den FC Erzgebirge diese Spieler zu halten,
Paul Steinbach: weil er alleine dafür sorgen kann dass der FC Erzgebirge oben mitspielt es wird
Paul Steinbach: in der Regionalliga keinen Stürmer geben, der diese Abschlussstärke hat,
Paul Steinbach: der diese Erfahrung mitbringt und noch auf so einem,
Paul Steinbach: Leistungsniveau ist Problem ist, es werden auch andere Vereine so sehen.
Paul Steinbach: Schubertice hat mir nach dem Spiel gesagt, dass der FCE alles dafür tut, Marcel Bär zu halten.
Paul Steinbach: Er hat auch gesagt, dass Marcel Bär selbst wollen würde, dass der Verein will,
Paul Steinbach: dass man sich aber einigen muss.
Paul Steinbach: Das heißt letzten Endes, es geht da auch ums Geld und das muss Marcel Bär dann selbst entscheiden.
Paul Steinbach: Ich habe ihn oft genug gefragt, ich glaube, er konnte die Frage auch von mir gar nicht mehr hören.
Paul Steinbach: Es geht ja im Endeffekt darum, dass man ja irgendwas erfahren will,
Paul Steinbach: und es war immer wieder dasselbe Stand, es war alles offen er führt Gespräche
Paul Steinbach: er führt grundsätzlich Gespräche mit jedem, aber was dann letzten Endes dabei
Paul Steinbach: herumkommen wird das wird die Zukunft zeigen, das werden in den nächsten Wochen zeigen,
Paul Steinbach: Schubi Dietze hat mir gesagt es wird vielleicht nur noch zwei Wochen dauern
Paul Steinbach: bis der komplette Kader steht nun ist schon wieder eine halbe Woche rum,
Paul Steinbach: also bleiben wir uns noch zehn Tage.
Paul Steinbach: Also können wir vielleicht schon in maximal zehn Tagen wissen,
Paul Steinbach: ob Marcel Bär beim FC Ersgebirge bleibt oder nicht.
Martin van Elten: Florian, uns ist auch noch was aufgefallen bei Instagram.
Florian Dawin: Ja, wir als Social Media Heinis, so werden wir ja auch manchmal betitelt von Nicht-Anwesenden.
Florian Dawin: Grüße an Stickharts.
Florian Dawin: Haben wir erkannt, dass Marcel Bär einen schönen Post gemacht hat,
Florian Dawin: damit seine Agentur abgesetzt hat und da waren ja lila Blumen im Hintergrund
Florian Dawin: und wir haben das jetzt erstmal so Gender-Reveal-mäßig, also diese Partys,
Florian Dawin: wo man dann eben das Geschlecht veröffentlicht,
Florian Dawin: haben wir jetzt einfach mal als gutes Zeichen genommen und als gutes Ohm.
Florian Dawin: Das für unsere Hörer, die das bestimmt aber auch schon gesehen haben.
Martin van Elten: Ja, es ist nur eine Anekdote, aber ich finde das auch immer interessant,
Martin van Elten: wenn die Agenturen dann selber kommunizieren, anfangen zu kommunizieren,
Martin van Elten: sind ja auch ein paar spannende Sachen immer dabei, also zum Beispiel Ballarbeit,
Martin van Elten: die Agentur, wo jetzt Majeczak war, da ist dann auch wieder von denen einer
Martin van Elten: von uns zu uns gewechselt, Majeczak jetzt weg,
Martin van Elten: also man ist da ja auch in so fliegenden Transfers teilweise mit diesen Agenturen.
Martin van Elten: Ja, vielleicht nochmal zum Sachsen-Pokalsieg. Es ist, glaube ich,
Martin van Elten: der fünfte Sieg insgesamt.
Martin van Elten: Der erste seit zehn Jahren. Und damit hat man sich für den DFB-Pokal qualifiziert.
Martin van Elten: Das ist am 21. bis 24. August oder 1. und 2.
Martin van Elten: September, wenn es dann die Bayern wären oder Borussia Dortmund.
Martin van Elten: Und damit ist es gut einen Monat nach dem Regionalliga-Start am 24. bis 26.
Martin van Elten: Juli. Da geht es nämlich schon weiter in der Liga. Ja, nochmal weiterschauend
Martin van Elten: auf die Neu- und Abzügeab...
Martin van Elten: Ich würde da jetzt nicht im Detail drauf eingehen, aber es sind ja schon einige dabei.
Martin van Elten: Luckenwalde, Greifswald, Chemie Leipzig, Mäusewitz. Vielleicht kann uns da Tobias
Martin van Elten: ein bisschen was zu sagen und auch zu den vier Abgängen, die ich jetzt schon
Martin van Elten: sagen würde, die feststehen mit Majetscher, Klausen, Schmidt und Zobel.
Tobias Düsterdick: Also mit Zobel, das war natürlich klar, dass der natürlich nicht bleiben wird,
Tobias Düsterdick: dass er zurück nach Paderborn jetzt natürlich gehen wird.
Tobias Düsterdick: Ich meine, letztlich gesehen, denn die sind ja gestern triumphal sozusagen oder
Tobias Düsterdick: vorgestern in die erste Liga wieder aufgestiegen.
Tobias Düsterdick: Majetschak, der ist ja mit sehr, sehr bitteren Tönen gegangen,
Tobias Düsterdick: sag ich jetzt auch mal, mit sehr, sehr kritischen Tönen.
Tobias Düsterdick: Also wenn du sozusagen bei deinem Noch-Arbeitgeber den alten Chef noch irgendwie
Tobias Düsterdick: lobst, das ist dann, du sagst so, okay, rafft euch das jetzt mal wieder jetzt irgendwie zusammen.
Tobias Düsterdick: Ja, es ist da irgendwie auch sehr, sehr vielsagend gewesen. Also ich glaube,
Tobias Düsterdick: da wird es am Ende halt auch um das Geld gegangen sein.
Tobias Düsterdick: Also ich meine, wenn es da um das Thema Wertschätzung ging, da hat sich jetzt
Tobias Düsterdick: für mich so ein bisschen so das Thema Geld jetzt auch so ein bisschen rausgeholt.
Tobias Düsterdick: Ich muss mal sagen, der war jetzt ja auch so ein bisschen länger da und...
Tobias Düsterdick: Mika Klausen, also ich habe mich ja damals im Sachsen-Sparkal-Halbfinale jetzt
Tobias Düsterdick: auch so ein bisschen länger beobachtet,
Tobias Düsterdick: der hing ja eigentlich auch nur noch am Handy, also ich denke,
Tobias Düsterdick: da war ja auch am Ende so, dass wir auch gar nicht mehr in Wolf und im Grunde
Tobias Düsterdick: gesehen war der ja auch schon vor dieser Saison ja eigentlich auch fast schon weg.
Tobias Düsterdick: Also insofern, da werden leider jetzt noch weitere folgen, aber ja,
Tobias Düsterdick: und so den Neuzugängen, muss ich ehrlicherweise sagen,
Tobias Düsterdick: da muss ich mich erst noch so ein bisschen einlesen, muss ich vielleicht erst
Tobias Düsterdick: noch so ein bisschen Expertise gewinnen, aber ich glaube,
Tobias Düsterdick: das sind alles kampferfahrene Leute in der Regionalliga und ich glaube,
Tobias Düsterdick: es wird eine große Überraschung werden jetzt auch für uns und für die Fans des ESS-Gebirge Aue,
Tobias Düsterdick: was das jetzt so für Typen sind und wie die jetzt auch so ein bisschen,
Tobias Düsterdick: wie die auch miteinander harmonieren werden.
Tobias Düsterdick: Aber was ich jetzt schon mal sagen kann, die Regionalliga, das wird jetzt kein,
Tobias Düsterdick: Spaziergang, ich glaube, das ist eine ganz, ganz eklige und giftige Liga.
Martin van Elten: Nils Lisek kann man auch nochmal sagen, Derby hält bei Chibi Leipzig gegen Lok.
Martin van Elten: Auf jeden Fall haben sie das Derby gewonnen.
Martin van Elten: Müssen wir auch nochmal Max Ulich natürlich nennen, der seinen Vertrag jetzt
Martin van Elten: ja gerade heute verlängert hat.
Martin van Elten: Wir nehmen heute Mittwoch auf und damit hat man ja auch schon kommuniziert,
Martin van Elten: er soll im Kampf um Platz 1 gehen.
Martin van Elten: Also klingt für mich jetzt nicht nach einem Abgang von Mendel aktuell,
Martin van Elten: ist aber auch abzuwarten.
Martin van Elten: Und genau, an den Abgang von Edelmajčak würde ich auch nochmal direkt einen
Martin van Elten: Kommentar von Helge Leonhard anschließen.
Martin van Elten: Also ich habe noch einen anderen Helge der Woche. Der Helge der Woche hat sich
Martin van Elten: nochmal an das DFB-Pokalfinale 2019 erinnert.
Martin van Elten: War ein gutes Erlebnis damals.
Martin van Elten: Also auch spannend, dass er früher auch zum DFB-Pokalfinale gegangen ist.
Martin van Elten: Und Helge Leonhard hat zu Edel Majeczak gesagt, danke Erik für deine ehrlichen
Martin van Elten: Zeilen, alles erdenklich Gute für dich, ich bin stolz, wie du dich als Persönlichkeit
Martin van Elten: entwickelt hast und erinnere mich noch an die Zeit, als es dich vor sieben Jahren verpflichtete.
Martin van Elten: Ja, auch interessante Interessantes-Framing, dass Helge ihn dann persönlich
Martin van Elten: geholt hat, aber Tobias, du hattest ja schon gerade gesagt, ich glaube,
Martin van Elten: er hatte Heydrich erwähnt, er hatte Dotchef erwähnt und er hatte Helge Leonhard erwähnt.
Tobias Düsterdick: Genau, und im Grunde sagt er ja im ersten Satz, danke, dass du mir recht gegeben hast, Bro.
Martin van Elten: Ja, gut. Dann habt ihr jetzt noch die Möglichkeit, allerletzte Saisonabschlussworte
Martin van Elten: oder Saisonanalyse-Worte zu bringen, bevor ich dann noch mal eine Einladung
Martin van Elten: an unsere Hörer ausspreche.
Martin van Elten: Danke, dass du heute da warst. Paul, ich glaube, es hat auch noch mal geholfen,
Martin van Elten: ein paar Sachen länger einzuordnen und ich glaube auch mit dem Artikel,
Martin van Elten: den du geschrieben hast,
Martin van Elten: haben wir ja auch anhand der Thesen mitdiskutiert, hast du auch relativ gut
Martin van Elten: alles zusammengefasst und ja auch ins Schwarze getroffen, was viele Fenster
Martin van Elten: ja wahrscheinlich auch schon geschrieben haben oder rückgemeldet haben.
Paul Steinbach: Erstmal vielen Dank für die Einladung. Hat Spaß gemacht, mit euch über den Verein
Paul Steinbach: zu sprechen und über das, was in der Saison passiert ist.
Paul Steinbach: Meine Abschlussworte?
Paul Steinbach: Ja, gute Frage.
Paul Steinbach: Alles muss anders? Bitte?
Martin van Elten: Alles muss anders?
Paul Steinbach: Ja, irgendwie schon. Der FC Erzgebirge muss diesen Neuanfang,
Paul Steinbach: der sich ja jetzt gibt, also es gibt ja die Chance des Neuanfangs und diese
Paul Steinbach: Chance muss der FC Erzgebirge nutzen.
Paul Steinbach: Die größte Chance, um aufzusteigen, ist im ersten Jahr und da darf man sich
Paul Steinbach: in überhaupt gar keiner Hinsicht Fehler erlauben, wenn es funktionieren soll,
Paul Steinbach: sofort wieder hochzugehen, zurück in den Profifußball zurückzukehren,
Paul Steinbach: und da geht es auch schon bei der Kaderplanung los.
Paul Steinbach: Wir haben uns gerade über Majeczak gesprochen. Ich halte es für einen Fehler, ihn gehen zu lassen.
Paul Steinbach: Ich halte es für einen Fehler, vielleicht nicht das nötige Geld in die Hand
Paul Steinbach: genommen zu haben, um ihn doch noch hier zu behalten.
Paul Steinbach: Er hatte mir das mehrfach betont, dass er dem FC Erzgebirge unbedingt dabei
Paul Steinbach: helfen will, wieder in den Profi-Fußball zurückzukehren.
Paul Steinbach: Er hat den FC Erzgebirge als seinen Herzensverein bezeichnet und wollte unbedingt
Paul Steinbach: und diese Katastrophensaison reparieren.
Paul Steinbach: Und er wäre ein Leistungsträger gewesen, er wäre ein Führungsspieler gewesen,
Paul Steinbach: er wäre einer dieser Charaktere gewesen, den du in der Regionalliga unbedingt brauchst.
Paul Steinbach: Diesen Spieler hast du jetzt verloren und dann muss man natürlich gucken,
Paul Steinbach: was dann jetzt noch verpflichtet wird in den kommenden Wochen.
Paul Steinbach: Ich hätte dann arge Zweifel, wenn die Kaderplanung, die Kaderzusammenstellung
Paul Steinbach: so abläuft, wie es jetzt gerade den Eindruck erweckt.
Paul Steinbach: Für mich ist noch kein Spieler dabei, bei dem ich sage, das ist ein Spieler,
Paul Steinbach: der den FC Erzgebirge wirklich zurückführen kann.
Paul Steinbach: Vielleicht ist es ganz bewusst so gemacht, weil noch viele Spieler bleiben werden.
Paul Steinbach: Es ist ja bisher noch unklar, welche Spieler denn überhaupt noch bleiben,
Paul Steinbach: die aktuell zum Kader gehören.
Paul Steinbach: Insofern muss man abwarten, welches Bild sich dann in den nächsten Wochen vervollständigt.
Paul Steinbach: Aber Fakt ist, dass der FC Erstgebirge viele Dinge anders machen muss als in
Paul Steinbach: den letzten Jahren und vor allem Geduld beweisen muss.
Paul Steinbach: Das ist ganz wichtig. Es wird in dieser Regionalliga Phasen geben,
Paul Steinbach: in denen Aue sicherlich auch mal Spiele verliert.
Paul Steinbach: Es ist eine enge Liga. Es gibt viele Teams in diesem Jahr, die die Chance nutzen
Paul Steinbach: wollen, direkt aufzusteigen.
Paul Steinbach: Und da muss man Geduld an den Tag legen und vor allem den handelnden Personen
Paul Steinbach: das Vertrauen schenken.
Paul Steinbach: Und das ist dann vor allem in erster Linie Quichas Schuppetize.
Paul Steinbach: Er hat für mich in den letzten Monaten etwas geschafft, was in den letzten Jahren
Paul Steinbach: Dotschev, Hertel und Dabrowski allesamt nicht geschafft haben.
Paul Steinbach: Nämlich innerhalb eines Spiels die richtigen Schlüsse zu ziehen aus Situationen,
Paul Steinbach: wo es überhaupt nicht läuft.
Paul Steinbach: All seine Umstellungen, die er während eines Spiels getroffen hat,
Paul Steinbach: da kann man wirklich jedes einzelne Spiel durchgehen, haben dazu geführt,
Paul Steinbach: dass letzten Endes dann noch ein Punktgewinn drin war.
Paul Steinbach: Und wenn Schubitice das auch in der Regionalliga gelingt und er dazu auch noch
Paul Steinbach: eine gute Mannschaft beisammen hat,
Paul Steinbach: mit Führungsspielern, vielleicht auch mit mehr Spielern aus dem jetzigen Kader,
Paul Steinbach: wie man sich vielleicht zuvor erwartet oder gedacht hätte, dann hat der FCE
Paul Steinbach: gute Chancen, wirklich oben mitzuspielen.
Paul Steinbach: Soviel zu meinem Saisonabschluss oder Vorausblick.
Martin van Elten: Tobi, kannst du dich da anschließen? Oder was würdest du sagen, was sind die...
Martin van Elten: Die taktischen Kniffe, die man umstellen sollte. Wahrscheinlich vor allen Dingen
Martin van Elten: erst mal ein Gerüst bilden.
Tobias Düsterdick: Auf jeden Fall ein Gerüst bilden. Und vor allen Dingen aber auch,
Tobias Düsterdick: so wie Paul das ja auch gesagt hat, Geduld haben, aber auch zu wissen,
Tobias Düsterdick: das wird kein Selbstläufer werden.
Tobias Düsterdick: Ich glaube, da sind ja schon viele Absteiger einfach auch daran gescheitert,
Tobias Düsterdick: dass sie dann einfach auch denken, okay, wir sind nicht die Absteiger,
Tobias Düsterdick: wir haben jetzt hier den finanziell größten Kader.
Tobias Düsterdick: Das wird nicht funktionieren. Also ich denke, das wird eine ganz,
Tobias Düsterdick: ganz knüppelharte Saison und ich denke, wir sollten uns jetzt hier,
Tobias Düsterdick: also das ist meine persönliche Einzige, sagen, okay, wir sollten uns auf die
Tobias Düsterdick: ganzen kleinen Highlights der Saison freuen, nach Erfurt zu fahren,
Tobias Düsterdick: nach Jena zu fahren, zur BSG Chemie Leipzig zu fahren und so weiter und so fort,
Tobias Düsterdick: denn das könnte ja auch ganz schöne Highlights sein.
Martin van Elten: Florian?
Florian Dawin: Ja, ich hoffe, dass der reinige Gewitter oder der reinige Sturm kommt jetzt, oder war diese Saison,
Florian Dawin: sodass wir nächstes Jahr dann in der Regionalliga uns gut beweisen können und
Florian Dawin: freue mich aus der Fanperspektive einfach auch noch auf einige oder fast alles
Florian Dawin: Stadien, die ich so in dieser Form noch nicht bereist habe.
Florian Dawin: Also beispielsweise das Erfurter Stadion kenne ich noch als Steigerwaldstadion
Florian Dawin: zu Zweitliga-Zeiten mit Aue.
Florian Dawin: Das ist dann schon noch mal was ganz anderes gewesen. Damals glaube ich für,
Florian Dawin: Gästeblockkarte 3 Euro. Das ist auch noch was ganz anderes gewesen.
Florian Dawin: Und bin auch, ich finde das auch spannend jetzt für uns als Podcast,
Florian Dawin: die den Verein da begleiten, diese Liga sich anzugucken, weil das ist ja Neuland für uns.
Florian Dawin: Da kommt ja von den Vereinen und Spielern noch mal ganz anderes auf uns zu bei
Florian Dawin: der Vorbereitung, der Nachbereitung.
Florian Dawin: Und ich hoffe, alles wird anders.
Martin van Elten: Das ist doch ein schöner Abschluss. Ja, auch von meiner Seite.
Martin van Elten: Danke für die Diskussion. Ich möchte gar nicht auf so viel eingehen,
Martin van Elten: sondern alle Hörer auch nochmal einladen.
Martin van Elten: Wir werden nämlich eine Sonderakt, wir werden ein Hörertreffen oder eine Aufnahme machen zur 100.
Martin van Elten: Folge rund um das Schalke-Spiel. Das ist am 19.
Martin van Elten: Juli um 14 Uhr. Also kauft euch da Tickets und haltet euch mal den Samstagabend frei.
Martin van Elten: Da suchen wir gerade noch eine Möglichkeit, mit euch zusammen uns zu treffen
Martin van Elten: und nochmal dann auszudiskutieren, wie diese Saison gelaufen ist und natürlich
Martin van Elten: auch schon auf die neue Saison, die dann eine Woche später beginnt.
Martin van Elten: Und ja, lasst uns dazu gerne eine Nachricht mit, lasst uns dazu gerne wissen,
Martin van Elten: wenn ihr teilnehmen wollt, schreibt uns eine Nachricht oder einen Kommentar,
Martin van Elten: wir werden dazu bestimmt auch nochmal die ein oder andere Umfrage machen,
Martin van Elten: um das dann in einem Rahmen zu planen,
Martin van Elten: je nachdem wie viele Leute das auch interessiert, wie viele da vorbeikommen,
Martin van Elten: kann man ja schwer einschätzen, wie viele Leute auch sich einen Samstagabend
Martin van Elten: mit uns geben wollen oder auch nicht.
Martin van Elten: Und ja, bleibt mir auch nichts übrig, als nochmal Danke zu sagen für über 100
Martin van Elten: Bewertungen, die wir jetzt auf Spotify haben, habe ich auf jeden Fall bemerkt,
Martin van Elten: dass meine Aufrufe hier uns zu bewerten helfen.
Martin van Elten: Ja, empfehlt uns gerne weiter.
Martin van Elten: Wenn euch auch die Sonderfolge jetzt gefallen hat zum Saisonabschluss,
Martin van Elten: bleibt uns gewogen und in diesem Sinne wir sehen uns dann in Aue. Ciao.
Tobias Düsterdick: Ciao, ciao.